Ja – nein – vielleicht: Entscheidungstraining

Sicherlich kennst du das nervige Gerangel im Kopf: Ja? Nein??? Vielleicht??? Es kostet Energie, Zeit und lässt dein Umfeld im Unklaren, wie es mit dir umgehen soll.

Immer wieder beobachte ich andere Menschen und auch mich selbst dabei, wie der Mund ein zähneknirschendes “Ja“ ausspuckt, aber Herz, Bauch, der Unangepasste Teil in uns oder was auch immer „Nein“ ruft. Diese Diskrepanz ist bei genauem Hinsehen und Hinhören spürbar. Gleichzeitig sind wir alle so sehr an dieses weit verbreitete Selbst-Sabotage-Muster gewöhnt, dass wir die Störsignale ignorieren. Es wäre unbequem, sie zu beachten. Es wäre vielleicht sogar riskant, „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen. Wir befürchten Ablehnung. Und diese Angst ist mächtig, denn sie entspringt dem tiefsitzenden Bedürfnis eines jeden Menschen: ich will dazugehören! Dasselbe Muster greift natürlich auch, wenn wir „Nein“ sagen, aber eigentlich „Ja“ meinen (das kennt Frau vielleicht, wenn sie nach einem Streit mit dem Partner schmollt und unnahbar tut, wenn er auf sie zugeht, obwohl sie sich genau das wünschst ;o)… hhhmmm? Schon mal erlebt?)

Aus diesem Gerangel zwischen gefühlten „Ja“ und kommuniziertem „Nein“ – oder umgekehrt – wird dann dieses völlig fruchtlose, fade „vielleicht“. Das „Jein“ drückt sich aus. Auch wenn du „ja“ oder „nein“ sagst, es aber nicht verkörperst. Unterschätze nie die Aussagekraft deiner Körpersprache und Mimik. Sie transportiert EINDEUTIG, ob du wirklich das meinst, was du sagst. Eindeutigkeit in deinem Statement erfordert zwar Mut, erzeugt in dir, zur Belohnung quasi, aber auch ein Gefühl von „Kongruenz“ (=Übereinstimmung, Stimmigkeit). Dieser Zustand ist gesund, beruhigt das Nervensystem und fühlt sich einfach richtig und gut an.

Es stimmt schlichtweg oft nicht, dass du die eindeutige Antwort nicht weißt, dass du dich nicht entscheiden kannst. Du hast nur gelernt, dass der Verstand dem Gefühl übergeordnet ist. Das Gefühl, oder sagen wir besser dein Instinkt, baut sich blitzschnell aus dem Datensatz deines Unterbewusstseins auf. Unser Unterbewusstsein (80 % unserer Entscheidungs-Ressourcen) ist da viel schneller als der Verstand. Der Verstand (20% unserer Entscheidungs-Ressourcen) fängt dann um einige Sekunden verzögert mit dem Bauch das Diskutieren an. Und gewinnt (bei Erwachsenen) meistens.

Ein „vielleicht“ resultiert also daraus, dass der Kopf was anderes sagt als der Bauch oder das Herz. Selbst wenn der Verstand (Kopf) sein statement abgegeben hat, bleibt das abweichende Gefühl (Körper). Nur wenn sich Kopf und Bauch einig sind, kannst du ein klares Ja oder ein klares Nein verkörpern und vertreten. Wenn du ein „vielleicht“ zu vertreten versuchst, wirkt das bei ehrlichem Hinschauen mühevoll, nicht überzeugend und trist und fühlt sich für dich selbst nicht gut an.

So wie du gelernt hast, der Stimme des Verstandes mehr Gewicht zu geben, genauso kannst du lernen, wieder mehr auf deinen Instinkt zu achten. Du kannst lernen, mehr aus dem Bauch als aus dem Kopf zu leben bzw. den Dauerstreit zwischen beiden achtsam beizulegen.

Wie kannst du das lernen? Achte auf deine somatischen Marker

Negative somatische Marker sind beispielsweise:

  • Kloß und Engegefühl im Hals
  • Angst, Ärger
  • weiche Knie, Zittern in den Beinen
  • flauer Magen, leichte Übelkeit oder Druckempfindungen
  • hochgezogene Schultern, angespannter Nacken

Positive somatische Marker sind bespielsweise:

  • leichtes Kitzeln im Bauch, warmes wohltuendes Gefühl im Bauch
  • Lächeln, leichtes Anheben der Mundwinkel
  • Magenhüpfen, Freude
  • Leichtigkeit, Helle im Kopf
  • fließende, lösende Empfindungen im Körper

Somatische Marker melden sich nicht nur vor anstehenden Entscheidungen, sondern treten bei allem auf, was wir tun und was uns begegnet, z. B. auch, wenn wir nur ein Wort hören. Sie werden angelegt in der Kindheit, wenn wir in bestimmten Situationen bestimmte Empfindungen haben. Das Gehirn speichert unsere Gefühle und Empfindungen zu dieser Situation mit ab. Bsp: du hast dich als Kind im Mathematikunterricht gelangweilt, wurdest blamiert oder gehänselt. Dann wird dieses Gefühl mit „Mathematik“ verbunden.

Da das Unbewusste keine Zeit kennt, wird dieses „schlechte Gefühl“ auch dann erzeugt, wenn man bereits erwachsen ist, d. h. es eigentlich keinen Stress, Hänseleien oder Ähnliches mehr gibt. Als Erwachsener bemerkt man dann, dass man „Mathematik nicht mag“ und damit verbunden schlechte Gefühle, Magengrummeln, Versagensängste etc. empfindet.

Somatische Marker steuern unser Vermeidungs- und Annäherungsverhalten. Treten in einer bestimmten Situation positive Gefühle auf, etwa Freude, ist das ein Zeichen für Annäherung („go“). Treten negativ bewertete Gefühle auf, etwa Ekel, dann werden wir etwas nicht machen – uns abwenden („stop“).

Das Bewertungsschema unseres emotionalen Erfahrungsgedächtnisses ist recht schlicht. Es signalisiert uns „Stop“ oder „Go“. Dabei ist völlig egal, welches Gefühl auftritt – Gefühle haben einzig die Aufgabe „stop“ oder „go“ zu signalisieren. Natürlich können somatische Marker den Verstand nicht ersetzen, weil sie uns keine weiteren Informationen liefern, außer Annäherung oder Vermeidung. Wir brauchen den Kopf, um zu verstehen, warum uns eine Sitaution auf „Stop“ oder „Go“ einstimmt. Somatische Marker, also die Körperreaktion auf eine Situation, ein Wort oder ein Bild, treten in der Regel auf, bevor es zu verstandesmäßigen Aktivitäten kommt. Sie fällen somit wichtige Vorentscheidungen. Das ist vielen Menschen nicht bewusst.Viele Menschen müssen ihre Wahrnehmung  erst schulen, um auch feine somatische Marker mitzubekommen. Eine Super-Technik um die eigenen somatischen Marker kennenzulernen, ist jede Form der Achtsamkeitspraxis, besonders Yoga!

Wenn du deine somatischen Marker präzise wahrnehmen kannst, bist du klar im Vorteil. Du hast dann die Möglichkeit herauszufinden, welche Gründe für oder gegen eine Handlung sprechen und ob du dein Verhalten ändern willst oder nicht. Es lohnt sich sehr Körpersignale/ Somatischen Marker ernst zu nehmen und zu nutzen.

Das eigene Bauchgefühl, deinen Instinkt, deine somatischen Marker nicht ernst zu nehmen oder gar über Jahre hinweg zu ignorieren, ist ein Indiz für geringen Selbstwert. Ganz befreit von diesen Momenten geringen Selbstwertes ist wohl kein Mensch. Muss auch nicht. Solange wir wach und bewusst sind und diese Momente mitbekommen, können wir üben, uns selbst immer wieder aufzubauen und den „Selbstwert-Muskel“ zu trainieren (Stichwort Resilienz = Psychische Widerstandskraft).

Wenn du ein klares „Ja“ hast auf die Frage:

Willst du deinen Selbstwert-Muskel trainieren?

dann melde dich noch heute an zum Selbstwert-Charger Wochenende vom 06.-08.12.2019! +++ nur noch wenige freie Plätze +++

Eine Investition in DICH lohnt sich immer!

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Keep the flow

Keep the flow – im Fluss bleiben ist leichter gesagt als getan, wenns schmerzhaft wird, oder?

„Unterm Strich ist doch immer alles dabei“ – so eine weise Lehrerin und Freundin, von der ich viel lernen durfte. An Tagen wie dem heutigen, wo ich all die Erkenntnisse, Aha-Erlebnisse, gelösten Knoten und seelischen Quantensprünge, die ich im bisherigen Leben erfahren durfte, weder wirklich erinnern, noch irgendwie in mir spüren kann, kommt mir dieser Satz ins Gedächtnis.

„Alles auf null“

Du kennst das bestimmt. Manchmal ist „alles auf null“. Das Leben tut gerade weh, ist schwierig, scheint aussichtslos. Und all das Gelernte über Sinn und Zweck von Lebenslektionen, all die Erfolge und Etappensiege, alle Entwicklung hinein in mehr Reife und Gelassenheit machen sich mal eben unsichtbar, sind einfach nicht mehr abrufbar – weg. Dann fühlt sich einfach alles ungerecht an und doof und sowieso sinnlos. So geht`s mir gerade. Ich sitze inmitten bester Umstände, umgeben von aufmerksamen, zugewandten Menschen und doch – oder gerade wegen des malerischen settings? – ploppt sie hoch, die alte Wunde. BOOMMMM! Mit voller Wucht. Schmerz. Traurigkeit. Angst. Rasende Wut. Ein kreischendes inneres NEIN zu dem, was gerade vorgeht.

Glücklicherweise verfalle ich nicht sehr häufig in solche Zustände. Als langjährige Yogalehrerin höre ich dennoch hier und da das Kommentar, dass man als Yogi doch „da drüberstehen könne /müsse“. Irrtum! Glaubst du, dass irgendwer die natürlichen Tiefs im Leben dauerhaft umschiffen kann? Ich nicht. Manche tun so. Das sind mir die am wenigsten sympathischen Zeitgenossen – ehrlich gesagt.

Meditation hilft dir, im Fluss zu bleiben

Um mal beim Yoga zu bleiben: Meditation bedeutet eben nicht – wie häufig vermutet – die Abwesenheit von Gedanken. Meditation ist ein Zustand höchster entspannter Wachheit, die den kurzen Moment der Stille zwischen den Gedanken mühelos einfängt. Meditation beobachtet. Neutral und absichtslos. Die Lücke zwischen den Gedanken darf sich dehnen. Stille und Frieden breiten sich in dieser Lücke aus.

All dies fällt mir ein inmitten meiner emotionalen Misere, in der mein „Schmerzkörper“ ( mehr dazu bei Eckardt Tolle nachzulesen) Amok läuft. Und just in diesem Moment ändert sich was in mir. Ich fühle den Klumpen in der Magengrube, die zugeschnürte Kehle, die zurückgehaltenen Schreie, den verkrampften Nacken. Als mir bewusst wird, dass ich all das spüre, beginne ich, es zu beobachten. Eine Art Meditation beginnt. Zuerst noch im Widerstand, der gerade alles anders haben will. Dann immer absichtsloser, denn jetzt fällt mir auch wieder ein, dass Widerstand den Schmerz nur verstärkt. Ich gebe mich hin. Sage innerlich: „Nimm mich Schmerz! Ich lass jetzt los, so gut ich eben kann.“ Denn: unterm Strich ist immer alles dabei! Sonnenschein und Regenwetter, Hoch und Tief, Leichtigkeit und Schwere, etc. Also kann ich mich entscheiden, auch den dunklen Mist zu durchleben, weil ich mit Sicherheit weiß: es wird wieder hell. Das ist ein Naturgesetz.

Etwas in mir wird beweglicher, offener, würdevoller, als ich mir selbst erlaube, jetzt nicht alle Yoga-  und Coaching-Werkzeuge in Perfektion anzuwenden. Ich BIN einfach. Ich kann mir sogar vergeben, dass ich für den Moment nichts im Griff habe. Obwohl mein nicht Funktionieren manch einen in meiner Umgebung kolossal ankotzt. Und siehe da: am Ende hab ich wieder ein sanftes JA zu mir selbst. Darin ist selbst der Schmerz willkommen.

Praxis-Tipp – Meditation: „Offen bleiben, auch wenn es weh tut…“

  • mach dir ein längeres Musikstück an, das dich emotional berührt (am besten was langsames, ruhiges, gern nur instrumental)
  • stell dich aufrecht hin, entspanne Kiefer und Gesicht und breite die Arme aus, als wolltest du jemand willkommen heißen
  • schließe die Augen und gehe mindestens über die Länge der Musik oder länger mit ausgebreiteten Armen in eine Meditation im Stehen
  • heiße alles, was jetzt mental und emotional auftaucht, durch die Geste deiner Arme willkommen – egal ob es dir gefällt oder nicht
  • irgendwann beginnen die Arme, schwer zu werden oder sogar zu schmerzen. Bleibe in der Haltung!
  • Spüre im Körper die Bereitschaft, das Leben wirklich willkommen zu heißen ( das ist etwas anderes, als es sich nur mental vorzunehmen!)… bleibe offen auch wenn es weh tut

Weit mehr als einmal durfte ich bei mir und Anderen erfahren, dass es heilsam ist und unsere Würde stärkt, wenn wir etwas Schmerzhaftes durchleben, ohne anderen die Schuld an unserem Leiden zu geben. Unterm Strich ist immer alles dabei. Auch Leidvolles. Das geht uns allen so. Also: stay tuned, keep the flow and forget the drama.

Genieß den Herbst!

Herzlich



Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen und bin damit einverstanden.

Glück …Betrachtung eines simplen Mysteriums und der Weg mitten rein

Glück

… ist das, wonach wir alle suchen – oft am falschen Ort (im Außen/ Anderen, in Materie etc.)

… ist das Motiv hinter allem, was wir tun – wenn wir nicht voll wach und klar sind, erhoffen wir uns von den seltsamsten bis abartigsten Dingen Glückserfüllung (Stichwort Sucht).

… lässt sich nicht festhalten – ein Teil davon hat mit Gnade zu tun.

… braucht nicht viel – es ist ein Mosaik aus vielen kleinen (oft stillen) Freuden.

… hat mit mutiger Lust am Leben zu tun, die ALL den düsteren Dreck, den wir gern unter den Teppich kehren, mit umarmt

… ist nichts für notorische Nörgler, denn es fordert Eigenverantwortung – Drama ist auf Dauer echt langweilig.

…vermehrt sich, wo es verschenkt wird.

…ereignet sich, wenn du dich selbst in deinem Gegenüber erkennst.

ist dein Geburtsrecht – hat schon Yogi Bhajan gesagt und, Leute: er hat recht.

ist deine Pflicht – hat der gute alte Veit gesagt. Denk mal drüber nach. Hier gehört Demut zu.

 

Ich wette, spätestens jetzt bist du neugierig auf den Weg, der mitten rein führt ins Glück?

Kann es sowas wirklich geben?! Ja! Wie gesagt, wir haben es mit einem simplen Mysterium zu tun. Mysteriös wird dir vielleicht bleiben, wie der Weg so einfach sein kann. Die tiefsten Wahrheiten lassen sich eben nicht oder nur schwer in Worte fassen. Sind aber erfahrbar, wenn du wach bist.

Nun ganz schlicht zum simplen Teil des Ganzen: Glück ist eine bewusste Entscheidung!

So einfach.

Löse dich von dem Irrtum, Glück sei ein äußerer Umstand, auf den du hinarbeiten kannst, wenn du nur genug schuftest, meditierst oder Ratgeberbücher liest.

Löse dich von der Vorstellung, Glück sei ein emotionaler Zustand, den du genießen kannst, wenn im Außen alles läuft und deine Mitmenschen so funktionieren wie du es gern hättest.

Lebe jeden Tag ein bisschen mehr in die Wirklichkeit hinein, dass DEIN Glück DEINE bewusste Entscheidung ist.

Ganz konkret kannst du so anfangen mit dem bewussten Glücklichsein:

  • Halte morgens nach dem Aufwachen inne und entscheide dich, glücklich darüber zu sein, dass du ein Dach über dem Kopf hast, Schlaf finden konntest, einen Körper hast, der dir so viel Leben ermöglicht, …
  • Kau jeden Bissen deiner Nahrung doppelt so oft wie gewohnt
  • Gib jedem Tag mindestens einem Menschen (auch dir) eine laut ausgesprochene Wertschätzung
  • Verabschiede dich in Würde von den notorischen Nörglern in deinem Umfeld bzw. sag Ihnen endlich, dass sie nerven und umgib dich mehr und mehr mit Leuten, die bemüht sind, mit sich im Reinen zu sein. Sei dir das selbst wert.
  • ….

Die Liste ließe sich noch eine Weile verlängern. Doch es soll hier einfach bleiben. Gern kannst du deine Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem simplen Mysterium Glück im Kommentarfeld unten teilen.

Eine supergute Praxis, um deine Entscheidungskraft Richtung Glück zu stärken, ist übrigens YOGA. Wenn du noch tiefer ins Glück-Kreieren einsteigen willst, empfehle ich allen Frauen hier mein COACHING für mehr gelebte Weiblichkeit. Komm gern vorbei und probiers aus!

Zum Schluss will ich dir richtig Lust machen auf gute Leute, die das Leben, die Erde und sich selbst genug lieben, um sich bewusst für Glück zu entscheiden. Leute, die deine Sprache sprechen. In deren Gesellschaft du dich zu Hause fühlst. Menschen, die deine Seele nähren.

Ein für mich sehr eindrückliches Erlebnis mit meinem „Stamm“ waren die diesjährigen „Summer Celebrations“ des Human Trust (https://humantrust.com/; https://homodea.com/) im Allgäu.

DANKE ihr „Trusties“ – es war unvergesslich!

von Herzen

Jetzt du – Frau!

Wir leben in einer polaren Welt (Tag – Nacht, Himmel – Erde, hell – dunkel, oben – unten, innen – außen etc.).

Da, wo sich die Pole bewusst und wohlwollend aufeinander zubewegen und berühren, kann Frieden und Schönheit entstehen – ja sogar neues Leben:

  • die magische Atmosphäre, wenn sich bei Sonnenauf- und -untergang Tag und Nacht berühren
  • das Wohlgefühl, z.B. im Yoga, wenn wir bewusst erfahren wie sich in der Körpermitte (Hara) die Kräfte von Himmel und Erde berühren
  • die Ekstase in der Vereinigung von Mann und Frau

Dieser Tage wird in der Welt überdeutlich sichtbar, dass sich die Menschen zu lang und zu viel auf nur einen Pol des Spektrums fokussiert haben: das Außen, das Streben nach noch mehr Besitz, das „höher, schneller, weiter“ (alles Yang-Qualitäten). Was uns fehlt ist eine gewisse Langsamkeit, Tiefe, Innehalten (alles Yin-Qualitäten). Yang beinhaltet   das männliche Prinzip, Yin das weibliche. Rund wird’s erst, wenn beides zu gleichen Teilen sein darf!

Es ist kein Zufall, dass die Anfrage in Internet-Suchmaschinen* (*wie wär’s, ECOSIA  – //www.ecosia.orgstatt GOOGLE zu benutzen?!) zum Stichwort „Weiblichkeit“ weit über 3 Mio. Treffer ausspuckt. Viele Frauen – und auch Männer – halten den Überhang an Yang einfach nicht mehr aus. In einer anderen Nomenklatur ausgedrückt: die immer noch und wieder extrem patriarchalen Strukturen im Gefüge der Welt navigieren die Menschheit immer mehr in Zerstörung und Chaos (Auswirkungen des Klimawandels, globale Krisenherde, Verrohung der Gesellschaft). Macht/ Geld und Angst regieren. Die Seele schreit nach Besinnung und Kurskorrektur. Sie hungert nach Wahrheit und Liebe!

Ich bin überzeugt, es braucht die verschütteten Instinkte der Frauen, eine weibliche Führungsqualität, ein wohlwollendes Miteinander der Geschlechter, um zurückzufinden in lebenserhaltende, sinnhafte Formen der Gemeinschaft unter Menschen und mit der Natur. Wir Frauen sind JETZT in der Verantwortung, nicht mehr mit dem zurückzuhalten, was wir tief in unserem Inneren wissen.

JETZT du – Frau! Versammle dich mit anderen Frauen, nähre dich und andere im Kreis deiner Schwestern und räume hier alle Zweifel an deiner Wahrheit aus dem Weg (https://www.yoco-limburg.de/event/1469/) Erhebe deine Stimme und dann: handle! Auch wenn es unbequem wird. Für Wahrheit und Liebe. In deiner Partnerschaft und deinen Beziehungen, in deinem klaren NEIN! zu allem, was deine Würde und deine Werte verrät. Das ist die Stellschraube, an der du überaus mächtig (im besten Sinne des Wortes) sein kannst. Es ist an der Zeit, die Power, die wir Frauen uns über Jahrhunderte haben wegnehmen lassen, als friedvolle Kriegerinnen heimzuholen. Du bist wichtig! Jetzt Du – Frau!

Am 15.08. startet bis November die 14 tätgige Frauen-Oase

Alle Infos hier:

https://www.yoco-limburg.de/event/1469/

 

 

 

 

Hara – die Mitte des Menschen

„…Weder der Kopf noch das Herz sind das Wichtigste. Die Männer haben die Bedeutung des Kopfes überschätzt und die Frauen haben die Bedeutung des Herzens überschätzt. Der wichtigste Punkt im Körper eines Menschen ist der Nabel.“

So schreibt der indische Philosoph und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung Osho † in seinem „Hara Buch – Zurück zur Quelle der Lebenskraft“, Innenwelt-Verlag 2009.

Wie ist das bei dir?

Ich persönlich bin ziemlich schnell angenervt von allem, was an der Oberfläche bleibt, nüchtern, flach und mittelmäßig ist. Und anders herum: wenn‘s zuuuu herzerweichend wird, zu weichgespült und abgehoben, kann ich auch nicht mitgehen.

Ich brauche die gesunde Mitte.

Denn: Ich möchte mein Leben tief und weit gestalten! Wenn ich sterbe, will ich in Demut auf erfüllte Jahre zurückblicken mit dem Gefühl, in Achtsamkeit das Beste aus mir heraus geholt zu haben und mich der Welt – v.a. meinen Liebsten – rückhaltlos geschenkt zu haben. Niederlagen und Scheitern eingeschlossen. Lange dachte ich, Meisterschaft des Lebens ereignet sich durch Verstehen, Wissen und Transzendieren der materiellen Welt. Alles Körperliche sei zweitrangig – so dachte ich.

Heute weiß ich: erst wenn ich meinen Körper ehrlich, achtsam und gleichsam radikal (im Sinne von „von der Wurzel her“) bewohne, hat all das Wissen einen Raum, durch den es zum Ausdruck kommen kann. EMBODIMENT wird das genannt. Der Dreh- und Angelpunkt dafür ist das HARA (japanisch = Bauch). Die alten Heil- und Kampfkünste, v.a. die ZEN-Tradition und alte Yogaschriften beschreiben es.

·       die „innere Mitte“, die alle suchen, ist ein ORT IM KÖPRER!

·       Präsenz und damit „pralles Leben im HIER & JETZT“ geht nur IM und MIT dem KÖRPER!

·       Vertrauen, Sicherheit, Würde und Kraft sind keine bloßen mentalen Konstrukte,

         sondern brauchen ein körperliches Fundament!


Verschiedene Namen – eine Wahrheit

ZEN-Experte Karlfried Graf Dürkheim † schrieb in seinem Buch „HARA – Die Erdmitte des Menschen“, Otto Wilhelm Barth Verlag, 1991:

„Ein ganzer Menschen zu werden ohne Hara, ohne Gewinnung der leibseelischen Mitte ist nicht möglich.“

Hier kannst du eine Demonstration von ihm sehen, wie HARA die Lebenskraft aktiviert:

Im Hara berühren sich die Kräfte von Himmel und Erde! Insofern ist die Qualität dieses Ortes körperlich und nicht körperlich zugleich. Es ist ein existentieller Ort, der die Geheimnisse und Wucht von Leben und Tod birgt.

Osho spricht vom Nabel, Dürckheim vom Hara, Rachael Jayne Groover vom womb space: alle meinen die gleiche mächtige Kraft, die kaum beschrieben, sondern nur über den Körper erfahren werden kann.

Rachael Jayne Groover, meine Mentorin in „weiblicher Präsenz“ in ihrem TEDx Talk über embodiment:

Diese Kraft hat mein Leben verändert:

Meine Yoga-Praxis, meine Beziehung zu mir und anderen Menschen, meine Arbeit – mein ganzes Im-Leben-stehen haben sich grundlegend stabilisiert, geklärt und sind heiterer geworden. Mein Herz lernt durch den Bauch immer mehr zu vertrauen und ist friedlicher geworden. Ich möchte sagen: die Seele heilt durch Präsenz im HARA/NABEL/BECKENHERZ.


Osho beschreibt dies in einem wunderschönen Bild:

„ Die Wurzeln der Pflanzen liegen in der Erde. Die Wurzeln des Menschen liegen in der Seele. Aber weder ist der Kopf noch das Herz die Stelle, von wo aus der Mensch mit seiner Lebensenergie verbunden ist – ……“ Der Nabel ist wie die Wurzeln der Pflanze. Daraus entwickeln sich die Zweige von Herz und Verstand. „…an ihnen dann entfalten sich die Blüten. Die Blüten der Erkenntnis entfalten sich im Verstand; die Blüten der Liebe entfalten sich im Herzen. Diese Blüten aber sind es, die uns anlocken, und dann halten wir sie für alles“. Weil die Wurzeln, der Ort, aus dem alles hervorgeht, unsichtbar in uns verborgen liegt.

Das wichtigste Erfahrungsinstrument des Menschen ist und bleibt der Körper.

Ich lade dich herzlich ein, heim zu kommen in deine Mitte. Für mich sind Yoga und das Kutlivieren von weiblicher Präsenz der beste Weg dorthin. Magst du mit mir weitergehen?

von Herzen


Hier kannst du einen weiteren spannenden Artikel zum Hara, zur Quelle des Lebens lesen.

Und damit du Körper, Geist und Seele regelmäßig erinnern kannst an das Schöne, Wahre und Gute, bestell meine kostenlosen Inspirationen bequem in dein Email-Postfach:

 

 

HEIMAT – die Formel und die Ressource des Monats

Heimat…. ein großes Wort.

In Zeiten von Globalisierung, maximaler Mobilität und gigantischen Flüchtlingsströmen schwierig zu fassen.

Was bedeutet Heimat für dich?

Was bedeutet es für dein Leben, Heimat zu haben, oder eben nicht?

Wie kannst du dir und deinen Liebsten aktiv ein Gefühl von Heimat geben?

Für mich geht es bei der Antwort auf diese Fragen mehr um innere Qualitäten als die örtlichen Gegebenheiten. Auf eine ganz kurze Formel reduziert:

Heimat = Werte

Du fühlst dich angekommen, zu Hause, in Sicherheit, verbunden, geborgen, heimisch, wenn:

  • sich dein innerer Werte-Kanon im Außen widerspiegelt
  • du von Menschen umgeben bist, denen wichtig ist, was dir wichtig ist (Familie, PartnerIn, Freunde)
  • eine große Übereinstimmung herrscht im ungeschriebenen Verhaltenskodex der Menschen an den Orten, an denen du dich bewegst

Eines der Grundbedürfnisse des Menschen besteht in dem Wunsch, dazu zu gehören. Verbundenheit mit anderen erzeugt das Gefühl: „Ich bin richtig!“, „Ich darf (so) sein!“

Gemeinsame Werte schaffen Verbundenheit. Die (innere) Isolation und Orientierungslosigkeit, die Heimatlosigkeit vieler Menschen ist in meinen Augen ein Symptom eines grassierenden Werte-Verfalls. Die Konsumgesellschaft hat sich verirrt im Verwechseln der inneren Werte mit den äußeren.

Um Integrität auszustrahlen und kraftvoll und zufrieden leben zu können, müssen wir wissen, was unsere Werte sind. Wenn ich dir heute auf der Straße begegnen und dich fragen würde:  Was sind dir die 8 wichtigsten Werte im Zusammenleben oder – arbeiten mit anderen Menschen?“ Könntest du mir antworten und deine Werte klar benennen??!? Nein?

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Dann möchte ich dich auffordern: Setz dich hin mit Papier und Stift und schreibe sie auf, deine 8 wichtigsten Werte! Frage dich, wo du sie selbst einlöst und wo du sie vielleicht zu sehr von anderen als Bringschuld erwartest. Sei ehrlich mit dir und probier´ aus, wie sich dein Gefühl von Heimat am Arbeitsplatz, in der Familie, in deiner Stadt dazu verhält.

Seit Jahren ist meine Beobachtung: die Menschen, die ganz klar ihre Werte kennen und diese als zeitlos menschliche Tugenden verkörpern – fühlen sich überall zu Hause! An nahezu jedem Fleckchen Erde. Vor allem aber in sich selbst! Was für eine Freiheit. Eine Freiheit, die wiederum wenig mit äußeren Grenzen, als mit einer inneren, konsequent eingerahmten Haltung zu tun hat.

 

Und hier die Ressource des Monats:

„Freiheit braucht Grenzen“

Intensiv- Wochenend- Workshop für Frauen, die ihren Wertekanon klären und befreiendes Zu-Hause-sein-in-sich kultivieren wollen:

https://www.yoco-limburg.de/event/vom-alltagsfrust-zur-lebenslust-die-kunst-der-weiblichen-praesenz-25/

+++wenn du dich mit einer Freundin oder Verwandten zusammen anmeldest, spart ihr beide 20 €!+++

 

 

Herzlichst

 

 

Off the mat – into the world

Yoga jenseits der Übungsmatte

„Off the mat – into the world“ ist eine inzwischen internationale Bewegung, die Werte des Yogasystems in die Gesellschaft und das tägliche Leben zu holen.

Der wöchentliche Yoga-Kurs ist für viele eine Art rettender Anker, um dem Stress der modernen Zeit einen wirksamen Ruhe – Pol entgegenzusetzen.

Off the mat - into the world

In den Yogakursen geht es meist um Hatha-Yoga (= Yoga der Körperarbeit). Hier lernen wir mit achtsamem Fokus im Hier und Jetzt, den eigenen Körper bewusst zu bewohnen und auszubalancieren. Der Geist kommt zur Ruhe und wir fühlen uns geerdet, angebunden und ausgeglichen.

Rückengesundheit, allgemeine Kräftigung und Beweglichkeit, bessere Schlafqualität, mehr Gelassenheit und geistige Klarheit sind wunderbare Ergebnisse einer regelmäßigen Yoga-Praxis.

(Hier kannst du dir einen Überblick verschaffen über verschiedene Übungsstile)

Doch die Wirksamkeit des Yoga im weiteren Sinne geht weit über die Übungsmatte hinaus.

Wer ernsthaft und längerfristig beim Yoga bleibt, wird automatisch auch mit anderen Yoga-Wegen in Berührung kommen:

  • Jnana Yoga (Yoga des Wissens / Wer bin ich?)
  • Kundalini Yoga (Yoga der Energie)
  • Raja Yoga (Yoga der Meditation / Herrschaft über den Geist)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe)
  • Nada Yoga (Yoga des Klangs)

Die Beschäftigung mit den vielfältigen Aspekten des Yoga nährt ein Feuer im Menschen, das für Wahrheit, Güte und Schönheit im Innen und Außen brennt. Wie diese zu erreichen sind, beschrieb der große Yogameister Patanjali vor ca. 2000 Jahren im berühmten Yoga-Sutra (Yoga-Leitfaden):

Die Acht Stufen des Yoga

  1. Yama – zwischenmenschliche Ethik, „Wie gehe ich mit der Welt um?“
  2. Niyama – persönliche Lebensführung, „Wie gehe ich mit mir um?“
  3. Asana– Körperhaltung, Stellung im Hatha-Yoga
  4. Pranayama – Atemübungen, Kontrolle der Lebensenergie
  5. Pratyahara – Entspannung, Rückzug der Sinne vom Außen
  6. Dharana – Konzentration
  7. Dhyana – Meditation
  8. Samadhi – Überbewusstsein

Die 8. Stufe erreichen sicher die Wenigsten. Dennoch ist es heilsam für unsere Erde und ihre Bewohner, wenn sich Viele auf den anderen Stufen üben. Dass die Yoga-Schulen rund um den Globus boomen, macht also Hoffnung!

„Ein Yogi ist wie ein Gärtner,

der einen Ort immer etwas freundlicher und schöner hinterlässt,

als er ihn vorgefunden hat“

– David Swenson –

Immer mehr Organisationen und auch Unternehmen nutzen die uralten Techniken von Yoga und Meditation, um ganz praktische Projekte (von Musik, über Sozialarbeit, bis Unternehmensführung) umzusetzen – immer mit einem gemeinsamen Ziel: die Welt ein bisschen gerechter, liebevoller, schöner zu gestalten.

Einige inspirierende Off-the-mat-into-the-world-Beispiele:

https://www.emptyhandsmusic.org/

https://www.karmakonsum.de/

https://mindfulleader.net/

http://www.offthematintotheworld.org/

http://shantigeneration.com/

https://www.yogitea.com/de/

http://yumig.de/

Ich bin überzeugt, du und ich haben es in der Hand, in unserem täglichen Wirken einen positiven Off-the-mat-Beitrag zu leisten. Durch die Worte, die wir wählen und die Entscheidungen, die wir treffen. Diese Haltung ist allen Yogis gemeinsam: „Love will rise again! Yeah it’s rising right now….“

May all beings, in all worlds be happy and free!

Namasté

… ganz im Gegenteil – Reset für Körper, Geist und Seele / Praxis-Tipp

Reset= Zurücksetzen in den definierten Anfangszustand

Viele Menschen nutzen das Fasten, gerade jetzt in der vorösterlichen Zeit, um körperlich und auch mental ein Reset zu erleben. Das hat seinen Grund. Der beginnende Frühling, das Aufbrechen des neuen Lebens in der Natur fordern förmlich dazu auf, die neue Jahreszeit gereinigt, aufgeräumt, erfrischt und klar willkommen zu heißen.

Normalerweise essen wir jeden Tag – beim Fasten tun wir das Gegenteil. Normalerweise haben wir unsere gewohnheitsmäßigen Routinen: im Tagesverlauf, auf der Arbeit, beim Einkauf, bei der Körperpflege, in der Kommunikation mit Freunden und Familie, beim Sex, im Reagieren auf Erfreuliches oder Ärgerliches…

Was, wenn du dir einfach mal achtsam das Gegenteil erlaubst?

Irgendwas wirst du opfern müssen aus der öden Wiederholungsschleife deines Alltags, um dich in den definierten Anfangszustand von Balance zurückzuversetzen, den die Natur für dich vorgesehen hat. Das mag Überwindung kosten und sich nach Opfer anfühlen, wird aber in der Regel belohnt.

Ich wette, es wird auf jeden Fall deine Sinne schärfen und dich dem Sog der „Frühjahrsmüdigkeit“ entreißen. Ob die „Frühjahrsmüdigkeit“ wohl als sanfter Arschtritt der Natur gemeint ist, uns daran zu erinnern, endlich mal wieder unsere Routinen zu unterbrechen? Ich halte das für wahrscheinlich.

Quelle: www.zeitblüten.de

 

 

Alles in der Natur strebt nach Balance. Alles hat seinen Rhythmus. Wir rennen oft in die immer gleiche Richtung und erhöhen lieber nochmal das Tempo als uns einzugestehen, dass wir vielleicht mal einen anderen Weg einschlagen sollten. Folgen wir doch einfach dem Vorbild von Mutter Natur und gönnen uns jetzt zu Frühlingsanfang ein Reset all dessen, was zu viel zu lang in eine Richtung gelaufen ist:

Das Zuviel an Essen, Alkohol, Medien, sinnlosem Konsum, belanglosem Plappern hier, lähmendem Schweigen dort, Bequemlichkeit, Projektion, Hektik, langweiligen Beziehungen…

 

Im Yoga wirkt übrigens das gleiche Prinzip: bewusster Wechsel zwischen Gegensätzen mit dem Ergenis der Balance: Anspannen und Entspannen, Einatmen und Ausatmen, Yin und Yang, Vorwärtsbeugen und Rückbeugen, Streckung und Kompression…

 

Mein Reset-Praxis-Tipp: simpel und wirksam

  • Gewöhnlich arbeitest du viel? – verbringe untätige Stunden auf dem Sofa und in der Badewanne*
  • Gewöhnlich kochst du nicht selbst? – zaubere dir ein drei-Gänge-Menü und nimm dir viel Zeit, es zu verspeisen*
  • Bist du gewöhnlich ständig unter Leuten? – gönne dir Alleine-Zeit*
  • Sitzt du oft den ganzen Tag am PC? – geh wandern oder mach ´ne Radtour*
  • Hast du gewöhnlich den Part derjenigen/ desjenigen, die/der verführt wird? – Verführe selbst*
  • Hältst du normalerweise bei Streit deine Klappe und schluckst? – Hau‘ auf den Tisch*
  • Hast du dich daran gewöhnt, streng und unbarmherzig mit dir selbst umzugehen? – Schenke dir Blumen, schreibe dir selbst einen Liebesbrief und feiere, was du bisher in deinem Leben geschafft hast*

Du kriegst den Punkt, oder?

*auch das Gegenteil ist heilsam ;o):  bist du ständig allein – geh unter Leute; hast du dich viel um dich selbst gekümmert – kümmere dich um andere; hast du Routine im „Auf den Tisch hauen“ – halt beim nächsten Streit die Klappe etc.

Du wirst wacher und ausbalancierter sein. Zu deinen natürlichen Gleichgewicht zurückfinden.

Übrigens: Wir alle mögen uns jeden Tag im Jahr ein kleines Reset gönnen, indem wir am Abend das Gegenteil dessen tun, was die meiste Zeit unseres Tages ausgefüllt hat.

 

Eine frohe, erfrischende Osterzeit wünsche ich dir!

 

 

 

Kein Bock auf Drama?!

„Ich hab‘ einfach keinen Bock mehr auf Drama!“

dies waren die herzerfrischenden Worte einer Teilnehmerin meines aktuellen Königinnen-Coachings (https://www.yoco-limburg.de/coaching-limburg/).

Ihre gesamte Mimik und Körpersprache transportierte dabei: Abenteuerlust – Neugier – Bereitschaft, sich WIRKLICH einzulassen – wilde Power – ursprüngliche Weiblichkeit – einzigartige Schönheit und eine Souveränität, die uns anderen Königinnen in der Runde einen nachhaltigen Flash bescherte.

Ein wahrhaft göttlicher Moment. Dafür LIEBE ich meine Arbeit!

Der Witz ist: diesem Augenblick des prallen Lebens, der unerschütterlichen Potenz und glasklarer Präsenz ging einer der zartesten, verletzlichsten, „Ich zeige mich so wie ich bin!“-Momente voraus, denen sich ein Mensch stellen kann.

Und Bomm! Da war es wieder: dieses Gefühl von Demut. Vor der Tiefe der weiblichen Natur. Dieses Staunen, dass die Wahrheit des Lebens sich v.a. im Paradox erfahren lässt.

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Paradox erscheint auch der Buchtitel der US-amerikanischen Professorin für Sozialforschung Brené Brown „Verletzlichkeit macht stark“. (Ein Interview dazu unter:  https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/verletzlichkeit-ist-der-schluessel-zu-allem-86367). Zufällig (?) lag dieses Buch auf dem Tisch als der denkwürdige Satz: „Ich hab‘ einfach keinen Bock mehr auf Drama!“ gesprochen wurde.

Und mir fiel es wie Schuppen von den Augen: Drama entsteht echt immer dann, wenn ich mich weigere, verletzlich zu sein.

Rückblickend auf meine 30er Jahre würde ich mich durchaus als „Drama-Queen“ bezeichnen. Ich wollte (zumindest in Teilen) sein wie ich nicht war. Ich verwandt einen Riesenhaufen Energie darauf, meine Mängel und Defizite auszumerzen, um nicht mehr angreifbar zu sein. Das war Drama-Dünger…

Drama ist ein Geschehen des Ego, das haben will (recht, Macht, Geld, Kontrolle,…).

Verletzlichkeit ist ein Geschehen des Selbst, das sein will (echt, in Liebe, in Fülle, im Fluss,…).

Nachdem ich in vielen kleinen Schritten, meinen Mut-Muskel in Sachen Verletzlichkeit zulassen trainiert habe, mögen mich zwar nicht mehr alle alle alle meiner Mitmenschen. Für diejenigen, die mich trotz (oder gar wegen?) meiner nicht mehr versteckten Verletzlichkeit mögen, inszeniere ich dafür weitaus weniger Drama. Da sind viel mehr Freundlichkeit und Humor mir selbst und anderen gegenüber. Ich bin belastbarer, weil ich meine Energie nicht mehr mit Verbiegerei vergeude. Ich kann mich besser abgrenzen. Auch wenn sich verletzlich Sein immer noch mitunter anfühlt wie nackt vor einer Menschenmenge Yoga machen oder Fallschirmsprung ohne Fallschirm, kann ich sagen: das Ja zu meiner Verletzlichkeit hat mich stärker gemacht.

Den gleichen paradoxen Effekt beobachte ich immer wieder in meinen Frauen-Coachings: zu Beginn kommen viele Frauen, weil sie wirklich gesehen werden wollen. Weil sie gehört werden wollen. Gleichzeitig haben sie Angst, sich zu zeigen. Ihre Stimme zu erheben. Ausgeliefert zu sein. Verletzlich zu werden. Und da haben wir’s wieder, das Paradox.

Drama-Queen
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An dieser Stelle hilft nur eins: Mut zur Verletzlichkeit! Springen ohne Fallschirm. Nackt-Yoga vor einer Menschenmenge – im festen Glauben an mich selbst und meinen Wert – egal was die anderen da draußen denken.

Die Schwester dieses Mutes ist Vertrauen. Vertrauen, dass das Leben meinen Mut am Ende belohnen und mich weich landen lassen wird. Schließlich braucht es noch Stille.

Damit du die im alltäglichen Funktionieren schall-gedämpften Schreie der mutigen Amazone in dir hören kannst, damit du das tief in Mutter Erde und Vater Himmel  geankerte Vertrauen in dieses Wunder Leben spüren kannst – werde still. Jeden Tag eine kleine Weile.

Und dann: Scheiß auf das Drama und geh deinen Weg!

Verletzlich, mutig, vertrauend – WACH.

AHO!

KRÜLEPA!

Klar könnte ich jetzt hier die wichtigsten Tipps auflisten, was jede/r Einzelne gegen den Klimawandel tun kann (Bus/ Bahn bzw. Fahrrad anstatt Auto, Ökostromanbieter, Einkauf im Bioladen, auf Fleisch verzichten etc…)

Jedoch: wir sind an einem Punkt angelangt, wo nett aufbereitete Öko-Tipps nicht mehr ausreichen.

Was wir jetzt brauchen ist ein RADIKALER BEWUSSTSEINsWANDEL!

Duden: Definition von radikal

von Grund aus erfolgend, ganz und gar; vollständig, gründlich

die Wurzel betreffend

(um die politischen Bedeutungen des Wortes geht es hier NICHT)

 

Ich habe nur einen einzigen TIPP zum Klimaschutz!

Hört auf, sinnlos zu konsumieren, Leute!

Schützt Mutter Erde radikal: ganz und gar, an der Wurzel ansetzend, entschlossen, unbeirrbar!

Die Wurzel allen Umwelt-Übels ist die Konsumgier der Menschheit. Schluss damit!

Mensch, suche dein Glück nicht im Außen, sondern entdecke deine inneren Schätze, die schon jetzt nur darauf warten, endlich von dir wahrgenommen zu werden.

Gandhi formulierte: „Die Erde hat genug für die Bedürfnisse aller Menschen, nicht aber für die Gier aller Menschen.“

 

Schon als Kind tat es mir in der Seele weh, wenn ich zusehen musste, wie ein Baum gefällt oder Tiere in Massentierhaltung gequält wurden. Wenn ölverschmierte Seevögel zu hunderten an irgendwelchen Stränden verendeten, als mich die Tschernobyl-Wolke zweifeln ließ, ob die Erde wohl noch bewohnbar sei, wenn ich das Alter meiner Oma erreicht hätte.

Man sagt das so dahin „es tat mir in der Seele weh“… aber echt: für die ca. 8-bis heute 44-jährige Elisabeth sind da wirkliche Verzweiflung, Ohnmacht, Wut, ein klares inneres „so ist es nicht richtig“, ihr Menschen: seid ihr denn von allen guten Geistern verlassen?!?!?! Mein Berufswunsch als junge Erwachsene: Greenpeace-Aktivistin… (nun Yogalehrerin ist ähnlich ;o)

Chapeau, Greta Thunberg! Sie steht auf, verleiht ihrer Panik und Wut Ausdruck und ermutigt andere Kinder und Jugendliche das gleiche zu tun:  https://fridaysforfuture.de/

Als ich heute in Dortmund einen selbstverständlich biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee genoss, fiel mein Blick auf ein Banner an der Tür: „für eine enkelfreundliche Zukunft“.

Wir haben nicht das Recht, diese unbeschreibliche Schönheit und Weisheit der Natur zur verprassen und unseren Kindern und Enkeln wegzunehmen!

Und was bedeutet jetzt KRÜLEPA?

Kreatives-Überlebens-Paket: witzige Wortkreation einer befreundeten Künstlerin, die in ganz anderem Kontext enstand.

Ich wünsch mir „KRÜLEPA“ als Losungswort in unser aller Hirn und Herz verankert, um kreativ und radikal andere Wege zu gehen –

aus LIEBE zu unserem schönen Stern namens Erde!

Wie wär’s zum Beispiel mit regelmäßigen Klamottentauschparties unter Freunden, um ab und zu den Kleiderschrank zu verjüngen?

Zu Weihnachten ein Familienbesuch im Musical statt bergeweise Verpackungsmüll und Elektronik-Schnickschnack…?

Was sind deine KRÜLEPA-Ideen? Hinterlasse sie gern im Kommentar-Feld.

Und nun doch noch ein paar Tipps zum Klimaschutz ;o)

Klimaschutz: 15 Tipps gegen den Klimawandel, die jeder kann

Erdenhüter aller Länder, Städte und Dörfer verweigert die Zerstörung!