Ja – nein – vielleicht: Entscheidungstraining

Sicherlich kennst du das nervige Gerangel im Kopf: Ja? Nein??? Vielleicht??? Es kostet Energie, Zeit und lÀsst dein Umfeld im Unklaren, wie es mit dir umgehen soll.

Immer wieder beobachte ich andere Menschen und auch mich selbst dabei, wie der Mund ein zĂ€hneknirschendes “Ja“ ausspuckt, aber Herz, Bauch, der Unangepasste Teil in uns oder was auch immer „Nein“ ruft. Diese Diskrepanz ist bei genauem Hinsehen und Hinhören spĂŒrbar. Gleichzeitig sind wir alle so sehr an dieses weit verbreitete Selbst-Sabotage-Muster gewöhnt, dass wir die Störsignale ignorieren. Es wĂ€re unbequem, sie zu beachten. Es wĂ€re vielleicht sogar riskant, „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen. Wir befĂŒrchten Ablehnung. Und diese Angst ist mĂ€chtig, denn sie entspringt dem tiefsitzenden BedĂŒrfnis eines jeden Menschen: ich will dazugehören! Dasselbe Muster greift natĂŒrlich auch, wenn wir „Nein“ sagen, aber eigentlich „Ja“ meinen (das kennt Frau vielleicht, wenn sie nach einem Streit mit dem Partner schmollt und unnahbar tut, wenn er auf sie zugeht, obwohl sie sich genau das wĂŒnschst ;o)
 hhhmmm? Schon mal erlebt?)

Aus diesem Gerangel zwischen gefĂŒhlten „Ja“ und kommuniziertem „Nein“ – oder umgekehrt – wird dann dieses völlig fruchtlose, fade „vielleicht“. Das „Jein“ drĂŒckt sich aus. Auch wenn du „ja“ oder „nein“ sagst, es aber nicht verkörperst. UnterschĂ€tze nie die Aussagekraft deiner Körpersprache und Mimik. Sie transportiert EINDEUTIG, ob du wirklich das meinst, was du sagst. Eindeutigkeit in deinem Statement erfordert zwar Mut, erzeugt in dir, zur Belohnung quasi, aber auch ein GefĂŒhl von „Kongruenz“ (=Übereinstimmung, Stimmigkeit). Dieser Zustand ist gesund, beruhigt das Nervensystem und fĂŒhlt sich einfach richtig und gut an.

Es stimmt schlichtweg oft nicht, dass du die eindeutige Antwort nicht weißt, dass du dich nicht entscheiden kannst. Du hast nur gelernt, dass der Verstand dem GefĂŒhl ĂŒbergeordnet ist. Das GefĂŒhl, oder sagen wir besser dein Instinkt, baut sich blitzschnell aus dem Datensatz deines Unterbewusstseins auf. Unser Unterbewusstsein (80 % unserer Entscheidungs-Ressourcen) ist da viel schneller als der Verstand. Der Verstand (20% unserer Entscheidungs-Ressourcen) fĂ€ngt dann um einige Sekunden verzögert mit dem Bauch das Diskutieren an. Und gewinnt (bei Erwachsenen) meistens.

Ein „vielleicht“ resultiert also daraus, dass der Kopf was anderes sagt als der Bauch oder das Herz. Selbst wenn der Verstand (Kopf) sein statement abgegeben hat, bleibt das abweichende GefĂŒhl (Körper). Nur wenn sich Kopf und Bauch einig sind, kannst du ein klares Ja oder ein klares Nein verkörpern und vertreten. Wenn du ein „vielleicht“ zu vertreten versuchst, wirkt das bei ehrlichem Hinschauen mĂŒhevoll, nicht ĂŒberzeugend und trist und fĂŒhlt sich fĂŒr dich selbst nicht gut an.

So wie du gelernt hast, der Stimme des Verstandes mehr Gewicht zu geben, genauso kannst du lernen, wieder mehr auf deinen Instinkt zu achten. Du kannst lernen, mehr aus dem Bauch als aus dem Kopf zu leben bzw. den Dauerstreit zwischen beiden achtsam beizulegen.

Wie kannst du das lernen? Achte auf deine somatischen Marker

Negative somatische Marker sind beispielsweise:

  • Kloß und EngegefĂŒhl im Hals
  • Angst, Ärger
  • weiche Knie, Zittern in den Beinen
  • flauer Magen, leichte Übelkeit oder Druckempfindungen
  • hochgezogene Schultern, angespannter Nacken

Positive somatische Marker sind bespielsweise:

  • leichtes Kitzeln im Bauch, warmes wohltuendes GefĂŒhl im Bauch
  • LĂ€cheln, leichtes Anheben der Mundwinkel
  • MagenhĂŒpfen, Freude
  • Leichtigkeit, Helle im Kopf
  • fließende, lösende Empfindungen im Körper

Somatische Marker melden sich nicht nur vor anstehenden Entscheidungen, sondern treten bei allem auf, was wir tun und was uns begegnet, z. B. auch, wenn wir nur ein Wort hören. Sie werden angelegt in der Kindheit, wenn wir in bestimmten Situationen bestimmte Empfindungen haben. Das Gehirn speichert unsere GefĂŒhle und Empfindungen zu dieser Situation mit ab. Bsp: du hast dich als Kind im Mathematikunterricht gelangweilt, wurdest blamiert oder gehĂ€nselt. Dann wird dieses GefĂŒhl mit „Mathematik“ verbunden.

Da das Unbewusste keine Zeit kennt, wird dieses „schlechte GefĂŒhl“ auch dann erzeugt, wenn man bereits erwachsen ist, d. h. es eigentlich keinen Stress, HĂ€nseleien oder Ähnliches mehr gibt. Als Erwachsener bemerkt man dann, dass man „Mathematik nicht mag“ und damit verbunden schlechte GefĂŒhle, Magengrummeln, VersagensĂ€ngste etc. empfindet.

Somatische Marker steuern unser Vermeidungs- und AnnĂ€herungsverhalten. Treten in einer bestimmten Situation positive GefĂŒhle auf, etwa Freude, ist das ein Zeichen fĂŒr AnnĂ€herung („go“). Treten negativ bewertete GefĂŒhle auf, etwa Ekel, dann werden wir etwas nicht machen – uns abwenden („stop“).

Das Bewertungsschema unseres emotionalen ErfahrungsgedĂ€chtnisses ist recht schlicht. Es signalisiert uns „Stop“ oder „Go“. Dabei ist völlig egal, welches GefĂŒhl auftritt – GefĂŒhle haben einzig die Aufgabe „stop“ oder „go“ zu signalisieren. NatĂŒrlich können somatische Marker den Verstand nicht ersetzen, weil sie uns keine weiteren Informationen liefern, außer AnnĂ€herung oder Vermeidung. Wir brauchen den Kopf, um zu verstehen, warum uns eine Sitaution auf „Stop“ oder „Go“ einstimmt. Somatische Marker, also die Körperreaktion auf eine Situation, ein Wort oder ein Bild, treten in der Regel auf, bevor es zu verstandesmĂ€ĂŸigen AktivitĂ€ten kommt. Sie fĂ€llen somit wichtige Vorentscheidungen. Das ist vielen Menschen nicht bewusst.Viele Menschen mĂŒssen ihre Wahrnehmung  erst schulen, um auch feine somatische Marker mitzubekommen. Eine Super-Technik um die eigenen somatischen Marker kennenzulernen, ist jede Form der Achtsamkeitspraxis, besonders Yoga!

Wenn du deine somatischen Marker prĂ€zise wahrnehmen kannst, bist du klar im Vorteil. Du hast dann die Möglichkeit herauszufinden, welche GrĂŒnde fĂŒr oder gegen eine Handlung sprechen und ob du dein Verhalten Ă€ndern willst oder nicht. Es lohnt sich sehr Körpersignale/ Somatischen Marker ernst zu nehmen und zu nutzen.

Das eigene BauchgefĂŒhl, deinen Instinkt, deine somatischen Marker nicht ernst zu nehmen oder gar ĂŒber Jahre hinweg zu ignorieren, ist ein Indiz fĂŒr geringen Selbstwert. Ganz befreit von diesen Momenten geringen Selbstwertes ist wohl kein Mensch. Muss auch nicht. Solange wir wach und bewusst sind und diese Momente mitbekommen, können wir ĂŒben, uns selbst immer wieder aufzubauen und den „Selbstwert-Muskel“ zu trainieren (Stichwort Resilienz = Psychische Widerstandskraft).

Wenn du ein klares „Ja“ hast auf die Frage:

Willst du deinen Selbstwert-Muskel trainieren?

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Immer alles dabei…mit Praxis-Tipp

„Unterm Strich ist doch immer alles dabei“ – so eine weise Lehrerin und Freundin, von der ich viel lernen durfte. An Tagen wie dem heutigen, wo ich all die Erkenntnisse, Aha-Erlebnisse, gelösten Knoten und seelischen QuantensprĂŒnge, die ich im bisherigen Leben erfahren durfte, weder wirklich erinnern, noch irgendwie in mir spĂŒren kann, kommt mir dieser Satz ins GedĂ€chtnis.

„Alles auf null“

Du kennst das bestimmt. Manchmal ist „alles auf null“. Das Leben tut gerade weh, ist schwierig, scheint aussichtslos. Und all das Gelernte ĂŒber Sinn und Zweck von Lebenslektionen, all die Erfolge und Etappensiege, alle Entwicklung hinein in mehr Reife und Gelassenheit machen sich mal eben unsichtbar, sind einfach nicht mehr abrufbar – weg. Dann fĂŒhlt sich einfach alles ungerecht an und doof und sowieso sinnlos. So geht`s mir gerade. Ich sitze inmitten bester UmstĂ€nde, umgeben von aufmerksamen, zugewandten Menschen und doch – oder gerade wegen des malerischen settings? – ploppt sie hoch, die alte Wunde. BOOMMMM! Mit voller Wucht. Schmerz. Traurigkeit. Angst. Rasende Wut. Ein kreischendes inneres NEIN zu dem, was gerade vorgeht.

GlĂŒcklicherweise verfalle ich nicht sehr hĂ€ufig in solche ZustĂ€nde. Als langjĂ€hrige Yogalehrerin höre ich dennoch hier und da das Kommentar, dass man als Yogi doch „da drĂŒberstehen könne /mĂŒsse“. Irrtum! Glaubst du, dass irgendwer die natĂŒrlichen Tiefs im Leben dauerhaft umschiffen kann? Ich nicht. Manche tun so. Das sind mir die am wenigsten sympathischen Zeitgenossen – ehrlich gesagt.

Das Geheimnis der Meditation

Um mal beim Yoga zu bleiben: Meditation bedeutet eben nicht – wie hĂ€ufig vermutet – die Abwesenheit von Gedanken. Meditation ist ein Zustand höchster entspannter Wachheit, die den kurzen Moment der Stille zwischen den Gedanken mĂŒhelos einfĂ€ngt. Meditation beobachtet. Neutral und absichtslos. Die LĂŒcke zwischen den Gedanken darf sich dehnen. Stille und Frieden breiten sich in dieser LĂŒcke aus.

All dies fĂ€llt mir ein inmitten meiner emotionalen Misere, in der mein „Schmerzkörper“ ( mehr dazu bei Eckardt Tolle nachzulesen) Amok lĂ€uft. Und just in diesem Moment Ă€ndert sich was in mir. Ich fĂŒhle den Klumpen in der Magengrube, die zugeschnĂŒrte Kehle, die zurĂŒckgehaltenen Schreie, den verkrampften Nacken. Als mir bewusst wird, dass ich all das spĂŒre, beginne ich, es zu beobachten. Eine Art Meditation beginnt. Zuerst noch im Widerstand, der gerade alles anders haben will. Dann immer absichtsloser, denn jetzt fĂ€llt mir auch wieder ein, dass Widerstand den Schmerz nur verstĂ€rkt. Ich gebe mich hin. Sage innerlich: „Nimm mich Schmerz! Ich lass jetzt los, so gut ich eben kann.“ Denn: unterm Strich ist immer alles dabei! Sonnenschein und Regenwetter, Hoch und Tief, Leichtigkeit und Schwere, etc. Also kann ich mich entscheiden, auch den dunklen Mist zu durchleben, weil ich mit Sicherheit weiß: es wird wieder hell. Das ist ein Naturgesetz.

Etwas in mir wird beweglicher, offener, wĂŒrdevoller, als ich mir selbst erlaube, jetzt nicht alle Yoga-  und Coaching-Werkzeuge in Perfektion anzuwenden. Ich BIN einfach. Ich kann mir sogar vergeben, dass ich fĂŒr den Moment nichts im Griff habe. Obwohl mein nicht Funktionieren manch einen in meiner Umgebung kolossal ankotzt. Und siehe da: am Ende hab ich wieder ein sanftes JA zu mir selbst. Darin ist selbst der Schmerz willkommen.

Praxis-Tipp – Meditation: „Offen bleiben, auch wenn es weh tut
“

  • mach dir ein lĂ€ngeres MusikstĂŒck an, das dich emotional berĂŒhrt (am besten was langsames, ruhiges, gern nur instrumental)
  • stell dich aufrecht hin, entspanne Kiefer und Gesicht und breite die Arme aus, als wolltest du jemand willkommen heißen
  • schließe die Augen und gehe mindestens ĂŒber die LĂ€nge der Musik oder lĂ€nger mit ausgebreiteten Armen in eine Meditation im Stehen
  • heiße alles, was jetzt mental und emotional auftaucht, durch die Geste deiner Arme willkommen – egal ob es dir gefĂ€llt oder nicht
  • irgendwann beginnen die Arme, schwer zu werden oder sogar zu schmerzen. Bleibe in der Haltung!
  • SpĂŒre im Körper die Bereitschaft, das Leben wirklich willkommen zu heißen ( das ist etwas anderes, als es sich nur mental vorzunehmen!)… bleibe offen auch wenn es weh tut

Weit mehr als einmal durfte ich bei mir und Anderen erfahren, dass es heilsam ist und unsere WĂŒrde stĂ€rkt, wenn wir etwas Schmerzhaftes durchleben, ohne anderen die Schuld an unserem Leiden zu geben. Unterm Strich ist immer alles dabei. Auch Leidvolles. Das geht uns allen so. Also: stay tuned, keep the flow and forget the drama.

Genieß den Herbst!

Herzlich

 

 

GlĂŒck 
Betrachtung eines simplen Mysteriums und der Weg mitten rein

GlĂŒck


 ist das, wonach wir alle suchen – oft am falschen Ort (im Außen/ Anderen, in Materie etc.)


 ist das Motiv hinter allem, was wir tun – wenn wir nicht voll wach und klar sind, erhoffen wir uns von den seltsamsten bis abartigsten Dingen GlĂŒckserfĂŒllung (Stichwort Sucht).


 lĂ€sst sich nicht festhalten – ein Teil davon hat mit Gnade zu tun.


 braucht nicht viel – es ist ein Mosaik aus vielen kleinen (oft stillen) Freuden.


 hat mit mutiger Lust am Leben zu tun, die ALL den dĂŒsteren Dreck, den wir gern unter den Teppich kehren, mit umarmt


 ist nichts fĂŒr notorische Nörgler, denn es fordert Eigenverantwortung – Drama ist auf Dauer echt langweilig.


vermehrt sich, wo es verschenkt wird.


ereignet sich, wenn du dich selbst in deinem GegenĂŒber erkennst.


 ist dein Geburtsrecht – hat schon Yogi Bhajan gesagt und, Leute: er hat recht.


 ist deine Pflicht – hat der gute alte Veit gesagt. Denk mal drĂŒber nach. Hier gehört Demut zu.

 

Ich wette, spĂ€testens jetzt bist du neugierig auf den Weg, der mitten rein fĂŒhrt ins GlĂŒck?

Kann es sowas wirklich geben?! Ja! Wie gesagt, wir haben es mit einem simplen Mysterium zu tun. Mysteriös wird dir vielleicht bleiben, wie der Weg so einfach sein kann. Die tiefsten Wahrheiten lassen sich eben nicht oder nur schwer in Worte fassen. Sind aber erfahrbar, wenn du wach bist.

Nun ganz schlicht zum simplen Teil des Ganzen: GlĂŒck ist eine bewusste Entscheidung!

So einfach.

Löse dich von dem Irrtum, GlĂŒck sei ein Ă€ußerer Umstand, auf den du hinarbeiten kannst, wenn du nur genug schuftest, meditierst oder RatgeberbĂŒcher liest.

Löse dich von der Vorstellung, GlĂŒck sei ein emotionaler Zustand, den du genießen kannst, wenn im Außen alles lĂ€uft und deine Mitmenschen so funktionieren wie du es gern hĂ€ttest.

Lebe jeden Tag ein bisschen mehr in die Wirklichkeit hinein, dass DEIN GlĂŒck DEINE bewusste Entscheidung ist.

Ganz konkret kannst du so anfangen mit dem bewussten GlĂŒcklichsein:

  • Halte morgens nach dem Aufwachen inne und entscheide dich, glĂŒcklich darĂŒber zu sein, dass du ein Dach ĂŒber dem Kopf hast, Schlaf finden konntest, einen Körper hast, der dir so viel Leben ermöglicht, 

  • Kau jeden Bissen deiner Nahrung doppelt so oft wie gewohnt
  • Gib jedem Tag mindestens einem Menschen (auch dir) eine laut ausgesprochene WertschĂ€tzung
  • Verabschiede dich in WĂŒrde von den notorischen Nörglern in deinem Umfeld bzw. sag Ihnen endlich, dass sie nerven und umgib dich mehr und mehr mit Leuten, die bemĂŒht sind, mit sich im Reinen zu sein. Sei dir das selbst wert.
  • 
.

Die Liste ließe sich noch eine Weile verlĂ€ngern. Doch es soll hier einfach bleiben. Gern kannst du deine Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem simplen Mysterium GlĂŒck im Kommentarfeld unten teilen.

Eine supergute Praxis, um deine Entscheidungskraft Richtung GlĂŒck zu stĂ€rken, ist ĂŒbrigens YOGA. Wenn du noch tiefer ins GlĂŒck-Kreieren einsteigen willst, empfehle ich allen Frauen hier mein COACHING fĂŒr mehr gelebte Weiblichkeit. Komm gern vorbei und probiers aus!

Zum Schluss will ich dir richtig Lust machen auf gute Leute, die das Leben, die Erde und sich selbst genug lieben, um sich bewusst fĂŒr GlĂŒck zu entscheiden. Leute, die deine Sprache sprechen. In deren Gesellschaft du dich zu Hause fĂŒhlst. Menschen, die deine Seele nĂ€hren.

Ein fĂŒr mich sehr eindrĂŒckliches Erlebnis mit meinem „Stamm“ waren die diesjĂ€hrigen „Summer Celebrations“ des Human Trust (https://humantrust.com/; https://homodea.com/) im AllgĂ€u.

DANKE ihr „Trusties“ – es war unvergesslich!

von Herzen

Jetzt du – Frau!

Wir leben in einer polaren Welt (Tag – Nacht, Himmel – Erde, hell – dunkel, oben – unten, innen – außen etc.).

Da, wo sich die Pole bewusst und wohlwollend aufeinander zubewegen und berĂŒhren, kann Frieden und Schönheit entstehen – ja sogar neues Leben:

  • die magische AtmosphĂ€re, wenn sich bei Sonnenauf- und -untergang Tag und Nacht berĂŒhren
  • das WohlgefĂŒhl, z.B. im Yoga, wenn wir bewusst erfahren wie sich in der Körpermitte (Hara) die KrĂ€fte von Himmel und Erde berĂŒhren
  • die Ekstase in der Vereinigung von Mann und Frau
  • 


Dieser Tage wird in der Welt ĂŒberdeutlich sichtbar, dass sich die Menschen zu lang und zu viel auf nur einen Pol des Spektrums fokussiert haben: das Außen, das Streben nach noch mehr Besitz, das „höher, schneller, weiter“ (alles Yang-QualitĂ€ten). Was uns fehlt ist eine gewisse Langsamkeit, Tiefe, Innehalten (alles Yin-QualitĂ€ten). Yang beinhaltet   das mĂ€nnliche Prinzip, Yin das weibliche. Rund wird’s erst, wenn beides zu gleichen Teilen sein darf!

Es ist kein Zufall, dass die Anfrage in Internet-Suchmaschinen* (*wie wĂ€r’s, ECOSIA  – //www.ecosia.orgstatt GOOGLE zu benutzen?!) zum Stichwort „Weiblichkeit“ weit ĂŒber 3 Mio. Treffer ausspuckt. Viele Frauen – und auch MĂ€nner – halten den Überhang an Yang einfach nicht mehr aus. In einer anderen Nomenklatur ausgedrĂŒckt: die immer noch und wieder extrem patriarchalen Strukturen im GefĂŒge der Welt navigieren die Menschheit immer mehr in Zerstörung und Chaos (Auswirkungen des Klimawandels, globale Krisenherde, Verrohung der Gesellschaft). Macht/ Geld und Angst regieren. Die Seele schreit nach Besinnung und Kurskorrektur. Sie hungert nach Wahrheit und Liebe!

Ich bin ĂŒberzeugt, es braucht die verschĂŒtteten Instinkte der Frauen, eine weibliche FĂŒhrungsqualitĂ€t, ein wohlwollendes Miteinander der Geschlechter, um zurĂŒckzufinden in lebenserhaltende, sinnhafte Formen der Gemeinschaft unter Menschen und mit der Natur. Wir Frauen sind JETZT in der Verantwortung, nicht mehr mit dem zurĂŒckzuhalten, was wir tief in unserem Inneren wissen.

JETZT du – Frau! Versammle dich mit anderen Frauen, nĂ€hre dich und andere im Kreis deiner Schwestern und rĂ€ume hier alle Zweifel an deiner Wahrheit aus dem Weg (https://www.yoco-limburg.de/event/1469/) Erhebe deine Stimme und dann: handle! Auch wenn es unbequem wird. FĂŒr Wahrheit und Liebe. In deiner Partnerschaft und deinen Beziehungen, in deinem klaren NEIN! zu allem, was deine WĂŒrde und deine Werte verrĂ€t. Das ist die Stellschraube, an der du ĂŒberaus mĂ€chtig (im besten Sinne des Wortes) sein kannst. Es ist an der Zeit, die Power, die wir Frauen uns ĂŒber Jahrhunderte haben wegnehmen lassen, als friedvolle Kriegerinnen heimzuholen. Du bist wichtig! Jetzt Du – Frau!

Am 15.08. startet bis November die 14 tÀtgige Frauen-Oase

Alle Infos hier:

https://www.yoco-limburg.de/event/1469/

 

 

 

 

Embodied!

„
Weder der Kopf noch das Herz sind das Wichtigste. Die MĂ€nner haben die Bedeutung des Kopfes ĂŒberschĂ€tzt und die Frauen haben die Bedeutung des Herzens ĂŒberschĂ€tzt. Der wichtigste Punkt im Körper eines Menschen ist der Nabel.“

So schreibt der indische Philosoph und BegrĂŒnder der Neo-Sannyas-Bewegung Osho † in seinem „Hara Buch – ZurĂŒck zur Quelle der Lebenskraft“, Innenwelt-Verlag 2009.

Wie ist das bei dir?

Ich persönlich bin ziemlich schnell angenervt von allem, was an der OberflĂ€che bleibt, nĂŒchtern, flach und mittelmĂ€ĂŸig ist. Und anders herum: wenn‘s zuuuu herzerweichend wird, zu weichgespĂŒlt und abgehoben, kann ich auch nicht mitgehen.

Ich brauche die gesunde Mitte.

Denn: Ich möchte mein Leben tief und weit gestalten! Wenn ich sterbe, will ich in Demut auf erfĂŒllte Jahre zurĂŒckblicken mit dem GefĂŒhl, in Achtsamkeit das Beste aus mir heraus geholt zu haben und mich der Welt – v.a. meinen Liebsten – rĂŒckhaltlos geschenkt zu haben. Niederlagen und Scheitern eingeschlossen. Lange dachte ich, Meisterschaft des Lebens ereignet sich durch Verstehen, Wissen und Transzendieren der materiellen Welt. Alles Körperliche sei zweitrangig – so dachte ich.

Heute weiß ich: erst wenn ich meinen Körper ehrlich, achtsam und gleichsam radikal (im Sinne von „von der Wurzel her“) bewohne, hat all das Wissen einen Raum, durch den es zum Ausdruck kommen kann. EMBODIMENT wird das genannt. Der Dreh- und Angelpunkt dafĂŒr ist das HARA (japanisch = Bauch). Die alten Heil- und KampfkĂŒnste, v.a. die ZEN-Tradition und alte Yogaschriften beschreiben es.

·       die „innere Mitte“, die alle suchen, ist ein ORT IM KÖPRER!

·       PrĂ€senz und damit „pralles Leben im HIER & JETZT“ geht nur IM und MIT dem KÖRPER!

·       Vertrauen, Sicherheit, WĂŒrde und Kraft sind keine bloßen mentalen Konstrukte,

         sondern brauchen ein körperliches Fundament!

ZEN-Experte Karlfried Graf DĂŒrkheim † schrieb in seinem Buch „HARA – Die Erdmitte des Menschen“, Otto Wilhelm Barth Verlag, 1991:

„Ein ganzer Menschen zu werden ohne Hara, ohne Gewinnung der leibseelischen Mitte ist nicht möglich.“

Hier kannst du eine Demonstration von ihm sehen, wie HARA die Lebenskraft aktiviert:

Im Hara berĂŒhren sich die KrĂ€fte von Himmel und Erde! Insofern ist die QualitĂ€t dieses Ortes körperlich und nicht körperlich zugleich. Es ist ein existentieller Ort, der die Geheimnisse und Wucht von Leben und Tod birgt.

Osho spricht vom Nabel, DĂŒrckheim vom Hara, Rachael Jayne Groover vom womb space: alle meinen die gleiche mĂ€chtige Kraft, die kaum beschrieben, sondern nur ĂŒber den Körper erfahren werden kann.

Rachael Jayne Groover, meine Mentorin in „weiblicher PrĂ€senz“ in ihrem TEDx Talk ĂŒber embodiment:

Diese Kraft hat mein Leben verÀndert:

Meine Yoga-Praxis, meine Beziehung zu mir und anderen Menschen, meine Arbeit – mein ganzes Im-Leben-stehen haben sich grundlegend stabilisiert, geklĂ€rt und sind heiterer geworden. Mein Herz lernt durch den Bauch immer mehr zu vertrauen und ist friedlicher geworden. Ich möchte sagen: die Seele heilt durch PrĂ€senz im HARA/NABEL/BECKENHERZ.

Osho beschreibt dies in einem wunderschönen Bild:

„ Die Wurzeln der Pflanzen liegen in der Erde. Die Wurzeln des Menschen liegen in der Seele. Aber weder ist der Kopf noch das Herz die Stelle, von wo aus der Mensch mit seiner Lebensenergie verbunden ist – 

“ Der Nabel ist wie die Wurzeln der Pflanze. Daraus entwickeln sich die Zweige von Herz und Verstand. „
an ihnen dann entfalten sich die BlĂŒten. Die BlĂŒten der Erkenntnis entfalten sich im Verstand; die BlĂŒten der Liebe entfalten sich im Herzen. Diese BlĂŒten aber sind es, die uns anlocken, und dann halten wir sie fĂŒr alles“. Weil die Wurzeln, der Ort, aus dem alles hervorgeht, unsichtbar in uns verborgen liegt.

Das wichtigste Erfahrungsinstrument des Menschen ist und bleibt der Körper.

Ich lade dich herzlich ein, heim zu kommen in deine Mitte. FĂŒr mich sind Yoga und das Kutlivieren von weiblicher PrĂ€senz der beste Weg dorthin. Magst du mit mir weitergehen?

von Herzen

 

 

 

HEIMAT – die Formel und die Ressource des Monats

Heimat
. ein großes Wort.

In Zeiten von Globalisierung, maximaler MobilitĂ€t und gigantischen FlĂŒchtlingsströmen schwierig zu fassen.

Was bedeutet Heimat fĂŒr dich?

Was bedeutet es fĂŒr dein Leben, Heimat zu haben, oder eben nicht?

Wie kannst du dir und deinen Liebsten aktiv ein GefĂŒhl von Heimat geben?

FĂŒr mich geht es bei der Antwort auf diese Fragen mehr um innere QualitĂ€ten als die örtlichen Gegebenheiten. Auf eine ganz kurze Formel reduziert:

Heimat = Werte

Du fĂŒhlst dich angekommen, zu Hause, in Sicherheit, verbunden, geborgen, heimisch, wenn:

  • sich dein innerer Werte-Kanon im Außen widerspiegelt
  • du von Menschen umgeben bist, denen wichtig ist, was dir wichtig ist (Familie, PartnerIn, Freunde)
  • eine große Übereinstimmung herrscht im ungeschriebenen Verhaltenskodex der Menschen an den Orten, an denen du dich bewegst

Eines der GrundbedĂŒrfnisse des Menschen besteht in dem Wunsch, dazu zu gehören. Verbundenheit mit anderen erzeugt das GefĂŒhl: „Ich bin richtig!“, „Ich darf (so) sein!“

Gemeinsame Werte schaffen Verbundenheit. Die (innere) Isolation und Orientierungslosigkeit, die Heimatlosigkeit vieler Menschen ist in meinen Augen ein Symptom eines grassierenden Werte-Verfalls. Die Konsumgesellschaft hat sich verirrt im Verwechseln der inneren Werte mit den Ă€ußeren.

Um IntegritĂ€t auszustrahlen und kraftvoll und zufrieden leben zu können, mĂŒssen wir wissen, was unsere Werte sind. Wenn ich dir heute auf der Straße begegnen und dich fragen wĂŒrde:  Was sind dir die 8 wichtigsten Werte im Zusammenleben oder – arbeiten mit anderen Menschen?“ Könntest du mir antworten und deine Werte klar benennen??!? Nein?

www.pixabay.de
lizenzfrei

Dann möchte ich dich auffordern: Setz dich hin mit Papier und Stift und schreibe sie auf, deine 8 wichtigsten Werte! Frage dich, wo du sie selbst einlöst und wo du sie vielleicht zu sehr von anderen als Bringschuld erwartest. Sei ehrlich mit dir und probierÂŽ aus, wie sich dein GefĂŒhl von Heimat am Arbeitsplatz, in der Familie, in deiner Stadt dazu verhĂ€lt.

Seit Jahren ist meine Beobachtung: die Menschen, die ganz klar ihre Werte kennen und diese als zeitlos menschliche Tugenden verkörpern – fĂŒhlen sich ĂŒberall zu Hause! An nahezu jedem Fleckchen Erde. Vor allem aber in sich selbst! Was fĂŒr eine Freiheit. Eine Freiheit, die wiederum wenig mit Ă€ußeren Grenzen, als mit einer inneren, konsequent eingerahmten Haltung zu tun hat.

 

Und hier die Ressource des Monats:

„Freiheit braucht Grenzen“

Intensiv- Wochenend- Workshop fĂŒr Frauen, die ihren Wertekanon klĂ€ren und befreiendes Zu-Hause-sein-in-sich kultivieren wollen:

https://www.yoco-limburg.de/event/vom-alltagsfrust-zur-lebenslust-die-kunst-der-weiblichen-praesenz-25/

+++wenn du dich mit einer Freundin oder Verwandten zusammen anmeldest, spart ihr beide 20 €!+++

 

 

Herzlichst

 

 

Off the mat – into the world (mit Musik-Video)

Yoga jenseits der Übungsmatte

Der wöchentliche Yoga-Kurs ist fĂŒr viele eine Art rettender Anker, um dem Stress der modernen Zeit einen wirksamen Ruhe – Pol entgegenzusetzen.

Quelle: www.pixabay.de
freie kommerzielle Nutzung

In den Yogakursen geht es meist um Hatha-Yoga (= Yoga der Körperarbeit). Hier lernen wir mit achtsamem Fokus im Hier und Jetzt, den eigenen Körper bewusst zu bewohnen und auszubalancieren. Der Geist kommt zur Ruhe und wir fĂŒhlen uns geerdet, angebunden und ausgeglichen.

RĂŒckengesundheit, allgemeine KrĂ€ftigung und Beweglichkeit, bessere SchlafqualitĂ€t, mehr Gelassenheit und geistige Klarheit sind wunderbare Ergebnisse einer regelmĂ€ĂŸigen Yoga-Praxis.

Doch die Wirksamkeit des Yoga im weiteren Sinne geht weit ĂŒber die Übungsmatte hinaus.

Wer ernsthaft und lĂ€ngerfristig beim Yoga bleibt, wird automatisch auch mit anderen Yoga-Wegen in BerĂŒhrung kommen:

  • Jnana Yoga (Yoga des Wissens / Wer bin ich?)
  • Kundalini Yoga (Yoga der Energie)
  • Raja Yoga (Yoga der Meditation / Herrschaft ĂŒber den Geist)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe)
  • Nada Yoga (Yoga des Klangs)

Die BeschĂ€ftigung mit den vielfĂ€ltigen Aspekten des Yoga nĂ€hrt ein Feuer im Menschen, das fĂŒr Wahrheit, GĂŒte und Schönheit im Innen und Außen brennt. Wie diese zu erreichen sind, beschrieb der große Yogameister Patanjali vor ca. 2000 Jahren im berĂŒhmten Yoga-Sutra (Yoga-Leitfaden):

Die Acht Stufen des Yoga

  1. Yama – zwischenmenschliche Ethik, „Wie gehe ich mit der Welt um?“
  2. Niyama – persönliche LebensfĂŒhrung, „Wie gehe ich mit mir um?“
  3. Asana– Körperhaltung, Stellung im Hatha-Yoga
  4. Pranayama – AtemĂŒbungen, Kontrolle der Lebensenergie
  5. Pratyahara – Entspannung, RĂŒckzug der Sinne vom Außen
  6. Dharana – Konzentration
  7. Dhyana – Meditation
  8. Samadhi – Überbewusstsein

Die 8. Stufe erreichen sicher die Wenigsten. Dennoch ist es heilsam fĂŒr unsere Erde und ihre Bewohner, wenn sich Viele auf den anderen Stufen ĂŒben. Dass die Yoga-Schulen rund um den Globus boomen, macht also Hoffnung!

„Ein Yogi ist wie ein GĂ€rtner,

der einen Ort immer etwas freundlicher und schöner hinterlÀsst,

als er ihn vorgefunden hat“

– David Swenson –

Immer mehr Organisationen und auch Unternehmen nutzen die uralten Techniken von Yoga und Meditation, um ganz praktische Projekte (von Musik, ĂŒber Sozialarbeit, bis UnternehmensfĂŒhrung) umzusetzen – immer mit einem gemeinsamen Ziel: die Welt ein bisschen gerechter, liebevoller, schöner zu gestalten.

Einige inspirierende Off-the-mat-into-the-world-Beispiele:

https://www.emptyhandsmusic.org/

https://www.karmakonsum.de/

https://mindfulleader.net/

http://www.offthematintotheworld.org/

http://shantigeneration.com/

https://www.yogitea.com/de/

http://yumig.de/

 

Ich bin ĂŒberzeugt, du und ich haben es in der Hand, in unserem tĂ€glichen Wirken einen positiven Off-the-mat-Beitrag zu leisten. Durch die Worte, die wir wĂ€hlen und die Entscheidungen, die wir treffen. Diese Haltung ist allen Yogis gemeinsam: „Love will rise again! Yeah it’s rising right now
.“

 

 

May all beings, in all worlds be happy and free!

Namasté

 

 


 ganz im Gegenteil – Reset fĂŒr Körper, Geist und Seele / Praxis-Tipp

Reset= ZurĂŒcksetzen in den definierten Anfangszustand

Viele Menschen nutzen das Fasten, gerade jetzt in der vorösterlichen Zeit, um körperlich und auch mental ein Reset zu erleben. Das hat seinen Grund. Der beginnende FrĂŒhling, das Aufbrechen des neuen Lebens in der Natur fordern förmlich dazu auf, die neue Jahreszeit gereinigt, aufgerĂ€umt, erfrischt und klar willkommen zu heißen.

Normalerweise essen wir jeden Tag – beim Fasten tun wir das Gegenteil. Normalerweise haben wir unsere gewohnheitsmĂ€ĂŸigen Routinen: im Tagesverlauf, auf der Arbeit, beim Einkauf, bei der Körperpflege, in der Kommunikation mit Freunden und Familie, beim Sex, im Reagieren auf Erfreuliches oder Ärgerliches


Was, wenn du dir einfach mal achtsam das Gegenteil erlaubst?

Irgendwas wirst du opfern mĂŒssen aus der öden Wiederholungsschleife deines Alltags, um dich in den definierten Anfangszustand von Balance zurĂŒckzuversetzen, den die Natur fĂŒr dich vorgesehen hat. Das mag Überwindung kosten und sich nach Opfer anfĂŒhlen, wird aber in der Regel belohnt.

Ich wette, es wird auf jeden Fall deine Sinne schĂ€rfen und dich dem Sog der „FrĂŒhjahrsmĂŒdigkeit“ entreißen. Ob die „FrĂŒhjahrsmĂŒdigkeit“ wohl als sanfter Arschtritt der Natur gemeint ist, uns daran zu erinnern, endlich mal wieder unsere Routinen zu unterbrechen? Ich halte das fĂŒr wahrscheinlich.

Quelle: www.zeitblĂŒten.de

 

 

Alles in der Natur strebt nach Balance. Alles hat seinen Rhythmus. Wir rennen oft in die immer gleiche Richtung und erhöhen lieber nochmal das Tempo als uns einzugestehen, dass wir vielleicht mal einen anderen Weg einschlagen sollten. Folgen wir doch einfach dem Vorbild von Mutter Natur und gönnen uns jetzt zu FrĂŒhlingsanfang ein Reset all dessen, was zu viel zu lang in eine Richtung gelaufen ist:

Das Zuviel an Essen, Alkohol, Medien, sinnlosem Konsum, belanglosem Plappern hier, lÀhmendem Schweigen dort, Bequemlichkeit, Projektion, Hektik, langweiligen Beziehungen


 

Im Yoga wirkt ĂŒbrigens das gleiche Prinzip: bewusster Wechsel zwischen GegensĂ€tzen mit dem Ergenis der Balance: Anspannen und Entspannen, Einatmen und Ausatmen, Yin und Yang, VorwĂ€rtsbeugen und RĂŒckbeugen, Streckung und Kompression…

 

Mein Reset-Praxis-Tipp: simpel und wirksam

  • Gewöhnlich arbeitest du viel? – verbringe untĂ€tige Stunden auf dem Sofa und in der Badewanne*
  • Gewöhnlich kochst du nicht selbst? – zaubere dir ein drei-GĂ€nge-MenĂŒ und nimm dir viel Zeit, es zu verspeisen*
  • Bist du gewöhnlich stĂ€ndig unter Leuten? – gönne dir Alleine-Zeit*
  • Sitzt du oft den ganzen Tag am PC? – geh wandern oder mach ÂŽne Radtour*
  • Hast du gewöhnlich den Part derjenigen/ desjenigen, die/der verfĂŒhrt wird? – VerfĂŒhre selbst*
  • HĂ€ltst du normalerweise bei Streit deine Klappe und schluckst? – Hau‘ auf den Tisch*
  • Hast du dich daran gewöhnt, streng und unbarmherzig mit dir selbst umzugehen? – Schenke dir Blumen, schreibe dir selbst einen Liebesbrief und feiere, was du bisher in deinem Leben geschafft hast*

Du kriegst den Punkt, oder?

*auch das Gegenteil ist heilsam ;o):  bist du stĂ€ndig allein – geh unter Leute; hast du dich viel um dich selbst gekĂŒmmert – kĂŒmmere dich um andere; hast du Routine im „Auf den Tisch hauen“ – halt beim nĂ€chsten Streit die Klappe etc.

Du wirst wacher und ausbalancierter sein. Zu deinen natĂŒrlichen Gleichgewicht zurĂŒckfinden.

Übrigens: Wir alle mögen uns jeden Tag im Jahr ein kleines Reset gönnen, indem wir am Abend das Gegenteil dessen tun, was die meiste Zeit unseres Tages ausgefĂŒllt hat.

 

Eine frohe, erfrischende Osterzeit wĂŒnsche ich dir!

 

 

 

Kein Bock auf Drama?!

„Ich hab‘ einfach keinen Bock mehr auf Drama!“

dies waren die herzerfrischenden Worte einer Teilnehmerin meines aktuellen Königinnen-Coachings (https://www.yoco-limburg.de/coaching-limburg/).

Ihre gesamte Mimik und Körpersprache transportierte dabei: Abenteuerlust – Neugier – Bereitschaft, sich WIRKLICH einzulassen – wilde Power – ursprĂŒngliche Weiblichkeit – einzigartige Schönheit und eine SouverĂ€nitĂ€t, die uns anderen Königinnen in der Runde einen nachhaltigen Flash bescherte.

Ein wahrhaft göttlicher Moment. DafĂŒr LIEBE ich meine Arbeit!

Der Witz ist: diesem Augenblick des prallen Lebens, der unerschĂŒtterlichen Potenz und glasklarer PrĂ€senz ging einer der zartesten, verletzlichsten, „Ich zeige mich so wie ich bin!“-Momente voraus, denen sich ein Mensch stellen kann.

Und Bomm! Da war es wieder: dieses GefĂŒhl von Demut. Vor der Tiefe der weiblichen Natur. Dieses Staunen, dass die Wahrheit des Lebens sich v.a. im Paradox erfahren lĂ€sst.

Quelle: www.pixabay.de
freie kommerzielle Nutzung

Paradox erscheint auch der Buchtitel der US-amerikanischen Professorin fĂŒr Sozialforschung BrenĂ© Brown „Verletzlichkeit macht stark“. (Ein Interview dazu unter:  https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/verletzlichkeit-ist-der-schluessel-zu-allem-86367). ZufĂ€llig (?) lag dieses Buch auf dem Tisch als der denkwĂŒrdige Satz: „Ich hab‘ einfach keinen Bock mehr auf Drama!“ gesprochen wurde.

Und mir fiel es wie Schuppen von den Augen: Drama entsteht echt immer dann, wenn ich mich weigere, verletzlich zu sein.

 

 

 

RĂŒckblickend auf meine 30er Jahre wĂŒrde ich mich durchaus als „Drama-Queen“ bezeichnen. Ich wollte (zumindest in Teilen) sein wie ich nicht war. Ich verwandt einen Riesenhaufen Energie darauf, meine MĂ€ngel und Defizite auszumerzen, um nicht mehr angreifbar zu sein. Das war Drama-DĂŒnger…

Drama ist ein Geschehen des Ego, das haben will (recht, Macht, Geld, Kontrolle,…).

Verletzlichkeit ist ein Geschehen des Selbst, das sein will (echt, in Liebe, in FĂŒlle, im Fluss,…).

Nachdem ich in vielen kleinen Schritten, meinen Mut-Muskel in Sachen Verletzlichkeit zulassen trainiert habe, mögen mich zwar nicht mehr alle alle alle meiner Mitmenschen. FĂŒr diejenigen, die mich trotz (oder gar wegen?) meiner nicht mehr versteckten Verletzlichkeit mögen, inszeniere ich dafĂŒr weitaus weniger Drama. Da sind viel mehr Freundlichkeit und Humor mir selbst und anderen gegenĂŒber. Ich bin belastbarer, weil ich meine Energie nicht mehr mit Verbiegerei vergeude. Ich kann mich besser abgrenzen. Auch wenn sich verletzlich Sein immer noch mitunter anfĂŒhlt wie nackt vor einer Menschenmenge Yoga machen oder Fallschirmsprung ohne Fallschirm, kann ich sagen: das Ja zu meiner Verletzlichkeit hat mich stĂ€rker gemacht.

Den gleichen paradoxen Effekt beobachte ich immer wieder in meinen Frauen-Coachings: zu Beginn kommen viele Frauen, weil sie wirklich gesehen werden wollen. Weil sie gehört werden wollen. Gleichzeitig haben sie Angst, sich zu zeigen. Ihre Stimme zu erheben. Ausgeliefert zu sein. Verletzlich zu werden. Und da haben wir’s wieder, das Paradox.

Quelle: www.pixabay.de
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An dieser Stelle hilft nur eins: Mut zur Verletzlichkeit! Springen ohne Fallschirm. Nackt-Yoga vor einer Menschenmenge – im festen Glauben an mich selbst und meinen Wert – egal was die anderen da draußen denken.

Die Schwester dieses Mutes ist Vertrauen. Vertrauen, dass das Leben meinen Mut am Ende belohnen und mich weich landen lassen wird. Schließlich braucht es noch Stille.

Damit du die im alltĂ€glichen Funktionieren schall-gedĂ€mpften Schreie der mutigen Amazone in dir hören kannst, damit du das tief in Mutter Erde und Vater Himmel  geankerte Vertrauen in dieses Wunder Leben spĂŒren kannst – werde still. Jeden Tag eine kleine Weile.

Und dann: Scheiß auf das Drama und geh deinen Weg!

Verletzlich, mutig, vertrauend – WACH.

AHO!

KRÜLEPA!

Klar könnte ich jetzt hier die wichtigsten Tipps auflisten, was jede/r Einzelne gegen den Klimawandel tun kann (Bus/ Bahn bzw. Fahrrad anstatt Auto, Ökostromanbieter, Einkauf im Bioladen, auf Fleisch verzichten etc
)

Jedoch: wir sind an einem Punkt angelangt, wo nett aufbereitete Öko-Tipps nicht mehr ausreichen.

Was wir jetzt brauchen ist ein RADIKALER BEWUSSTSEINsWANDEL!

Duden: Definition von radikal

von Grund aus erfolgend, ganz und gar; vollstĂ€ndig, grĂŒndlich

die Wurzel betreffend

(um die politischen Bedeutungen des Wortes geht es hier NICHT)

 

Ich habe nur einen einzigen TIPP zum Klimaschutz!

Hört auf, sinnlos zu konsumieren, Leute!

SchĂŒtzt Mutter Erde radikal: ganz und gar, an der Wurzel ansetzend, entschlossen, unbeirrbar!

Die Wurzel allen Umwelt-Übels ist die Konsumgier der Menschheit. Schluss damit!

Mensch, suche dein GlĂŒck nicht im Außen, sondern entdecke deine inneren SchĂ€tze, die schon jetzt nur darauf warten, endlich von dir wahrgenommen zu werden.

Gandhi formulierte: „Die Erde hat genug fĂŒr die BedĂŒrfnisse aller Menschen, nicht aber fĂŒr die Gier aller Menschen.“

 

Schon als Kind tat es mir in der Seele weh, wenn ich zusehen musste, wie ein Baum gefĂ€llt oder Tiere in Massentierhaltung gequĂ€lt wurden. Wenn ölverschmierte Seevögel zu hunderten an irgendwelchen StrĂ€nden verendeten, als mich die Tschernobyl-Wolke zweifeln ließ, ob die Erde wohl noch bewohnbar sei, wenn ich das Alter meiner Oma erreicht hĂ€tte.

Man sagt das so dahin „es tat mir in der Seele weh“
 aber echt: fĂŒr die ca. 8-bis heute 44-jĂ€hrige Elisabeth sind da wirkliche Verzweiflung, Ohnmacht, Wut, ein klares inneres „so ist es nicht richtig“, ihr Menschen: seid ihr denn von allen guten Geistern verlassen?!?!?! Mein Berufswunsch als junge Erwachsene: Greenpeace-Aktivistin
 (nun Yogalehrerin ist Ă€hnlich ;o)

Chapeau, Greta Thunberg! Sie steht auf, verleiht ihrer Panik und Wut Ausdruck und ermutigt andere Kinder und Jugendliche das gleiche zu tun:  https://fridaysforfuture.de/

Als ich heute in Dortmund einen selbstverstĂ€ndlich biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee genoss, fiel mein Blick auf ein Banner an der TĂŒr: „fĂŒr eine enkelfreundliche Zukunft“.

Wir haben nicht das Recht, diese unbeschreibliche Schönheit und Weisheit der Natur zur verprassen und unseren Kindern und Enkeln wegzunehmen!

Und was bedeutet jetzt KRÜLEPA?

Kreatives-Überlebens-Paket: witzige Wortkreation einer befreundeten KĂŒnstlerin, die in ganz anderem Kontext enstand.

Ich wĂŒnsch mir „KRÜLEPA“ als Losungswort in unser aller Hirn und Herz verankert, um kreativ und radikal andere Wege zu gehen –

aus LIEBE zu unserem schönen Stern namens Erde!

Wie wĂ€r’s zum Beispiel mit regelmĂ€ĂŸigen Klamottentauschparties unter Freunden, um ab und zu den Kleiderschrank zu verjĂŒngen?

Zu Weihnachten ein Familienbesuch im Musical statt bergeweise VerpackungsmĂŒll und Elektronik-Schnickschnack…?

Was sind deine KRÜLEPA-Ideen? Hinterlasse sie gern im Kommentar-Feld.

Und nun doch noch ein paar Tipps zum Klimaschutz ;o)

Klimaschutz: 14 Tipps gegen den Klimawandel, die jeder kann

ErdenhĂŒter aller LĂ€nder, StĂ€dte und Dörfer verweigert die Zerstörung!