Wesentliches zwischen den Jahren

Wesentliches zwischen den Jahren

Wesentliches zwischen den Jahren heißt für mich: Aufräumen, ausmisten, sich auf Wesentliches beschränken, vergessene Schätze ans Tageslicht holen und sich daran freuen. Ganz banal z.B. die lange nicht getragene Halskette, ein tolles Kartenset – aber auch die im Alltag oft übergangenen Gefühle wie: Schmerz über Vergangenes, unfassbare Dankbarkeit über viele Glücksmomente, von wilder Sehnsucht nach Freiheit und Liebe beflügelte Visionen der Zukunft…
Das ist mein Kult in der Zeit zwischen den Jahren. Es fühlt sich an wie „seelen-puzzeln“.
Was machst du in dieser besonderen Zwischenzeit?
Hast du Rauhnächte-Rituale?

 

Wesentliches hat mit Seele zu tun

Auch in mir sortiert sich vieles, Ordnung wird spürbar, weil im Innen und Außen alles die Zeit bekommt, den richtigen Platz einzunehmen. Für einen guten Start in ein neues Jahr LEBEN.
Langsam.
Achtsam.
Bewusst.
Wach!

Es ergibt sich ein klares, buntes, sorgfältig zusammengesetztes und v.a. vollständiges Bild, mit Licht und Schatten, das Sinn macht und stimmt für mich.
Es ist schön zuzusehen, wie alte, scheinbar unbedeutende Dinge und auch Zustände in neuem Glanz erstrahlen – einfach dadurch, dass ich mich um sie kümmere, sie wieder mal wirklich sehe, würdige, ehre, beweine, bewüte, reinige, an den jetzt stimmigen Platz setze.

Gutes Leben ist so einfach?! Ja.
Alles hat seine Zeit. Sich das immer wieder zu gegenwärtigen kann enorm entspannend sein.

„Vergesst mir die Seele nicht.“ sagte Sebastian Kneipp mal.
Wenn es eine Zeit im Jahr gibt, wo es um die Seele geht, dann zwischen den Jahren, oder?
Wenn es etwas Wesentliches im Leben gibt, dann hat es mit Seele zu tun, right?

Während der Rauhnächte, die den üblichen Gesetzen von Raum und Zeit nicht zu gehorchen scheinen, sind wir viel empfänglicher für Feinsinniges, Magisches, Tiefes und auch Existentielles. Seelenanteile, die unserem Funktionier-Modus eher im Wege stehen,  haben jetzt ihre Zeit. Das innere Kind z.B., die Träumerin, der Weise…

Im Alltag, jenseits der Rauhnächte-Zeit, fällt es manchmal verdammt schwer, dass Seelen-Puzzle beisammen zu halten und einfach und gut zu leben, weil unsere Welt so maßlos komplex und rasend schnell geworden ist.

Da erhebt sich in mir mit großer Wucht, und dabei ganz zärtlich eine Stimme.
Sie ruft mir entschlossen, weise und unbeirrbar zu:

„Du musst nicht gehorchen, wenn
• der Facebook-Algorhythmus sich ändert und zu sofortiger Reaktion auffordert
• dich die viel zitierten „guten Vorsätze“ mit erhobenem Zeigefinger einschüchtern
• irgendeine andere Form von bescheuertem Über-Ich irgendwas von dir verlangt, was du nicht erst in Ruhe, achtsam, bewusst und wach für dich geprüft hast
• …
Sei wach. Hinterfrage. Kreiere dein Leben selbst! Bring DEINE Werte ins Spiel. Bring DICH ins Spiel. Und zwar mit allem was da ist, inkl. dem unpopulären Scheiß wie Scham, Vergänglichkeit, Ohnmacht etc.

Erst dann spürst du unterm ständig plappernden Geist (die Yoga-Welt nennt ihn „Monkey-Mind“, weil die Gedanken hin und her springen wie wild gewordene Affen) den klaren, wissenden Ruf deiner Seele.
Seele bringt dich mit Wesentlichem in Kontakt. So entsteht Glück und innerer Frieden.

 

Musik der Seele

Ich sage: Das Lied des Glücks schreibt die Seele. Das Instrument ist der Körper.

Mir scheint, ein Teil der Menschheit versucht, völlig ohne Lied, der vergänglichen Hülle namens Körper eine Sinfonie abzuringen. Das muss ja schief gehen!
Ein anderer, immer größer werdender Teil der Menschheit wacht mehr und mehr auf, rebelliert gegen den profitgesteuerten Größenwahn der Drahtzieher-Giganten im Weltgeschehen und besinnt sich aufs WESENtliche: den zeitlos wahren, schönen und guten Input der Seele. Der kostet nix.

Angesichts alamierender Zahlen bzgl. Artensterben, Klimawandel, zunehmender Verrohung der Gesellschaft und totaler Überforderung der menschlichen Psyche durch die Komplexität unserer Welt können wir uns als Menschheit nicht mehr leisten, anders als wesentlich – beseelt – zu leben.

Ich glaube felsenfest daran, dass in Jeder und Jedem von uns ein weiser, edler, unschuldiger, liebevoller Kern ruht, der dem Leben dienen will.
Wenn ich mit Geduld und Beharrlichkeit das Lied meiner Seele durch die Schichten meines Verstandes dringen lasse, spüre ich Mut, Power ohne Ende, Würde, Wahrheit und Schönheit. Spüre ich meinen WESENskern.

Und ich liebe es, in meinen Coachings und Mentorings den Wesenskern von Frauen zum leuchten zu bringen.

 

 

„Ich werde mich keinen Tag mit weniger als dem Wesentlichen zufrieden geben!“

 

Du, die du das liest, bist Zeugin für mein Gelöbnis.
Mögen viele gut sortierte Seelen aufstehen und den heiligen Kampf für das Wesentliche kämpfen – Aho!

Von Herzen ein beseeltes Jahr für dich und deine Lieben!

 

 

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