II. Was ist ein Frauenkreis?

Frauen-Oasen mit Elisabeth

Der Name Frauen-Oase ist entstanden, weil die Kreise wirken wie eine Akkuladestation für Körper, Geist und Seele einer Frau. Eine Oase ist ja ein Ort zum Erfrischen, Ausruhen und Auftanken. Ein besonderer Ort, der sich in seiner Schönheit abhebt und unterscheidet von der Umgebung. All das findest du hier. Du erlebst eine intensiv inspirierende Zeit mit dir selbst, die einen so wohltuenden Kontrast bietet zum tristen, manchmal tauben Pflichterfüllen im Alltag. Immer wieder höre ich am Ende eines Abends das Kommentar „die Stunden hier sind wie Urlaub!“

Trotzdem sind die Frauen-Oasen keine reine Wellness-Veranstaltung. Nein, wir tauchen richtig ein in innere Arbeit. Obwohl die Prozesse mitunter sehr tief und nachhaltig lebensverändernd sind, ist die Stimmung fast immer leicht, friedvoll und wahrhaftig. Es geht um weibliche Präsenz, und die hat zu tun mit einem hohen Grad an Selbstreflexion und Bewusstheit.


Lachen und Weinen

In den Frauen-Oasen viel gelacht. Es ist auch für mich immer wieder verblüffend, wie Frauen gravierende Themen wandeln, ohne dass dabei Drama entsteht. Ich nenne das „leichten Herzens ernsthaft sein“. Dadurch kommt das Leben auf eine ungeheuer konstruktive Weise in Bewegung.

Es wird auch mal geweint. Tränen sind willkommen und wenn sie fließen dürfen, sind sie in der Regel befreiend. Sie wurden meist schon viel zu lange zurückgehalten, weil wir im funktionalen Alltag oft keinen Rahmen haben, um emotionale Baustellen gründlich zu bearbeiten und aufzuräumen. Die Frauen-Oase ist ein großartiger Ort, um Körper, Geist und Seele gleichermaßen „aufzuräumen“.

Solltest du jetzt schon Lust bekommen haben, dich für die nächste Oase anzumelden, schreibe mir!

Lebensfreude

Zeit und Raum für dich und das „wir“

Pflanzen brauchen Sonne, Wasser und gute Erde. Frauen brauchen regelmäßig Zeit und Raum für sich, um zu gedeihen. Das Gedeihen und Erblühen entfaltet sich oft in Minutenschnelle, wenn Frauen die Oase besuchen. Sie spüren: hier wird mir wertschätzend, liebevoll und geduldig ein Raum angeboten, den ich sonst nirgendwo da draußen finde. Egal ob du als junge Frau oder alte Weise im Kreis sitzt, ob als Single, frisch verliebt, frustrierte Ehefrau oder Witwe – du wirst dich ernst genommen fühlen.

Schnell wird klar, dass uns in der Tiefe die gleichen Träume und Sehnsüchte, aber auch die gleichen Grenzüberschreitungen, Wunden und Traumata verbinden. Wenn die dicke Kruste des sich Versteckens erst mal einen Riss hat, beginnen die Frauen unendlich erleichtert zu realisieren, dass Versteckspiel kein unausweichliches Lebensprogramm ist, sondern gelernte Angepasstheit. Wir haben sie gelernt und verlernen sie in den Kreisen wieder. Wir üben gemeinsam, wir selbst zu sein. Echt. So wie uns das Leben gerade da sein lässt. Authentizität ist nicht verhandelbar. Sie ist, basta. Es kann einen Riesenspaß machen, sie zu leben.

Wenn du sein darfst wie du bist, hört das lästige Sich-vergleichen auf. Du musst nicht weiter mit anderen Frauen konkurrieren. Wenn außerdem kein Mann im Raum ist und es um typisch weibliche Themen geht, fällt es soviel leichter, sich verletzlich in deiner ganzen Weiblichkeit zu zeigen. Rivalinnen werden zu Schwestern. Konkurrenz wird zu Herz erwärmender Solidarität. Aus Drama wird Heilung.

Bedürfnisse

Themen, mit denen Frauen in die Frauen-Oase kommen

Die am häufigsten genannten Herausforderungen, nach deren Lösung Teilenehmerinnen suchen, sind:

  • ich spüre mich selbst kaum noch / gar nicht mehr
  • ich fühle mich nicht gesehen / gehört in meinen Beziehungen
  • ich brauche endlich mal Zeit und Raum für mich
  • ich habe den Kontakt zu meiner Weiblichkeit verloren
  • ich kann nicht „nein“ sagen und mich abgrenzen
  • ich möchte lernen, meine Bedürfnisse wieder zu spüren und dafür einzustehen
  • ich fühle mich fremdbestimmt und funktioniere nur noch
  • ich wünsche mir Anerkennung und Wertschätzung

Findest du dich in einem oder mehreren der Punkte wieder? Oft berichten Oasen-Besucherinnen zu Beginn eines Zusammenseins, dass sie gestresst sind und erschöpft. Dass Kopfkino sie abschneidet vom Fühlen oder dass sie latent traurig sind. Alles darf sein und auch gesagt werden. Dann beginnt die Reise zurück in die Lebensfreude.


Der Ablauf der Frauen-Oase

Das verlässliche Setting der Frauen-Oasen gibt den Teilnehmerinnen die Sicherheit und Ruhe, sich gut einlassen zu können. Jedes mal liegt der Schwerpunkt auf einem anderen Thema und selbst, wenn die Elemente drumherum immer gleich sind, ist es jedes mal ein frisches Erleben.

Dies sind die immer gleichen Stationen im Verlauf des Abends:

  • Ankommen durch „Tune in & Check in“: Wahrnehmungsübung (Körper, Emotion, Energie), Übung zum Benennen des aktuellen Bedürfnisses
  • Erfolge feiern: Erfahrungsaustausch über die seit dem letzten Treffen gesammelten Glücksmomente, deren Same im Kreis gelegt wurde
  • Thema des Kreises: z.B.
    • weibliche Essenz
    • Präsenz in der Kommunikation
    • Schatten nach Hause holen
    • Yin und Yang in der Beziehung
    • Grenzen ziehen ohne „dicht zu machen“ u.v.a.m.
  • Meditation für weibliche Präsenz: eine einzigartige Meditations-Form, die Frauen hilft, ihren Körper ohne Scham- und Schuldgefühle zu bewohnen und seine Sinnlichkeit zu genießen
  • Wertschätzung: der sicherlich heilsamste Teil des Kreises! Wir erfahren, dass wir mit allem, mit den hellen und dunklen Seiten unserer Persönlichkeit, liebenswert und richtig sind. Unser verletztes Selbstwertgefühl kommt in Heilung.

Das nehmen die Frauen mit Hause aus der Frauen-Oase

In der Regel strahlen die Teilnehmerinnen, auch wenn sie mit „hängenden Ohren“ ankamen, am Ende der gemeinsamen Zeit dies aus:

  • tiefes Durchatmen
  • im Hier & Jetzt Sein (Präsenz)
  • weiblicher, sinnlicher Ausdruck im Gesicht, Stimme und Bewegung
  • vor Freude strahlende Gesichter
  • Entspannung im Körper
  • friedvolle, beschwingte Stimmung
  • Fülle- Reichtums-Bewusstsein
  • stimulierte Kreativität und Umsetzungskraft

Das Gefühl von Leichtigkeit und tiefer Verbundenheit hallt oft noch Tage nach und trägt uns durch die Herausforderungen des Alltags. Wir wissen um Vertraute, die zwar überall verteilt wohnen, jedoch an uns und den Kreis denken. Wir denken aneinander, weil wir miteinander erfahren, dass der Kreis uns nährt und uns mit Respekt, Achtsamkeit, Liebe und Wertschätzung segnet. Mehr braucht eine Frau nicht, um zu erblühen! Das Gefühl, dass sie mit nimmt, ist ein bisschen wie verliebt sein. Verliebt in den Frauenkreis.

Was ist ein Frauenkreis?

Gehirndünger und Seelennahrung

Tatsächlich werden in der Oase Hormone ausgeschüttet, die wir auch im Verliebtsein genießen und die unser Gehirn braucht, damit wir dauerhaft erfüllt leben können. Ich nenne diese Stoffe gern „Dünger fürs Gehirn“. Mindestens vier wichtigste Dünger fluten dein Gehirn in ausgewogener Form im Verlauf des Frauenkreis-Rituals:

  • Oxycocin: das Zufriedenheits-Hormon, ausgeschüttet durch Nähe und Vertrauen im Kreis
  • Endorphine: Glückshormone, ausgeschüttet durch Genuss und Frieden
  • Dopamin: Freude-Hormon, ausgeschüttet durch Stimulation und Vision
  • Noradrenalin: Hormon des positiven Stress‘ (Eu-Stress), ausgeschüttet durch gesunde Herausforderung, Wachstum

Es ist, wie Unmengen Nüsse essen, die sind bekanntlich auch gut fürs Gehirn 😉.

Frauen-Oase mit Elisabeth

Gesehen und gehört werden

Eine tiefe weibliche Sehnsucht: als die gesehen zu werden, die ich wirklich bin. Nicht als Neutrum, das funktioniert und Allen und Allem selbst-aufopfernd gerecht wird. Sondern als das komplexe Wesen, das eine Frau nun mal ist. Ohne Stress, den gängigen Schönheits-Idealen zu entsprechen. Ohne Druck eine repräsentative Karriere vorweisen zu müssen. Viele Frauen haben ein geringes Selbstwertgefühl und stapeln tief, wenn es darum geht, sich selbst authentisch zu zeigen. Dieses Muster bremst jegliche Lebenskraft und -freude.

Der schützende Panzer des sich Versteckens darf in der Vertrautheit des Kreises endlich weichen. Dann genießen die Teilnehmerinnen es, gesehen und gehört zu werden und lernen immer mehr, sich pur und unzensiert zu zeigen. Was für eine Befreiung!


Das Kollektiv im Kreis

Die Demütigung, Missachtung, Unterdrückung und Schwächung der Frauen seit vielen Jahrhunderten steckt in unseren Zellen und im kollektiven Unterbewusstsein. Die Erfolge der Frauenbewegung haben zwar schon viel erreicht, doch in der Tiefe wühlt noch immer uralter Schmerz. Meines Erachtens sind Männer und Frauen erst dann wirklich auf Augenhöhe, wenn diese tiefen Wunden geheilt sind. An dieser Heilung wirkt – Schicht für Schicht – der Frauen-Kreis mit.

Wenn die Scham über das anerzogene „Ich darf mich nicht zumuten“ einem gesunden Selbstwert gewichen ist, berichten Frauen, dass sie plötzlich aus ihrer natürlichen Souveränität heraus Autoritäten (z.B. Arbeitgebern, Schwiegerleuten, politischen Institutionen) die Stirn bieten, vor denen vorher Angst hatten . WOW! Diese sanfte Rebellion mit zu erleben, lässt mich schmunzeln und macht mich stolz. Sie entstammt nicht einem verletzten zickigen Ego, sondern dem Wissen um die eigene Integrität und dem Rückhalt eines „Stammes“ an Gleichgesinnten.

Die ständige Anstrengung, richtig und genug zu sein, der Kampf um Anerkennung fallen ab. Das ist ungeheuer heilsam und stärkt das Selbstbewusstsein nachhaltig. Das Aufblühen einer Frau während der gemeinsamen Stunden im Kreis wird von den Anderen in der Wertschätzung zum Schluss bildhaft beschrieben. Diese Wertschätzung ist das eigentliche Gold, nach der die ausgehungerte weibliche Seele seit Ewigkeiten sucht.

Wertschätzung

Warum sind Frauen-Oasen wichtig?

Die Kraft eines Kreises von Frauen wird häufig unterschätzt. Nach außen hin mag der Kreis eines von vielen Angeboten auf dem Jahrmarkt der „Industrie“ für Persönlichkeitsentwicklung sein.

Wenn du bereits das Glück hast, Teil eines Kreises zu sein, weißt du, dass hier soviel mehr möglich ist. Mehr als ein bisschen nette Selbstreflexion in Räucherstäbchen-Ambiente. Dabei geht es nicht unbedingt darum, am Ende mit einer fertigen Lösung deines größten Problems nach Hause zu gehen. Sondern das „sich Verbinden“, „Aussprechen“ und „sich zeigen dürfen in Sicherheit“ bringt oft enorme Erleichterung, Klarheit und stärkt das Vertrauen in dich selbst und deine Schöpferinnenkraft

Diese ist interessanterweise immer auch gekoppelt mit einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein für die Erde. Frauen sorgten seit jeher für ein behagliches Zuhause. Ihre alte Rolle als Hüterinnen über das ökologische und soziale Gefüge von Gebieten wurde in der Menschheitsgeschichte fast überall gebrochen. Heute ist eine der Aufgaben des weiblichen Kollektivs, keine geringere als für den Erhalt und die Gesundung unseres Planeten aufzustehen und zu kämpfen. Ich kenne viele Frauen, mich eingeschlossen, denen die Zerstörung der Natur konkrete körperliche und seelische Schmerzen bereitet.

Schwesternschaft

Feld und Zeugenschaft in der Frauen-Oase

Manchmal fühlt es sich so an, als seien nicht nur die tatsächlich Anwesenden in der Runde, sondern mit ihnen alle Frauen aller Zeiten und aller Orte, mit all ihrem Schmerz, all ihrer Weisheit und all ihrer Liebe.

Die Lakota Indianer gehen davon aus, dass die Gebärmütter aller Frauen dieser Welt miteinander verbunden sind. Und dass alle Gedanken und Emotionen aller Menschen aus allen Zeiten in einem morphischen Feld, das sich um die Erde spannt, gespeichert sind. Was du in dir erlöst und in Frieden bringst, wirkt sich folglich auch auf andere Frauen aus. Das bedeutet, dass in dir ein Stückchen heilt, wenn du den heilsamen Prozess einer anderen Frau bezeugst. Die Zeugenschaft ist ein machtvoller und zugleich achtsamer Verstärker für die individuellen Prozesse der Frauen.

Selbst das Gespräch mit der besten Freundin, an deren Schulter wir uns ausheulen dürfen, kann das Feld eines ganzen Kreises nicht ersetzen. Es transportiert, von vielen bekräftigt, die Botschaft: „du darfst so sein wie du bist“. Wir erkennen uns selbst in den Geschichten der anderen Frauen und sind plötzlich nicht mehr allein. Dieses Aufgefangen-sein in der Gemeinschaft nimmt außerdem einen gewissen Druck aus der Partnerschaft. Unser Bedürfnis verstanden zu werden, muss nicht mehr allein vom Partner erfüllt werden. Es wird bereits im Frauenkreis gestillt, so dass wir unserem Liebsten gestärkt und offener begegnen können.

Gebärmutter

Die Kontinuität des Kreises

Die regelmäßige Teilnahme an der Frauen-Oase setzt mächtige Impulse im Körper, im Geist und der Seele der Teilnehmenden frei. Sie beginnen sich durch das uralte, heilige Ritual des Kreises zu erinnern: daran, dass alles mit einander verbunden ist. Und dass wir als Frauen Hüterinnen dieses Naturgesetzes sind.

Wenn Frauen über längere Zeiträume immer wieder im Kreis zusammenkommen, einsteht allmählich ein starkes, buntes Band an Freundschaft und Schwesternschaft. Für die meisten ist dies eine völlig neue Welt weiblichen Miteinanders, denn im rauhen (Arbeits-)Alltag herrschen eher Stutenbissigkeit und Konkurrenz unter ihresgleichen vor.

Meinem eigenen Leben haben die Frauen-Oasen in den letzten 7 Jahren eine große Tiefe, Erfüllung und Freude geschenkt. Ich durfte viele Ängste überwinden, verzeihen, Nein sagen und zu mir stehen lernen. Zwar leite ich diese Kreise und trage entsprechende Verantwortung in dieser Rolle. Die Medizin der Frauen-Oase jedoch ist nicht meine Person, sondern der Kreis selbst. Jede Einzelne. Wir gemeinsam.

Ihr habt mir so viel gegeben, Schwestern! Ich gebe aus ganzem Herzen mein Bestes für euch. Ich liebe euch!

Hier geht’s zum 1. Teil des Blogs „Was ist ein Frauenkreis?“

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I. Was ist ein Frauenkreis?

Was ist das Besondere, wenn Frauen im Kreis zusammenkommen? Wo haben diese weiblichen Treffen ihren Ursprung? Welche Intention steckt dahinter? Was geschieht in einem solchen Frauenkreis? Wer geht hin? Warum werden es immer mehr (sowohl live als auch virtuell als Online-Treffen)? Warum sind diese Kreise so begehrt und wichtig? Gerade in der heutigen Zeit? Die Antworten findest du in diesem 2-teiligen Artikel.

Möge der Funke überspringen. Mögest du dich nach dem Lesen auf die Suche machen nach deinem Kreis. Mögest du deinen Kreis finden, feiern und nie mehr missen wollen!


Hintergrund und Ursprung

Rituelle Zusammenkünfte von Frauen spielten in alten, matriarchal organisierten Kulturen eine wichtige Rolle für die Gesellschaft. Sie gaben Orientierung und Stabilität, denn hier lernten Mädchen und junge Frauen alles über ihre Rolle innerhalb der Gemeinschaft. U.a. das früher überlebenswichtige Wissen über Geburtshilfe und Heilkunde wurde hier von Frau zu Frau weitergegeben.

Die Frauen hatten im regelmäßigen Kreis einen Rückzugsort, der in modernen Gesellschaften fehlt. Ob während der Menstruation, nach einer Geburt, während der Wechseljahre oder nach dem Tod des Mannes: Frauen aller Altersstufen begegneten sich im Austausch über Themen, die ihnen wichtig waren.

Dazu zählten auch magische Zeremonien rund um die Muttergottheiten (z.B. in der römischen, germanischen und keltischen Religion). Die Muttergöttin, die mit der Erde assoziiert wurde, stand immer für die Verbundenheit aller Dinge. So konnten sich in dieser Kultur Jung und Alt, männlich und weiblich auf Augenhöhe begegnen. Die Polarität zwischen Mann und Frau, Gott und Göttin war heilig und wurde zelebriert. So diente jedes Zusammentreffen der Frauen nicht bloß ihrer eigenen Stärkung, sondern immer auch dem großen Ganzen, der Stabilisierung und Harmonisierung der Gemeinschaft.

Heute gibt es nur noch weinige solcher historisch gewachsenen matriarchalen Kulturen. Sie werden, wenn überhaupt, weniger aus dem Blickwinkel ihrer psycho-spirituellen Bedeutung für die Gemeinschaft beleuchtet, sondern eher als exotisches Beispiel dafür, dass hier der komplette Besitz und viel Verantwortung matrilinear, das bedeutet von der Mutter auf die Tochter übergeht. Durch die vielen Jahrhunderte Patriarchat ist es für uns heute normal, dass Frauen wirtschaftlich und gesellschaftlich von den Männern abhängig sind. Diese Abhängigkeitsstruktuten wirken trotz aller Erfolge der Frauenbewegung in Sachen Gleichberechtigung noch immer stark.


Frauenkreise heute

Wenn du dich als moderne Frau regelmäßig mit anderen Frauen in einem rituellen Kreis versammelst, tust du es vielleicht in erster Linie für dich selbst. Allerdings bemerken nach einer Weile vielleicht dein Partner, deine Kinder, Kollegen oder Freunde, dass du dich veränderst. Du wirkst ausgeglichener, fröhlicher, sexier, bestimmter, klarer und kraftvoller. Du ermächtigst dich selbst. Das Umfeld kommentiert diese positive Entwicklung häufig und profitiert selbst davon. Denn Verstrickungen klären sich, Werte ordnen sich und Beziehungen werden belastbarer.

Ein Frauenkreis ist also Rückzugs-Oase und Kraftort zugleich. Er dient dir, deinen Lieben, deiner Gemeinschaft und letztlich dem Planeten. Wenn das kein lohnendes Motiv ist! Manchmal passiert es aber auch, dass Neider*innen dich in deinem Wachstum hinein in eine neue Freiheit anfeinden. Dann trennen sich auch Wege.


Die Intention des Frauenkreises

Nicht jede weibliche Zusammenkunft ist ein Frauenkreis im hier gemeinten Sinne. Um die besondere, heilsame Qualität zu entfalten, braucht es eine klare Ausrichtung, eine offen kommunizierte Absicht. Der übergeordnete Arbeitstitel lautet sinngemäß: Weiblichkeit stärken. Jeder Abend nimmt sich eines definierten Themas an. Das ist wichtig, denn ansonsten würde sich die Energie in zu viele verschiedene Richtungen verflüchtigen. Frauenkreis-Themen können sein: wahre Schönheit, Nein sagen – Abgrenzung, meine Brust und ich, Wut, Macht etc. Es ist ungeheuer berührend zu erleben, wie augenscheinlich sehr verschiedene Frauen, doch die gleichen Fragen, Sorgen, Ängste und Sehnsüchte haben. Tiefes Durchatmen und freudige Erleichterung sind spürbar, wenn all die Themen endlich ohne Scham angesprochen werden, für die in den Beziehungen und in der Gesellschaft kein Raum ist.

Weiblichkeit

Das Besondere an Frauenkreisen

Es gibt inzwischen eine Vielzahl verschiedener Frauenkreis-Formate. Die einen sind eher schamanisch angehaucht, die anderen esoterisch, wieder andere tantrisch. Es gibt geschlossene Gruppen oder offene Abende, drinnen oder draußen und immer mehr auch Online-Treffen.

Einiges haben alle diese Formate gemeinsam:

  • Sie haben einen Kodex für den Umgang und die Kommunikation miteinander.
  • Die Treffen folgen immer einem bestimmten Ablauf, haben also Ritual-Charakter. Das gibt allen Anwesenden die nötige Sicherheit und Ruhe, sich auf die oftmals tiefen Prozesse einzulassen, die in so einer Runde geballter Weiblichkeit in Gang kommen können.
  • Damit für jede Teilnehmerin die Möglichkeit da ist, sich zu zeigen, sollte die Gruppe max. 8 – 10 Frauen groß sein.
  • Die Teilnehmerinnen sitzen im Kreis um eine Mitte, ein mit Tüchern, Kerzen, Blumen, Steinen oder Früchten dekorierter Kreismittelpunkt (dies ist bei Online-Treffen leider nicht möglich)
  • meist gibt es einen Redegegenstand: diejenige, die den Redegegenstand in den Händen hält, hat die volle Aufmerksamkeit der Gruppe. Egal ob sie ausführlich oder knapp erzählt, was in ihr vorgeht oder ob sie schweigt: die Gruppe hört geduldig zu, kommentiert nicht, gibt keine Ratschläge, sondern hält einfach den Raum. Auf diese Weise lernen wir im Kreis immer mehr, aus dem Herzen zu reden. Wir wissen: alles darf ausgedrückt werden. Ich werde nicht unterbrochen. Mein Gesagtes wird nicht abgetan als unwichtig, fragwürdig oder albern. Das gibt Sicherheit und Vertrauen zurück!
Mitte

Was geschieht im Frauenkreis?

Ein Frauenkreis ist also alles andere als ein Haufen „wilder Hühner“, die sich zum Kaffeekränzchen treffen. Ganz im Gegenteil: es gibt eine klare Struktur und einige Regeln. Diese engen allerdings nicht ein, sondern ermöglichen dir, dich völlig unbefangen und frei zeigen zu können. Es gibt eine Frau, die 1,5 – 3,0 Stunden (je nach Ausschreibung) den Kreis moderiert und Alle durch die einzelnen Stationen des Kreises führt.

  1. Reinigung des Raumes und des Feldes der Anwesenden (Räuchern mit Salbei, Räucherstäbchen, Raumspray) und Ankommen (kurze meditative Einstimmung)
  2. Einladung hilfreicher, schützender Kräfte wie Ahnen, Krafttiere, Geistwesen, Elemente (findet nicht in jedem Format statt)
  3. Verkünden der Absicht, Widmung des Kreises an ein bestimmtes Thema
  4. Verbindung in der Gruppe. Jede Anwesende teilt ehrlich und ungehemmt mit wie es ihr geht und was das Thema in ihr auslöst. In manchen Formaten, v.a. Online, liegt hierauf der Schwerpunkt. Der Kern des Kreises ist dann der Austausch mithilfe des Redegegenstands.
  5. Verwandlung: eine Schlüssel-Übung zum Thema (Körperübung, Schreibübung, Tanz, Naturerfahrung, etc.)
  6. Integration des Erfahrenen (durch eine Meditation, einen weiteren Redekreis, Aufschreiben, etc.)
  7. Wertschätzung und Dank an die Heilkraft des Kreises und alle Anwesenden (dieser Punkt ist in meinen Frauenkreisen von zentraler Bedeutung. Warum, kannst du im 2. Teil des Artikels lesen)

Warum gibt es immer mehr Frauenkreise?

Frauenkreise werden in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit um Einiges sichtbarer. Durch wachsendes Angebot, regelmäßige Artikel in Print- und Online-Magazinen, weltweite Vernetzung der Frauen über Social-Media, Filme. Sie sind kein Exklusivangebot für Hippies oder Feministinnen, sondern ein begehrter Ort für ganz normale Frauen. Diese kommen aus den verschiedensten beruflichen und sozialen Hintergründen und haben doch eines gemeinsam: sie suchen ein Platz, an dem sie alle Rollen abstreifen und sich selbst wieder entdecken und zurückerobern können. Es verwundert daher nicht, dass Frauenkreise Schmelztiegel für Lebenslust sind.

Frauenkreise sind heilsam, für Körper, Geist und Seele einer Frau!

Sie entspannen den Körper und lassen ihn weich werden, so wie es der weiblichen Natur entspricht. Denn, wir müssen hier den Bauch nicht einziehen, um einem lebensfeindlichen, verzerrten Schönheitsideal zu entsprechen. Wir müssen keine Fassade wahren, um uns vor möglicher Ablehnung zu schützen. Wir müssen keine Anstrengung in das Spielen einer Rolle stecken.

Unser Kopf wird frei, der Geist klar, weil wir ankommen im Hier und Jetzt, mit allem was gerade lebendig in uns ist – egal ob das angenehm oder unangenehm ist. Im Kreis darf alles sein, alles gefühlt, alles gesagt werden. In respektvoller, eigenverantwortlicher Weise. Wir machen die Erfahrung, nicht allein zu sein mit dem, was wir im Alltag verstecken und zurückhalten (z.B. Wut, Trauer, Abenteuerlust, Lust auf Erotik etc.). Dieses Zurückhalten geschieht oft aus Angst vor Kritik und Zurückweisung, welche im geschützten Raum des Kreises einfach nicht drohen. Wir können uns fallen lassen und werden getragen.

Unsere Seele wird balsamiert, weil wir gesehen und gehört werden so wie wir sind. Weil wir das Gefühl haben: „Ich bin wichtig, ich bin wertvoll.“ Alte Wunden werden versorgt, das innere Kind erfährt liebevolle Zuwendung. Das ist für viele Frauen eine Erfahrung, nach der sie sich seit Jahrzehnten sehnen und die sie im Kreis völlig ohne Kampf und Feilschen Müssen geschenkt bekommen.

Heilsame Kommunikation im Frauenkreis

Die Sprache im Kreis ist immer eine Sprache der Wertschätzung. Der Fokus liegt auf Werten wie Dankbarkeit, Schönheit, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Mitgefühl, Liebe und Humor. In einer Zeit gesellschaftlicher Verrohung ist es eine wahre Wohltat, so zu kommunizieren. Und es ist ein politischer Akt, wertschätzende Kommunikation zu kultivieren und aus dem Kreis in die Partnerschaften, Familien und ins Berufsleben zu tragen.

Schwesternschaft im Frauenkreis

Bereits nach kurzer Zeit entsteht zu den anderen Frauen im Kreis ein Gefühl von Schwesternschaft. So unterschiedlich die Einzelnen auch sein mögen, das Klima von willkommen und angenommen sein verbindet tief. Konkurrenz-Denken und sich Vergleichen mit Anderen hören auf. Dies beschreiben viele Teilnehmerinnen als einen enormen Gewinn an Lebensqualität.

Schwesternschaft

Selbstermächtigung im Frauenkreis

Den Rückhalt im Kreis von Frauen über einen längeren Zeitraum zu erfahren, stärkt die weibliche Kraft gewaltig. Wir werden selbstbewusster, denn wir haben die Rückendeckung unseres „Stammes“ und können jetzt so mancher Abfuhr und Abwertung im Alltag etwas entgegensetzen. Und wir sind nicht davon abhängig, dass unser Partner zuhört und uns versteht (du weißt ja: Männer sind vom Mars und Frauen von der Venus ;o)). Dadurch spürst du deine Würde und deinen Selbstwert wieder und triffst mutig und selbst-wirksam eigene Entscheidungen.

Du lebst deine Power.

Du lebst deine Weiblichkeit.

Du lebst selbstbestimmt.

Du bist du selbst!

Ich wünsche dir von Herzen viele Gelegenheiten, dich im Kreis anderer Frauen mit deiner weiblichen Kraft zu verbinden.

AHO,

PS: Hier geht’s zum 2. Teil des Artikels, in dem ich dich mitnehme auf eine Entdeckungsreise der YoCo-Frauen-Oasen

Warum Yoga & Coaching?

Warum passen Yoga und Coaching perfekt zusammen, obwohl sie auf den ersten Blick wie zwei völlig verschiedene Methoden wirken? Viele finden den Weg zum Yoga, um wieder entspannen zu lernen, Rückenschmerzen loszuwerden und den Körper fit und beweglich zu halten. Für andere ist eine spirituelle Sehnsucht Triebfeder, um auf die Übungsmatte zu kommen. Die Motivation ist einmal mehr irdischer Natur, das andere Mal transzendenter. Worum es im Life- Coaching geht und warum dies ein lohnender Weg sein kann, ist längst nicht so klar. Darauf gehe in folgenden Blogs noch näher ein.

Heute möchte ich unter die Lupe nehmen, warum eine bewusste Kombination von Yoga und Coaching die Garantie liefert, dass du ein glücklicherer Mensch wirst – vorausgesetzt natürlich, du bist mit Herzblut bei der Sache.

Was genau passt zusammen bei Yoga und Coaching?

1. Verbindung

Durch beide Methoden wird verbunden, was wir als getrennt erleben. Im Yoga geht es erst mal um die Verbindung von Körper, Geist und Seele, bei sehr ernsthafter Praxis um die Rückverbindung mit dem göttlichen Ganzen. Im Coaching geht es um die Verbindung von schlummernden Ressourcen mit aktuellen Herausforderungen. Um die Brücke vom Wunsch zur Wirklichkeit. Beide Ansätze verbinden uns mehr mit unserem Inneren und geben Orientierung wie wir mit unserer äußeren Lebenswelt verbunden sind.

2. Ganzheitliches Betrachten

Eine Bedeutung von Yoga ist „Einheit“. Es geht um die Vereinigung der Gegensätze: Anspannung und Entspannung, Dynamik und Ruhe, Einatmen und Ausatmen, Yin und Yang. Es geht darum, vom Gefühl des getrennt Seins, zurück zu kehren in das Gefühl der Einheit. Obwohl dieser Aspekt im Yoga sicherlich wesentlich mehr Tiefe und spirituelle Dimension besitzt, trifft er auch auf Coaching zu. Auch hier geht ein weiter Raum auf, wenn wir erkennen, dass scheinbar unerreichbare (von uns getrennte) Ziele plötzlich zu machbaren Möglichkeiten werden. Um dieses Vereinen zu erreichen, braucht es das ganzheitliche Einbeziehen von Aspekten, die bisher nicht berücksichtigt wurden.

3. Balance

Verbundenheit der verschiedenen Anteile zu einem harmonischen Ganzen ist nie ein fertiger Zustand, sondern immer ein dynamisches Gleichgewicht. Mal braucht der Körper mehr Aufmerksamkeit im Yoga, mal die Seele. Im Coaching geht es bei genauerem Hinsehen ebenfalls um Balance. Ein hartnäckiges Problem wirft uns aus der Bahn und macht uns unzufrieden oder wir haben das Gefühl, etwas Wichtiges fehlt für ein glückliches Leben. Teil des Coaching- Prozesses ist es, diese Schieflage auszubalancieren. Die Dominanz bzw. Zurückhaltung verschiedener Persönlichkeitsanteile auszugleichen. Dafür holen wir bisher unbewusste blockierende Glaubenssätze und Verhaltensmuster ins Bewusstsein. Und wandeln sie nach und nach in aktives und kreatives Gestalten unserer Welt nach unseren Vorstellungen.

4. Verlassen der Komfortzone

Um im Coaching einen wirklichen Durchbruch zu erleben, musst du die Komfortzone verlassen. Du kommst zum Ziel, indem du neue Dinge tust, die du vorher für viel zu groß, zu beängstigend oder auch zu einfach für dich gehalten hast. Dasselbe gilt im Yoga. Auch Yoga findet außerhalb der Komfortzone statt. Wir erweitern unseren Bewegungsspielraum zunächst physisch. Das hat in der Regel dann auch mehr geistige Flexibilität zur Folge.

5. Bewusstes Agieren

Auf der Matte bemühen wir uns, jeder Wahrnehmung mit Nicht-Werten und Nicht-Urteilen zu begegnen. Wenn du in dieser gedanklichen Neutralität geübt bist, hast du einen Riesenvorsprung im Coaching und findest schneller zurück in bewusstes Agieren anstelle von unbewusstem Reagieren. Nicht Werten und Urteilen schenkt dir innere Freiheit und mehr Gelassenheit gegenüber den Höhen und Tiefen des Lebens. Innere Freiheit und äußerer Handlungsspielraum sind immer auch Ziele im Life-Coaching. Ein wesentliches Werkzeug hier sind gute Fragen. Fragen, die dich öffnen. Und häufig schon eine neue Richtung im Denken, eine frische Perspektive für die Lösung des Problems andeuten. Yoga und Coaching weiten den Geist und schaffen Platz für frische, kühne Ideen als Samen der Lebensfreude.


Bewusstseinsstufen im Prozess

Bei beiden Methoden geht es für die meisten Menschen um Selbsterkenntnis. Wer besonders ambitioniert nach Sinn und Erfüllung sucht, ist bereit, auch die weiter führenden Stufen zu betreten. Selbsterkenntnis setzt die Fähigkeit voraus, „nach innen zu lauschen“ und sensibel dafür zu werden, wie unsere Innenwelt mit der Außenwelt in Resonanz geht. Im digitalen Zeitalter werden unsere Sinne ständig stark ins Außen gezogen. Da ist es ein Privileg, die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung zu besitzen. Ich sehe sie an als wichtige Basiskompetenz für ein gelungenes Leben.

Folgende Stufen ziehen sich sowohl beim Yoga als auch beim Coaching wie ein roter Faden durch die konstruktive Auseinandersetzung mit uns selbst.

  1. Selbstwahrnehmung: wir werden „spürig“ dafür wie es uns wirklich, hinter der Fassade geht
  2. Selbsterkenntnis: wir erkennen unsere Muster und Macken und deren Anteil an unseren Schwierigkeiten
  3. Selbstannahme und Eigenverantwortung: wir steigen aus dem Opferdrama aus, vergeben uns selbst und schieben nicht mehr Anderen die Verantwortung für unsere Situation in die Schuhe
  4. Selbstwert: wir entwickeln gesunden Egoismus, Klarheit unserer Grenzen und heilsame Wertschätzung für unser So-sein
  5. Selbstliebe: wir sind uns selbst wie eine liebende Mutter für ihr Kind und aktivieren damit die Selbstheilungskräfte von Körper, Geist und Seele

Geerdete Spiritualität

Was die Tiefe der Bewusstwerdung angeht, sind die Übergänge fließend. An der Oberfläche geht es los mit der körperlichen Motivation, Yoga zu üben. Dann wird die Wahrnehmung feiner und das Bedürfnis, Geist und Seele tiefer zu erforschen bei einigen Menschen größer. An dieser Stelle kommen sie ins Coaching oder (die Frauen) in Frauenkreise. Diese Erfahrung kann im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung „mitteltief“ bleiben oder zu einer integrierten Lebens-, ja Glückspraxis werden, die spirituellen Charakter hat. Je nachdem wie tief du dich einlässt. Hier schließt sich der Kreis zur transzendenten Ebene des Yoga. Mein Yoga, die Feminine Life-Coachings und Frauen-Oasen basieren auf einer geerdeten Spiritualität. Damit meine ich: wir geben die Verantwortung für das Gelingen unseres Lebens nicht ab an feinstoffliche Instanzen (Gott, Engel, Meister, Naturwesen etc.), sondern nehmen sie voll zu uns. Trotzdem dürfen wir uns natürlich eingebettet fühlen in eine höhere Macht – egal wie wir sie nennen – , uns anvertrauen und uns beschützt und geführt wissen.


Das Besondere an Yoga & Coaching mit Elisabeth

Bei mir findest du einen besonderen Mix der Methoden, der deine Herausforderungen von beiden Seiten angeht und dich damit kraftvoller und schneller ans Ziel bringt. Dazu einen Tiefgang, der nicht missionieren will, sondern volle Eigenverantwortung fordert.

  • mein Yoga nutzt den Körper als Haupt-Zugang zu Wohlbefinden, Ausgeglichenheit, innerer Stabilität und Erdung. Gleichzeitig setze ich Fragen, sprachliche Bilder und auf das Unterbewusstsein wirkende Meditationen aus dem Coaching so ein, dass sie eine Brücke bilden zur besserten Körperwahrnehmung.
Yoga Embodiment
  • mein Life Coaching für Frauen (Feminine Life Coaching) kommt ebenfalls von zwei Seiten. Ich gebe dir Impulse, neu zu denken und festgefahrene Strukturen in deinem Gehirn aufzubrechen. Wir bleiben dann aber nicht in der Mindset-Arbeit hängen, sondern du erlernst Körperanker (hergeleitet aus dem Yoga u.a. Heilsystemen) und speicherst neue Erkenntnisse und Zielstrategien nicht nur in den grauen Zellen des Gehirns, sondern in jeder Körperzelle. Das macht einen gewaltigen Unterschied. Du lernst, das, was du dir vornimmst, wirklich zu verkörpern! Diese Kombi ist Gold wert und kann Coaching von einer 08-15 in eine 007 Erfahrung verwandeln, die dein Leben für immer verändert. Durch für Frauen heilsame Meditationen und eine seelen-nährende Wertschätzungspraxis kommt Tiefe hinzu, die über „profane“ Persönlichkeitsentwicklung hinausgeht.
Coaching Embodiment

Erfahrung und Ergebnis

Grob vereinfacht können wir sagen: Hatha-Yoga setzt am Körper an. Coaching setzt am Mindset an. Beide tragen dazu bei, uns selbst zu begreifen. Und das ist die Basis für bewussten Wandel hin zu mehr Lebensglück.

Yoga und sein Fokus auf das Erfahren im Hier und Jetzt wirkt als ganzheitliche Übungsform ungeheuer unterstützend – nicht nur auf den Körper, sondern auch auf Geist und Seele. Die Anleitung durch eine erfahrene Lehrerin, einen erfahrenen Lehrer kann das Entfalten der ganzheitlichen Wirkung sehr fördern.

Coaching als ergebnisorientierte Methode ist ein hervorragender Weg, aus sich selbst heraus Problemlösungen zu finden. Und Träume umzusetzen, die vorher undenkbar schienen. Aufgabe des Coaches ist es, Reflexionshilfe zu geben und dabei die Integrität des Coachees (= Person, die ein Coaching in Anspruch nimmt) zu fördern. Im Unterschied zur reinen Beratung hebt das Coaching die Selbstbestimmung der Klientin hervor. Es gibt keine vorgefertigte Lösung, wohl aber für das angestrebte Ziel bewährte Techniken, die trainiert werden.

Yoga und Coaching werfen Licht auf unsere blinden Flecken, so dass lang gebundene Lebensenergie frei wird.


Wie Yoga & Coaching wirken

Folgende Wirkungen sind dem Yoga & dem Coaching gemeinsam. Beides:

  • öffnet deinen Körper, deinen Geist und deine Seele
  • macht dich auf allen drei Ebenen geschmeidiger
  • zeigt dir Wege in die Entspannung und schult deine Fähigkeit los zu lassen, was dir nicht (mehr) dient
  • verbindet dich mit deiner inneren Stimme und deiner Intuition. Du spürst deine eigene Wahrheit wieder klar.
  • wirkt sich positiv auf deine Körperhaltung und Körpersprache aus
  • beruhigt und klärt den Geist
  • bringt dich in Kontakt mit deiner Seele
  • lockt dich aus der Komfortzone, ist Dünger für dein persönliches Wachstum und mehr Lebensqualität
  • macht dich wach und achtsam
  • fördert allgemeine Dankbarkeit und Wertschätzung
  • lässt dich selbst Antworten und Lösungen finden
  • baut dein Selbstwertgefühl auf
  • nimmt Stress aus deinem System und bringt dich zurück in inneres Gleichgewicht

Die Liste ließe sich problemlos verlängern.

Darum passen Yoga und Coaching perfekt zusammen

Weibliche Präsenz und Ganzheitlicher Yoga

Wenn wir die im Yoga erfahrbare Körperlichkeit mit ins Coaching nehmen wirkt das beschleunigend auf die Erreichung der Ziele. Die Umsetzung ist dann solide geerdet und stabil. Wenn wir bewährte Mindset-Techniken aus dem Coaching mit ins Yoga nehmen, können wir besser bei uns bleiben. Wir fühlen uns den Instagram- und Zeitschriften-Yogis nicht mehr gnadenlos unterlegen, sondern holen unsere Einzigartigkeit und Selbstwertschätzung mit in jeden Atemzug, in jede Asana. Ich nenne das Embodiment: die beste Version meiner Selbst verkörpern. Embodiment überlistet die Bequemlichkeit des Gehirns, lieber in alte destruktive Muster zurück zu fallen als etwas Neues praktisch umzusetzen.

Wenn Kopf und Körper sich nicht verbinden und sich nicht einig sein können, weil wir unsere Hausaufgaben nur halb erledigt haben, hängt das Herz ewig dazwischen. Im Loyalitäts-Konflikt, welcher Instanz es jetzt folgen soll. Werden Yoga und Coaching miteinander verbunden, stärken sie gegenseitig ihre positiven Wirkungen. Und geben dem Herzen Richtung und Klarheit. Liebe, die Qualität des Herzens, hat viel mit Klarheit zu tun.

Ich kann mit Überzeugung und aus eigener Erfahrung sagen: wer beschlossen hat, den Weg der Veränderung zu gehen, wird mit Yoga und Coaching zum Ziel kommen. Lass uns gern darüber sprechen, ob wir gemeinsam losgehen.

Deine

4-Stufen-Lebensmatrix: erreiche deine Ziele

Was wäre, wenn du eine Lebensmatrix hättest, die du auf alle deine Ziele anwenden kannst? Mit der du den Überblick behältst. Die dich in 4 immer gleichen Schritten auf ein Master-Level hebt. Wie würde sich dein Leben ändern?! In diesem Blog verrate ich dir die 4 Grundpfeiler eines Erfolgsmusters für dein Leben. Es lohnt sich, bis zum Ende zu lesen. Das Beste kommt zum Schluss.

Ein paar Fragen zur Einstimmung:

  • Was machen Menschen, die du für ihren Lifestyle, ihren Erfolg, ihr Selbstbild oder ihre Beziehungen beneidest, anders als du?
  • Glaubst du, sie haben einfach mehr Glück als du?
  • Oder glaubst du fest daran, dass das Leben es auch mit dir richtig gut meint?
  • Könnte es sein, dass du an manchen Stellen aus purer Gewohnheit, Trägheit oder sogar Trotz an erlenter Hilflosigkeit und Selbstsabotage festhältst?
  • Könnte es sein, dass dir manchmal einfach der rote Faden fehlt, um vorwärts zu kommen?

Seit ich denken kann, habe ich Menschen sehr genau beobachtet und das Gesetz von Ursache und Wirkung in Lebensläufen studiert. Im Laufe der Jahrzehnte und durch eigene Erfahrung hat sich ganz deutlich eine Matrix herauskristallisiert, wie selbstbestimmtes, glückliches Leben gelingen kann. Wie du als Kapitän*in dein Schiff immer wieder auf Kurs bringen kannst. Doch jetzt erstmal ganz von vorne…


Was ist eine Matrix?

Wusstest du, dass der lateinische Begriff ‚matrix` „Gebärmutter“, eigentlich „Muttertier“ bedeutet? Ist das nicht total spannend? Beide Übersetzungen implizieren etwas Lebenspendendes, Nährendes, Fürsorgliches, Beschützendes, Förderndes, Begleitendes. So ist vom Wortsinn her die Struktur unseres Lebens gemeint! Leider ist unser gängiges Verständnis von der Qualität einer Matrix in der Regel sehr viel nüchterner. Wir definieren sie als: An-/Ordnung, Organisationsform, Stützstruktur, Verfahren, um Mängel und Ursachen zu ermitteln.

Aber was heißt das jetzt konkret für dich? Für dein Leben? Folgende Formel kam immer wieder raus, wenn ich das Wirken bewundernswerter Leute unter die Lupe genommen habe. In ihr hat alles Platz. Das Nüchterne und das Beseelte.


Deine Lebensmatrix:

Erreiche deine Ziele in 4 Schritten

Lebensmatrix-Entscheidung
WARUM?

Lebensmatrix-Stufe 1: Entscheidung

Am Beginn einer jeden Ziel-Umsetzung steht eine Entscheidung. Ein fester Entschluss. Je wacher und bewusster du lebst, umso wacher und bewusster kriegst du diese Entscheidung auch mit. Desto mehr sind dein Tagesbewusstsein und dein Unterbewusstsein in Austausch. Und das gibt deiner Entscheidung Power. Es bewirkt in dir das nötige Commitment (=Engagement), die Sache durchzuziehen. Du musst in der Tiefe wissen und fühlen, WARUM du dieses Ziel erreichen willst!

Überlege doch mal: wie oft hast du ein Ziel formuliert, hast dich daran abgearbeitet, aufgerieben und doch ist es nie Wirklichkeit geworden? Na? Diese frustrierende Erfahrung rührt daher, dass unser Verstand sich ein erstrebenswertes Ziel ausdenkt, aber das Unbewusste erhebliche Einwände hat.

Ein Beispiel: du machst dich auf die Suche nach einem Lebenspartner (Entscheidung für eine feste Bindung), dein Unbewusstes kennt aber seit Jahrzehnten das Mantra ‚Ich bin nicht gut/ schön genug‘. Schwupp, ist da eine Diskrepanz, die dich über kurz oder lang in Selbstsabotage-Muster führt. Und die ver- oder behindern eine erfüllte langfristige Partnerschaft.

Oder umgekehrt: dein Herz und deine Seele (Unbewusstes) haben sich für Freiheit und Unabhängigkeit entschieden; in deinem Verstand ploppt aber immer wieder ein gesellschaftlich geprägtes Bild auf : ‚Ehe, Kinder, Haus, Festanstellung sind sicher und verheißen Glück‘. Passt nicht zusammen.

Lebensmatrix-Unterbewusstsein

Bestimmt kennst du das Bild vom Eisberg – hier etwas anders dargestellt. Der Großteil dessen, was unser Leben lenkt – nämlich Emotionen, Wertvorstellungen, konditionierte Muster usw.-, liegt unterhalb der Wasseroberfläche. Vieles davon dringt selten oder nie in unser Bewusstsein, wenn wir uns nicht aktiv damit auseinandersetzen. Dein Unterbewusstsein (mind. 80%) sollte unbedingt mit dem einverstanden sein, was dein Verstand (max. 20%) als Ziel formuliert. Und umgekehrt: Dein Verstand sollte um mögliche Einwände im Unbewussten wissen. Beide müssen d’accord miteinander sein!

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es für das Erreichen deiner Ziele ist, dein Unbewusstes gut zu kennen und auf die Signale von dort zu achten. Das spart enorm viel Zeit und Energie und fördert obendrein deine Integrität.


Der einzige mir bekannte Weg in diesen Zustand heißt: innere Arbeit. Keine Angst, die kann richtig Spaß machen und dein Leben unbezahlbar bereichern! Lass uns gern die Ärmel hochkrämpeln und gemeinsam an die Arbeit gehen. Mein Yoga und Feminine Life-Coaching bringen dir innerhalb kurzer Zeit markante Meilensteine für die Erreichung deiner Ziele. (für ein kostenloses Erst-Gespräch mach gern einen Termin mit mir.)


Die bewusste Entscheidung, ein Ziel zu verfolgen ist der Same. Es reicht nicht, ihn einmal zur Kenntnis zu nehmen. Er will genährt, gehegt und gepflegt werden. Deine Entscheidung braucht deine Beharrlichkeit. Denn das Ego, die Umstände und andere Leute werden dich hartnäckig prüfen, ob du es ernst meinst. Wenn Hindernisse oder Rückschläge auftauchen, wirst du deine Entscheidung immer wieder bekräftigen müssen – wie in einer Ehe ;o). Sowas nennt man Commitment.

Wie?

Lebensmatrix-Stufe 2: Struktur

Nun hast du also die beherzte Entscheidung für dein Ziel getroffen. Und jetzt? Jetzt brauchst du ein Gerüst für tägliche, kleine Handlungen der Umsetzung. Denn:

„Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!

Bau dir eine Routine zur Zielumsetzung, die kompatibel ist mit deinem Alltag. Die sich mit Job, Partnerschaft, Familie und deinen Interessen verträgt. Die dir Spaß macht. Vielleicht nicht jeden Tag bis zur Ekstase. Aber doch so, dass du immer wieder Bock drauf hast. Und so, dass du mit erblühender Kreativität belohnt wirst.

Es ist toll, wenn du deinen Zielzustand oft derart bunt und lebendig visualisierst, als wäre er bereits erreicht. Gleichzeitig brauchst du den Blick für den Weg. Wenn wir ein Ziel mit Herzblut verfolgen, sind wir manches Mal überwältigt von der Vielzahl oder Größe der Schritte, die es bis zum Ziel zu gehen gilt. Auch hier braucht es also dein Dran-bleiben, dein Commitment und es braucht Struktur! Einen Schritt-für-Schritt Plan. Schriftlich!

Schreibe auf, welche Schritte nötig sind, ordne sie in eine sinnvolle Reihenfolge und setze täglich ein bisschen davon um. Hüte dich bitte davor, diejenigen Steps ans Ende deiner Liste zu setzen, die sich unangenehm oder beängstigend anfühlen. ‚Aufschieberitis‘ hat noch keine(n) ans Ziel gebracht.

Nicht zuletzt brauchst du Klarheit über deine Werte! Nur wenn du im Einklang mit deinem Wertesystem Entscheidungen trifftst und Schritte gehst, wird dich der Weg erfüllen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, und vielleicht kennst du das auch. Es ist z.B. de facto kein Erfolg, wenn du für einen gut bezahlten Job in einem für dich nicht stimmigen Unternehmen deine Werte Freiheit und Unabhängigkeit opferst. Oder wie siehst du das? Erforsche dein Wertesystem. Die gewonnenen Einsichten werden dir helfen, deine Erfolgsroutine stimmig in dein bisheriges Leben zu integrieren und den Fokus zu halten!

Die Entscheidung ist der Same, die Struktur ist der Boden, in den du den Samen legst. Es gibt magere Böden und nährstoffreiche. Es gibt hilfreiche Strukturen und solche, die sich wie eine Bleikugel am Bein anfühlen. Wähle also mit Bedacht das Setting, in dem deine Zielpflanze wachsen soll. Selbst wenn du mit der Suche nach der richtigen Struktur Zeit zu verschenken scheintst: der Wachstumsschub in Richtung Zielerreichung wird die Belohnung sein für deine Gründlichkeit. Guter Boden gleich vitale Pflanze. Gute Struktur gleich schnell und mit Leichtigkeit erreichtes Ziel.

Lebensmatrix_Inhalte
Was?

Lebensmatrix-Stufe 3: Inhalte

Körper, Geist und Seele sind die ausführenden Organe deiner Lebensziele. Die mutigste Entscheidung und die klügste Struktur nützen wenig, wenn die Inhalte, mit denen du die ausführenden Organe fütterst, nicht wirklich zu dir passen oder dem body-mind-spirit Dreiklang nicht gerecht werden. Wenn du nicht verkörpern kannst, was du gern sein willst, laufen alle guten Gedanken und Konzepte dazu ins Leere. Du musst dein Ziel in den Körper holen! Das nennt man Embodiment. Inhalte sind die Nährstoffe, das Wasser, die Sonne für das Wachstum deiner Ziel-Pflanze. Inhalte sind Nahrung und Dünger für dein Ziel!

Ein Beispiel aus meiner eigenen Geschichte: Meine Entscheidung lautete: ‚Ich will mehr Verantwortung (für mich) übernehmen und freier leben‘. Die gewählte Struktur (Kurzform): Klärung innerer Hindernisse, parallel dazu Fortbildungen in Richtung beruflicher und persönlicher Weiterentwicklung. Der Inhalt: feinstoffliche Energie-Arbeit. Fazit: hat nicht gepasst für mich! Erst nach langem, anstrengendem Ausprobieren vieler feinstofflich ansetzender Methoden wurde mir klar, dass ich geerdete Inhalte, pragmatische Lösungen brauche. Als dieser Groschen gefallen war und ich die zu mir passenden Inhalte gelernt habe, ging es rasch vorwärts. Die positiven Veränderungen wurden von Nachbarn, Freunden, meinem Mann, dem Hausarzt und Yogaschülern anerkennend kommentiert.

Lebensmatrix-Community
Mit wem?

Lebensmatrix-Stufe 4: Community

Wir sind soziale Wesen und brauchen einander. Lass uns die Schwarm-Intelligenz und Synergie-Effekte nutzen, um gute Verhaltensweisen in unserem Alltag und im Miteinander zu fördern. „Fremdhirne“ inspirieren, lassen uns wachsen und können uns den enormen Kraftaufwand von Einzelanstrengung ersparen. Solange du in dir zentriert bist (Yoga hilft da enorm!), steht der Einfluss einer Gemeinschaft deinem selbstbestimmten Leben nicht im Wege.

Jede(r) ist mit einem einzigartigen Mix an Fähigkeiten ausgestattet. Wenn wir die vielfältigen Mixturen gemeinschaftlich nutzen, kommen wir alle leichter und schneller ans Ziel. Warum nicht Hilfe in Anspruch nehmen, wenn wir nicht weiterwissen oder unsere Kraft vorübergehend nicht reicht? Wir sollten die weit verbreitete Konkurrenz gerade unter Frauen endlich begraben und stattdessen, die „Schwesternschaft“ pflegen, nach der sich bei genauerem Hinsehen alle sehnen.

Die Natur macht es vor. Artenvielfalt gewährleistet stabile Ökosysteme, die ein Höchstmaß an Produktivität hervorbringen. Wo viele verschiedene Lebewesen mit spezifischen Fähigkeiten zusammenwirken, sich ergänzen und gegenseitig bereichern entstehen Fülle und dynamisches Gleichgewicht. Das heißt nicht, dass du dich mit jedem zusammen tun sollst. Gesunde Abgrenzung (ein Spezialgebiet meines Life-Coachings) will gelernt sein. Das gilt insbesondere für Frauen.


Fazit

Freudvolles Umsetzen deiner Herzenswünsche sowie Glück und Zufriedenheit sind untrennbar verbunden mit der Arbeit an dir selbst. Sie kommen nicht durch das Konsumieren von „Zeug“ (wie uns die Werbung glauben machen will), dem 75. Workshop oder dem 35. verstaubten Lebensratgeber-Buch im Regal. Sie kommen durch innere Transformationsprozesse und eine gute Portion Disziplin. Punkt.

Prüfe selbst, ob die 4 beschriebenen Matrix-Elemente auf Leute zutreffen, die du bewunderst. Prüfe, an welcher Stelle du immer wieder ins Wanken gerätst und aufgibst? Welchen Muskel willst du trainieren? Den Enscheidungsmuskel? Den Strukturmuskel? Suchst du ein unterstützendes Feld?

Egal, wo du gerade stehst: ich bin für dich da und gebe jeden Tag mein Bestes für dich.

Yoga und Feminine Life Coaching mit Elisabeth

Mein Ziel ist: Frauen glücklich, kraftvoll, selbstbestimmt und im Saft ihrer Weiblichkeit zu sehen.

Meine Struktur ist: bewusst entscheiden, Erfolgsroutine installieren und durchführen, wertvolle Inhalte geben, Entwicklung feiern in der Gemeinschaft

Meine Inhalte sind: Yoga und Life-Coaching für Frauen

Meine Community sind: ‚Soul Sistas‘, wie ich sie nenne. Wache Frauen, die sich trauen, authentisch und würdevoll sie selbst zu sein.

Bist du dabei?

Elisabeth Meyer-Siemon

Go for it!


Zusammenfassung als Download

Drucke dir das Matrix-Wall-Chart aus, hänge es dir an den Kühlschrank und checke regelmäßig, welcher Quadrant deine Aufmerksamkeit braucht.

Richtig gern helfe ich dir beim Klären, Sortieren, Navigieren und Umsetzen. Schreib mir: lass uns das Ziel bestimmen, den Fahrplan festlegen und durchstarten.

Schreib deine Fragen und Anmerkungen gern unten ins Kommentar.

Resilienz – das Immunsystem der Seele

Vor 10 -15 Jahren hätte ich nie geglaubt, mal einen Blog über Resilienz zu verfassen. Warum? Ich war nicht resilient. So was von gar nicht. Vielmehr hab ich mir nichts sehnlicher gewünscht als ein dickes Fell, die Fähigkeit mich abzugrenzen, „Stop“ zu sagen, klar zu bleiben in herausfordernden Situationen und teilweise chaotischen Verstrickungen mit meiner Umwelt.

Schon der ganz normale Alltag war anstrengend, ganz zu schweigen von Phasen, die für Körper, Geist und Seele Stresstest bedeuten (z.B. private oder berufliche Umbrüche oder eben eine weltweite Corona-Krise).

Nun schreibe ich darüber und bin froh und glücklich, in den letzten Jahren eine gigantische Entwicklung in Sachen Resilienz hingelegt zu haben. Wenn ich das kann, kannst du das auch! Ich will dir Mut machen und dich erinnern, welch ein wunderbares Wesen du bist. Voller Möglichkeiten!

Definition

Resilienz (von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Quelle: Wikipedia

Was entscheidet, ob du auch in Krisen psychisch widerstandsfähig = resilient bist oder nicht?

Verhinderer von Resilienz

Natürlich gibt es neben den Resilienz fördernden Faktoren auch solche, die extrem hinderlich sind. Ich beginne mit diesen, weil ich die „happy happy, always happy“ Brille, die ausschließlich in die Sonne (das Positive) blicken will, als Selbstverarschung betrachte. Sei ehrlich zu dir, welcher der folgenden Resilienz-Verhinderer evtl. etwas mit dir zu tun hat:

  1. Opferbewusstsein / hartnäckige Schuldzuweisung
  2. Erlernte Hilflosigkeit („ich hab’s einmal nicht geschafft, also schaffe ich es nie“)
  3. Fehlende Eigenverantwortung
  4. Verdrängung / Unbewusstheit
  5. Verbitterung
  6. Bequemlichkeit / alles beim Alten lassen wollen

Das Fundament für Resilienz

Resilienz_Bindung_Netzwerk

Die erste große Langzeit-Resilienz-Studie der us-amerikanischen Entwicklungspsychologin Emmy Werner in den 1950er Jahren auf der Hawaii-Insel Kauai kam zu einem spannenden Ergebnis. Werner untersuchte alle Kinder eines Geburtsjahrgangs bis weit ins Erwachsenenalter hinein. Alle Kinder wuchsen unter denselben ungünstigen Rahmenbedingungen auf der damals ganz und gar nicht paradisischen Insel auf: hohe Arbeitslosigkeit, viel Gewalt und hohe Kriminalitätsrate (schon bei Kindern und Jugendlichen), massiver Dorgenmissbrauch, rauhes soziales Klima, Perspektivlosgkeit.

Wie zu erwarten, rutschten 2/3 der Kinder in dieselben Drogen- und Gewalt-Muster ab, die ihnen vorgelebt wurden. 1/3 der Kinder jedoch nicht! Warum? Den großen Vorsprung, den dieses eine Drittel hatte, war eine echte Bindung zu mindestens einer Person, die Werte vermittelte. Das wichtigste für Resilienz ist soziale Bindung!


Die 7 Kernkompetenzen von Resilienz

Die meisten Quellen geben im Ganzen 7 Kernkompetenzen als Bausteine einer starken psychischen Widerstandskraft an. Gerate bitte nicht in Panik, wenn du dich vielleicht nur in drei oder vier der unten aufgelisteten Bausteine wiederfindest. Ein paar zu haben, ist schon wunderbar. An den anderen Kompetenzen kannst du weiterarbeiten, wenn du erstmal um ihre Bedeutsamkeit weißt.

Resilienz_Kompetenzen

Die 7 Kernkompetenzen für Resilienz sind:

  1. Akzeptanz – grundsätzliche Annahme unwillkommener Herausforderungen, in dem Wissen, dass sie Teil eines jeden Lebens sind
  2. Lösungsorientierung – statt des Jammerns über das, was alles nicht möglich ist, Fokus auf auf die Möglichkeiten; vorwärts gerichtetes Denken
  3. Optimismus – grundsätzliches, Vertrauen darin, dass das Leben es gut mit dir meint (nicht zu verwechseln mit „Ich schwätz mich froh, damit es nicht weh tut“!)
  4. Selbstwahrnehmung – Fähigkeit, sowohl körperlich, als auch mental und emotional wach und ehrlich zu beobachten, wo ich mich selbst sabotiere und sanft, aber konsequent gegenzusteuern (Anmerkung: Yoga ist fantastisch geeignet, eine ganzheitliche Selbstwahrnehmung zu kultivieren)
  5. Selbstwirksamkeit – Entscheidungsfähigkeit „das ist mein nächster Schritt“ und eigenständiges, optimalerweise eigeninitiatives Handeln in diese Richtung
  6. Bindung – eingebettet Sein in ein soziales Netzwerk, das dir Rat, Wertschätzung und Unterstützung gibt
  7. Sinnhaftigkeit – Das Wissen – ohne zumindest eine Ahnung – um dein WARUM? Warum bin ich hier? Welche Werte möchte ich leben? Was ist der Sinn meiner Ziele, meines Lebens?

Das Sahnehäubchen

Wenn oben genannte Faktoren sozusagen der Tortenboden mit Belag sind, möchte ich dem Resilienz-Törtchen noch ein Sahnehäubchen aufsetzen. Denn Fett schmiert ja die Seele und ist Geschmacksträger für mehr Genuss. Aus meiner Erfahrung spielt Folgendes eine gewichtige Rolle, um deine psychische Widerstandskraft tief und dauerhaft zu ankern:

Glück_Resilienz
  • Selbstverantwortung – ehrliches Hinterfragen: Wie habe ich zur gegenwärtigen Situation beigetragen? Verantwortung übernehmen ist erst mal unangenehm, gibt dir aber Kraft und Eigenmacht zurück!
  • Selbstliebe – Abkopplung vom Leistungsdruck unserer Gesellschaft. Sei freundlich mit dir und deinem Scheitern! Das verändert alles.
  • Achtsamkeit – mach dir immer wieder klar, dass die Früchte deiner Anstrengungen, um aus deinem Schlamassel raus zukommen, erst mal reifen müssen, damit du sie genießen kannst. Am Gras zu ziehen, hilft bekanntlich nicht. Gib den Prozessen die Zeit, die sie brauchen.
  • Humor – wenn du über dich selbst lachen kannst, auch wenn du echt gerade Pech hast, bist du bereits auf dem Level der Meisterschaft.

Wie kannst du Resilienz trainieren?

6 Notfall-Helfer, wenn du innerlich abrutschst

Resilienz_Notfall-Übungen
  1. Schüttel dich! – Embodiment – Übung, um eine klebrige, erstarrte Frequenz abzuschütteln. Am besten auf eine Musik, die dich belebt, schüttel dich mind. 10 Minuten lang durch: locker aus den Knien lass den ganzen Körper wippen und wackeln. Stell dir dabei vor, du schüttelst den alten Mist buchstäblich ab. Bemerke, wie es dir danach geht.
  2. Stopp! Sei bewusst“ – Mindset-Übung. Ertappe dich dabei, wenn du ins Opfer oder in Verdrängung gehst. Sag dir (laut) „Stopp!“ und hol dich in deine Präsenz. Lass den Moment so sein wie er ist. Erlaube dir, ALLES zu fühlen.
  3. „Kontrolliertes Abkotzen“ – Schrei‘, weine oder renne aufgestaute Emotionen eine gewisse Zeit bewusst raus. Danach wähle bewusst die Frequenz (z.B. Dankbarkeit, Mitgefühl, …), nach der du dicht sehnst. Das braucht Disziplin und Übung, ja. Funktioniert aber.
  4. Fokus auf die neu gewählte Frequenz (Brennglas-Effekt)
  5. Sanftes und konsequentes Zurückkehren in dein Lösungs-Szenario, wenn der Sog alter Muster einsetzt. Hartnäckig bleiben!  (Natur & Meditation sind hier mächtige Helfer, um dich rückzuverbinden mit dem, was dir wichtig ist)
  6. Frage: Was kann ich hier und jetzt tun für meine gute Zukunft? Dann setze es um!

5 Alltags-Übungen für deine innere Stärke

Resilienz_innere Stärke
  1. Das Optimismus-Tagesbuch / Dankbarkeits-Tagebuch – schreibe täglich abends mind. 5 Gegebenheiten rein, für die du dankbar bist.
  2. Tägliche positive Selbstgespräche / positiver innerer Dialog – „Ich bin wertvoll“, „Ich bin gut so wie ich bin“,  „Ich bin einzigartig“
  3. Erfolgsglas – würdige dich jeden Tag für 3 oder mehr Sachen! Schreib sie auf kleine Zettel uns sammle diese in einem besonders großen, schönen Glas oder einer Vase. Begründe, warum das Aufgeschriebene ein Erfolg ist, damit du dir den Erfolg auch glaubst.
  4. täglich 3 Ziele, die du auch umsetzt: HVA = high value activities für deine Ziele. Sie sollten realistisch machbar sein und kontinuierlich umgesetzt werden!
  5. Auftanken in Stille / Meditation / Natur

Häkelsprüche

Resilienz_Lernen

„Häkelsprüche“. Keine Ahnung mehr, woher diese Wortkreation stammt. Ich liebe philosophisch wertvolle Zitate, Extrakte von Weisheit und Wahrheit und sammle diese seit meinem 14. Lebensjahr in kleinen Büchlein. Hier ein paar Häkelspruch-Highlights zum Thema Resilienz:

„Man muss das Gute auch am Rande des Abgrunds nicht aufgeben.“ Friedrich Wilhelm Freiherr von Humboldt

„Entschlossenheit im Unglück ist immer der halbe Weg zur Rettung.“ Johann Heinrich Pestalozzi

„Almost every successful person begins with two beliefs: the future can be better than the present, and I have the power to make it so.“ David Brooks

„Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von neuem beginnen.“ Buddha

Quelle: Gesellschaft für Resilienz

Klicke auf diesen Artikel des jungen berliner Health und Life-Style Unternehmens Primal State und entdecke weitere coole Tipps, wie du deine Resilienz auf ganzheitliche Weise hochfahren kannst.

Wie geht es dir dieser Tage mit deiner inneren Stärke? Was nährt sie? Was schwächt sie? Schreib gern dein Feedback ins Kommentar.

Ich wünsche dir von Herzen gute Gesundheit, Sonne im Herzen und Bindungen zu Menschen, die das Beste in dir sehen.

Bis bald, deine

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Stabile Beziehung durch Standing

„Leuchtturm“ u.a. Praxis-Tipps zum internationalen Frauentag 2020

Eine stabile Beziehung – zu dir selbst und zu Anderen – hat was mit Standing zu tun. Wenn du Standing hast, fühlst du dich sicher. Ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist Sicherheit. Für unser seelisches Wohlbefinden ist v.a. die Sicherheit in unseren sozialen Bindungen ausschlaggebend. Wenn du das Gefühl hast, in deiner Gruppe/ Familie/ Partnerschaft „dazu zu gehören“, gibt dir das den Rückhalt, andere Unsicherheiten (gesundheitlich, finanziell, beruflich) austarieren zu können.

„Standing“ = Ansehen, Rang, Geltung, Stand, Bedeutung, Stehen

Online Wörterbuch „Leo“

Die meisten Frauen, die ich kenne (mich eingeschlossen) haben diese Sicherheit in jungen Jahren auf einen „Traumprinzen“ projeziert. Die Filmindustrie unterfüttert diese Projektion = Illusion kräftig. Das Blöde ist nur: im wahren Leben geht Beziehung ja erst richtig los, wenn im Film mit dem „happy end“ die Geschichte endet. Folge: Traumprinzen, sprich die sexy verpackte allround Lösung für die Probleme einer jungen Frau, entpuppen sich immer wieder mal als Frösche. Das ist nicht der Fehler oder das Unvermögen der Männer! Vielmehr glaube ich, dass es denen umgekehrt ganz ähnlich geht. Auch sie suchen, …. und finden in der Frau an ihrer Seite so eine Art „aufregende Beruhigungspille“ für den inneren Frieden. Vorübergehend. Denn Traumfrauen mutieren regelmäßig zu zickigen Nörglerinnen, denen Mann es nicht recht machen kann.

Stabile Beziehung durch Standing Praxis-Tipps_Froschkuss
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Wachheit

Die Verbindung des Dilemmas zum Internationalen Frauentag ist nun herstellt. Frauen sind eben keine zickigen Nörglerinnen, sondern kämpfen zurecht(!) noch immer um eine echte Gleichberechtigung (z.B. Aufhebung der Gender Gap in der Bezahlung gleichwertiger Arbeit). Das ist unbequem. Die Strukturen einer Gesellschaft verändern sich leider zäh, weil das menschliche Gehirn ungeheuer träge ist. Wir alle, Männer wie Frauen, sind so sehr an unsere (patriachal geprägten) Rollen gewöhnt, dass es ein hohes Maß an Wachheit erfordert, den Irrsinn, der sich aus dumpfen Gewohnheiten mitunter ergibt, zu erkennen und zu beenden. Es bedarf einer gewissen Anstrengung, nicht wieder in alte Muster zu verfallen.

Ein Beispiel

Unzählige Frauen meiner Generation sind von Haus aus noch immer so daran gewöhnt, dass Männer für Finanzen zuständig sind, dass sie sich sehenden Auges in finanzielle Abhängigkeiten begeben. Es ist nicht die Unfähigkeit des weiblichen Geschlechts, einen wichtigen Teil ihres Lebens selbst in Hand zu nehmen. Es ist pure Gewohnheit. Was nicht hinterfragt wird, gilt als normal. Basta.

Standing und Finanzen
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Praxistipp: Finanzielle Freiheit

Für eine gründliche, konstruktive Reflexion und ggf. Korrektur deines Finanzstatus als Frau: sieh dich um auf Madame Moneypenny. Hier findest du jede Menge verständlich aufbereitete Informationen und Schritt für Schritt Anleitungen für deine finanzielle Freiheit als Frau sowie eine starke Community, die so ziemlich auf jede Frage und Unsicherheit im Umgang mit deinen Euros souverän antwortet.

Dein Standing

Um so richtig „wach“ zu werden und auch zu bleiben, brauchst du ein gutes Standing für dich. Das kannst du aus Schichten unreflektierter Verhaltensmuster „entwickeln“ und dann trainieren. Wie beim Muskeltraining: „Use it or lose it!“ Begib dich in Situationen, die dein Standing fordern. Raus aus der Komfort-Zone rein in die Komm-vor-Zone! Komm vor mit dem, was du gelernt hast, von dir zurückzuhalten! Kostet Überwindung, ja. Und wird belohnt mit einem mehr an innerer und/ oder äußerer Freiheit!

Praxistipp: Leuchtturm

Du weißt nicht wie das gehen soll mit der Komm-Vor-Zone? Hier ein paar tragende Säulen für dein Standing:

  • Präsenz im Hier & Jetzt
  • glasklares Kennen deiner Werte (z.B. Ehrlichkeit, Transparenz, Vertrauen, Mitgefühl, …)
  • Abgrenzungsfähigkeit
  • 100% Eigenverantwortung
  • authentischer Selbstausdruck

Kümmer dich ernsthaft und leichten Herzens um diese Säulen! Sie werden deine Klarheit sehr schärfen und Entscheidungshilfen für alle Lebensbereiche geben. Du wirst zum Leuchtturm für dich selbst und dein Umfeld: Du beziehst klar Stellung, bist von weitem erkennbar, gibst Orientierung und … na?… Sicherheit! Sehr gern unterstütze ich deinen Weg in die Leuchtturm-Position mit meinem Feminine Life-Coaching!

Stabile Beziehung durch Standing_Leuchturm
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Wahrheitsfähigkeit

„Was uns in Beziehungen fehlt, ist Wahrheitsfähigkeit.“

Sabine Lichtenfels

Es ist schon schwer genug, mit sich selbst wirklich ehrlich zu sein. In Beziehung die nackte Wahrheit zu äußern und auszuhalten, ist eine hohe Kunst und erfordert …. wieder Standing!

Du hast als moderne Frau sicherlich das Bedürfnis nach Unabhängigkeit, weil die auch Freiheit bedeutet. Hier kommt ein zweites menschliches Grundbedüfnis ins Spiel: das Bedürfniss nach Dominanz. Du wirst dich nur dann unabhängig fühlen, wenn du dich in den Dingen, die dir wichtig sind, durchsetzten kannst, dominant bist. Dies geht wieder nur durch stabiles „Standing“. Du musst voller Überzeugung unverhandelbar für deine Bedürfnisse einstehen können ohne deren Erfüllung vom Anderen abhängig zu machen!

Stabile Beziehung durch Standing Praxis-Tipps_3
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Hand aufs Herz: Welche Frau hat das schon gelernt?? Haben wir nicht alle verinnerlicht, dass es unsere Aufgabe ist, erst mal für die Bedürfniserfüllung der Anderen zu sorgen? (Schätzung: mind. 80% meiner Klientinnen kommen erschöpft aus genau diesem Grunde zu mir).

Hinzukommt: das Bedürfniss nach Sicherheit konkurriert mit dem nach Dominanz! Frauen gehen tendentiell eher für Sicherheit und ordnen sich folglich weiter unter. Mist! Ein guter Ausweg aus dem Dilemma: Standing! Für ALL deine Bedürfnisse. Sicherheit UND Dominanz und was da sonst noch ist.

Veranstaltungs-Tipps für dein Standing

Weitere Inspirationen für stabile Beziehung, dein Standing als Frau und das Erfüllen deiner Bedürfnisse bekommst du hier:

Stabile Beziehung durch Standing Praxis-Tipps_4
pixabay.com

Fazit

  • Frauen, die für sich einstehen, sind keine Zicken, sondern beweisen Standing – vorausgesetzt sie bleiben in der Eigenverantwortung
  • Männer sind nicht an allem schuld. Auch sie wurden in lang bestehende Strukturen geboren und müssen erstmal wach werden, Wahrheit aushalten lernen. Dann wäre es dran, dass sie Verantwortung übernehmen für die Ungleichbehandlung von Frauen und diese beenden helfen.
  • stabile Beziehung (egal ob zu dir selbst, deinem Liebsten, Freunden, Familie etc.) erfordert ein Standing, das der Wahrheit standhält und nichts Wesentliches zurückhält
  • dein Standing ist die Quelle von Sicherheit und die Voraussetzung dafür, deine Anliegen durchzusetzen

„Die Keimzelle der Gesellschaft ist die Paarbeziehung. Wenn Frauen und Männer sich hier aufrecht und wahrhaft begegnen, ist die Saat für Frieden gelegt.“

Elisabeth Meyer-Siemon

Empfange den YoCo Blog für deine Würde, deinen Wert und deine Wirksamkeit als Frau bequem jeden Monat per Email und profitiere von exklusiven Yoga- und Life-Coaching-Angeboten!

Speed Coaching für 2020

Tschööööö 2019, welcome 2020!

Ein neues Jahr – sogar ein neues Jahrzehnt- wow! Da ist die Leinwand, auf die du deine Vorhaben und Ziele projizierst, wahrscheinlich noch was größer. Ein würdiger Anlass für ein Speed Coaching! Hast du eine klare Vision, wohin dich dieses neue Jahrzehnt bringen soll – oder richtiger: eine Vision, wohin du dich in diesem Jahrzehnt entwickeln willst? Schließlich hängt es zu einem großen Teil von dir selbst ab, wo du landen wirst. Behaupte ich. Klar, spielen auch äußere Faktoren eine Rolle. Deren Macht über dein Leben kannst du jedoch minimieren, indem du

  • aufhörst, dir selbst die Tasche voll zu lügen
  • Verantwortung übernimmst
  • deine inneren Begrenzungen und Hindernisse aus dem Weg räumst.

pixabay.com

Dafür musst du erst mal glasklar haben, wo die Reise hingehen soll. In der Coaching-Welt ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dir deine Ziele, die Manifestation deiner Vision, in allen Einzelheiten aufzuschreiben. Oder als kreatives Event ein Vision-Board zu basteln (step-by-step Anleitung). Nach dem Motto:

„Ein Ziel, das man nicht sieht, kann man auch nicht treffen.“

Mein Kreativ-Tipp

Zum Start in dein bestes Jahrzehnt: schreibe und oder bastle! Bereits das zu Papier bringen deiner Vision ist Teil des Erfolgsprozesses. Falls deine Fitness-, Job- ,Work-Life Balance- oder Beziehungsziele also bisher nur als Idee in deinem Kopf eingesperrt sind, bring sie in die Materie und fang an zu schreiben, zu schneiden zu kleben. Das ist ein schöner, kreativer und auch entspannender Prozess.

Ein weiteres Werkzeug, die Erreichung deiner Ziele greifbar zu machen: finde einen Buddy (Kumpel, Kamerad, eine „Schwester“) oder einen Sparringspartner (jemand bringt zu deinem Wohl seine/ ihre eigene Erfahrung, Expertise, Wissen und Know-How ein und berät dich unterstützend). Sprich aus, wo du hin willst – vor Zeugen!  Eine schöne Gelegenheit hierzu hast du am kostenlosen Visionsabend „Weiblich und kraftvoll 2020“(um Anmeldung per Email wird gebeten).


Für die Fleißigen und Wildentschlossenen unter euch hier eine kleine Hausaufgabe aus dem  YoCo-Selbstwertcharger-Programm

Speed-Coaching zum Thema Absicht: für die regelmäßige Praxis zu HauseSpeed Coaching

Deine wahre, innere Absicht ist das stärkste Wirkungselement in deinem Leben!

Du stärkst deine Absicht, indem du sie aussprichst.

Du stärkst deine Absicht, indem du sie fühlst.

Du stärkst deine Absicht durch das Bewusstmachen, WARUM sie dir so wichtig ist.

Jedes Mal, wenn du negative Emotionen empfindest, erschaffst du gerade in eine Richtung, die du eigentlich nicht willst.

Du kannst deine Absicht trainieren. Wenn dein Absichtsmuskel stark geworden ist, wirst du anziehen, was du wirklich willst.

Hier ein Mini-Trainingsprogramm für eine starke Absicht:

  • Formuliere deine Absicht schriftlich: „Ich beabsichtige…“
  • Liste mindestens 10 positive und/oder negative Gründe auf, warum dir dein Ziel so wichtig ist. „Dieses Ziel ist mir wichtig, weil…“
  • Liste mindestens 10 positive Gründe auf, warum du es erreichen wirst. „Ich werde dieses Ziel ganz sicher erreichen, weil…“

Mein Speed Coaching-Tipp

… für die, die es eilig haben:

„Mach langsam, es eilt“ kennst du sicher schon. Das meine ich nicht. (Trotzdem kann ich nur empfehlen, dir die Achtsamkeit zu gönnen, zu der dieser Satz auffordert).

Mein Tipp für die Abkürzung zum Ziel:

Wende dich den Hindernissen zu! Es macht doch wirklich keinen Sinn, mit scharrenden Hufen ständig vor den Felsblock zu treten, der im Weg liegt. Das tut nur weh, bringt nicht weiter und der Frust ist vorprogrammiert.

Mit Hindernissen meine ich

Speed-Coaching_Ganesha
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Ganesha – der hinduistische Elefantengott, der Hindernisse aus dem Weg räumt

a) die großen Brocken, wie Angst, Schuld, Scham, Verleugnung, Neid, Perfektionismus, Manipulation, Show – sprich die Schattenseiten (auch hierzu gibt es ein YoCo-Seminar, Termin kommt noch). Was im ersten Moment vielleicht nach Umweg klingt, ist in Wahrheit eine Abkürzung! Die Menschen, zu denen ich aufschaue und die ich für die Umsetzung ihrer Vision bewundere, haben sich ALLE intensiv mit ihren Schatten auseinander gesetzt. Sie wussten irgendwann, dass hier der Schlüssel liegt, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um dann mit freier Sicht und ungebremstem Fokus die Zielgerade zu erreichen.

b) die kleinen, banalen Blockaden des Alltags: erst Papiere sortieren, dann wird auch die Steuererklärung schaffbar. Erst Gebrauchsanweisung lesen, dann die neue Telefonanlage in Betrieb nehmen. Erst klar kriegen, was ich sagen will, dann den Mund aufmachen. etc. etc. Das schafft stetig kleine Erfolgserlebnisse und versetzt dich in das wonnige Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Hindernisse sind erstmal näherliegender als das Endziel. Das ist Fakt. Daher ist es nur logsich, zuerst den nahliegendsten Schritt zu gehen. Schritt für Schritt. Das macht den gesamten Weg bewusster. Du bleibst präsent und verennst dich nicht in Unschaffbarkeit.

Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass mensch überschätzt, was in 1 Jahr umsetzbar ist. Und: das Pensum dessen, was in 3 Jahren schaffbar ist, wird regelmäßig unterschätzt.

Ich kann nicht behaupten, dass ich auf Hindernisse stehe. Definitiv gehöre ich zur Fraktion der Ungeduldigen. Daher wiederum finde ich Abkürzungen klasse und werde mich ergo auf jeden Fall in diesem Jahr freudig um meine Hindernisse kümmern.

Ich wünsche uns allen ein mutiges, aufrechtes Jahr 2020. Viel Gelegenheit zum Lachen und Tanzen. Bleib gesund.

Love n‘ blessings,

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Vollendung

Zeit zur Vollendung. Weihnachten steht kurz bevor. Ein weiterer Jahreskreis schließt sich. Mit dem Schließen von Kreisen ist es so eine Sache: Zu oft scheinen wir vorschnell auszusteigen aus einem Zyklus (an Arbeit, an Beziehung, an körperlicher Genesung, …), und eilen dem nächsten Abenteuer entgegen. Oft machen wir dann an den entscheidenden Stellen die gleichen Fehler. Das ist doch langweilig!Vollendung

Wie wäre es, nicht nur das alte Jahr, sondern alle Zyklen so zu vollenden, dass wir – gereift durch bewusste Erkenntnisse – auf einem höheren Niveau an Freude, Güte, Gelassenheit etc. in die nächste Runde gehen können? Ein guter Anfang, den würdevollen Abschluss eines Zyklus einzuüben, ist ein wirklich runder Jahresabschluss!

Für deinen vollendeten Jahresabschluss

Inspirationsfragen

  1. Ganz ehrlich: Was war mein Beitrag zum (erfreulichen wie unerfreulichen) Geschehen? Bin ich bereit für alles, was passiert ist, Verantwortung zu übernehmen?
  2. Was war die wichtigste Lektion dieses Jahres für mich?
  3. Wo gibt es noch was zur Bereinigung aus?
  4. Was waren meine Momente der besonderen Freude?
  5. Wo ist Vergebung dran? Für mich selbst und für andere.
  6. Welche Personen oder Situationen haben mir gezeigt, dass Vertrauen sich lohnt?
  7. Wem oder was möchte ich Dankbarkeit entgegenbringen? (Tue es!)

(Extratipp: beantworte diese Fragen nach deiner Lieblings-Yoga-Praxis. Diese wird deinen Geist und dein Herz weiten und deine Antennen schärfen, um auf den Punkt zu kommen.)

„Verbinde dich mit dem Ort der Stille in dir!

Hier warten bereits die Antworten auf all deine Fragen,

von dir abgeholt zu werden“ – Elisabeth

Ritual für dich allein

  • Schreibe alle markanten Stationen (die Hochs und Tiefs) deines Jahres auf kleine Zettel
  • Würdige, was auf jedem Zettel geschrieben steht, noch einmal bewusst
  • übergib danach jedem Würdigen den Zettel dem Feuer (Kerze, Kamin, Feuer draußen) und lass das Geschehene los!
  • Versprich dir selbst, die Lektion darin in deinem Kopf, deiner Burst und deinem Bauch lebendig zu halten und das nächste Jahr innerlich gereift und bewusst zu gestalten

Ritual in freundschaftlicher Runde, z.B. am Silvesterabend

  • macht, wenn möglich, ein Feuer draußen; wenn das nicht geht, tut‘s auch eine feuerfeste Schale drinnen
  • schreibt wie unter a) jeder für sich die wichtigen Stationen des Jahres auf
  • je nachdem wie vertraut ihr euch seid, kann es schön sein, laut aussprechen, was ihr in die Flammen loslassen möchtet
  • das Bezeugt-Werden, gibt dem Ritual eine ganz besondere Kraft
  • ihr werdet euch trotz aller Unterschiedlichkeit eurer Jahresläufe verbunden fühlen

Weitere Rituale zum Jahresabschluss findest du hier.

Nimm wahr, wie es sich anfühlt, klar zu haben, wo du in Sachen Verantwortung, Lektion, Freude, Vergebung, Vollendung_Körper Geist und SeeleVetrauen, Dankbarkeit stehst. Nimm das als Orientierung für deine Ziele in 2020.

Nimm wahr, wie es sich anfühlt, das Alte loszulassen: wie atmest du, wie blickst du in die Welt und auf dich selbst? Wie fühlt sich der Köper an?

Bring Kopf, Herz und Bauch am Ende des Jahres nochmal zusammen. Lass Verstand, Gefühl und Instinkt einen Abschluss-Kanon in dir anstimmen. Nimm alle 3 ernst und lass sie gute Weichen stellen für dein Jahr 2020!

Mögest du glücklich sein.

Mögest du dich sicher und geborgen fühlen.

Mögest du gesund sein.

Mögest du leichten Herzens leben.

– Segen der metta-Meditation


Für DICH in 2020:

Das Beste aus 20 Jahren Yoga-Praxis und 14 Jahren Coaching bei YoCo Limburg

alle Termine hier: https://www.yoco-limburg.de/events/

Offene Yoga-Stunden

  • montags-morgens: 9:30 – 11:00
  • montags & mittwochs: 19:15 – 20:45
  • Classic, Yin, Flow, Beckenboden
  • weitere Termine folgen!

Yoga Retreat mit Jule Erler

  • Datum: 06.-08.11.2020 im Hotel „Freund“

Seminare

  • Die Kunst der weiblichen Präsenz, 28. + 29.03.2020 im Kreml Kulturhaus, Zollhaus
  • „Ganz statt (nur) gut“:  Handbremse lösen durch Schattenarbeit, Termin folgt
  • Selbstwert-Charger: das ultimative Wochenende zum Batterie aufladen und Lebensfreude tanken!
    • 19.-21.06.2020 bei YoCo, Limburg
    • 04.-06.09.2020 im Kreml Kulturhaus, Zollhaus

Seminarreihe

  • Frauen-Oasen „Vom Alltagsfrust zur Lebenslust“: 14-tägige Tankstelle für deine Weiblichkeit & Lebensfreude, Start: 23.01.2020 – JETZT anmelden!

  • Visionsabend: „weiblich und kraftvoll in 2020“ – 09.01.2019 19:00 – 21:00, Eintritt frei
  • Vortrag zum Weltfrauentag und Podiums-Diskussion mit drei Frauen (Birgit Weidmann, Ulla Ka, Elisabeth Meyer-Siemon), die es wissen wollen: „Warum wir eine weibliche R-Evolution brauchen“08.03.2020 Kreml Kulturhaus Zollhaus
  • Celebrations: 10 Jahre Yoga und Coaching mit Elisabeth: 16.05.2020

Ja – nein – vielleicht: Entscheidungstraining

Sicherlich kennst du das nervige Gerangel im Kopf: Ja? Nein??? Vielleicht??? Es kostet Energie, Zeit und lässt dein Umfeld im Unklaren, wie es mit dir umgehen soll.

Immer wieder beobachte ich andere Menschen und auch mich selbst dabei, wie der Mund ein zähneknirschendes “Ja“ ausspuckt, aber Herz, Bauch, der Unangepasste Teil in uns oder was auch immer „Nein“ ruft. Diese Diskrepanz ist bei genauem Hinsehen und Hinhören spürbar. Gleichzeitig sind wir alle so sehr an dieses weit verbreitete Selbst-Sabotage-Muster gewöhnt, dass wir die Störsignale ignorieren. Es wäre unbequem, sie zu beachten. Es wäre vielleicht sogar riskant, „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen. Wir befürchten Ablehnung. Und diese Angst ist mächtig, denn sie entspringt dem tiefsitzenden Bedürfnis eines jeden Menschen: ich will dazugehören! Dasselbe Muster greift natürlich auch, wenn wir „Nein“ sagen, aber eigentlich „Ja“ meinen (das kennt Frau vielleicht, wenn sie nach einem Streit mit dem Partner schmollt und unnahbar tut, wenn er auf sie zugeht, obwohl sie sich genau das wünschst ;o)… hhhmmm? Schon mal erlebt?)

Aus diesem Gerangel zwischen gefühlten „Ja“ und kommuniziertem „Nein“ – oder umgekehrt – wird dann dieses völlig fruchtlose, fade „vielleicht“. Das „Jein“ drückt sich aus. Auch wenn du „ja“ oder „nein“ sagst, es aber nicht verkörperst. Unterschätze nie die Aussagekraft deiner Körpersprache und Mimik. Sie transportiert EINDEUTIG, ob du wirklich das meinst, was du sagst. Eindeutigkeit in deinem Statement erfordert zwar Mut, erzeugt in dir, zur Belohnung quasi, aber auch ein Gefühl von „Kongruenz“ (=Übereinstimmung, Stimmigkeit). Dieser Zustand ist gesund, beruhigt das Nervensystem und fühlt sich einfach richtig und gut an.

Es stimmt schlichtweg oft nicht, dass du die eindeutige Antwort nicht weißt, dass du dich nicht entscheiden kannst. Du hast nur gelernt, dass der Verstand dem Gefühl übergeordnet ist. Das Gefühl, oder sagen wir besser dein Instinkt, baut sich blitzschnell aus dem Datensatz deines Unterbewusstseins auf. Unser Unterbewusstsein (80 % unserer Entscheidungs-Ressourcen) ist da viel schneller als der Verstand. Der Verstand (20% unserer Entscheidungs-Ressourcen) fängt dann um einige Sekunden verzögert mit dem Bauch das Diskutieren an. Und gewinnt (bei Erwachsenen) meistens.

Ein „vielleicht“ resultiert also daraus, dass der Kopf was anderes sagt als der Bauch oder das Herz. Selbst wenn der Verstand (Kopf) sein statement abgegeben hat, bleibt das abweichende Gefühl (Körper). Nur wenn sich Kopf und Bauch einig sind, kannst du ein klares Ja oder ein klares Nein verkörpern und vertreten. Wenn du ein „vielleicht“ zu vertreten versuchst, wirkt das bei ehrlichem Hinschauen mühevoll, nicht überzeugend und trist und fühlt sich für dich selbst nicht gut an.

So wie du gelernt hast, der Stimme des Verstandes mehr Gewicht zu geben, genauso kannst du lernen, wieder mehr auf deinen Instinkt zu achten. Du kannst lernen, mehr aus dem Bauch als aus dem Kopf zu leben bzw. den Dauerstreit zwischen beiden achtsam beizulegen.

Wie kannst du das lernen? Achte auf deine somatischen Marker

Negative somatische Marker sind beispielsweise:

  • Kloß und Engegefühl im Hals
  • Angst, Ärger
  • weiche Knie, Zittern in den Beinen
  • flauer Magen, leichte Übelkeit oder Druckempfindungen
  • hochgezogene Schultern, angespannter Nacken

Positive somatische Marker sind bespielsweise:

  • leichtes Kitzeln im Bauch, warmes wohltuendes Gefühl im Bauch
  • Lächeln, leichtes Anheben der Mundwinkel
  • Magenhüpfen, Freude
  • Leichtigkeit, Helle im Kopf
  • fließende, lösende Empfindungen im Körper

Somatische Marker melden sich nicht nur vor anstehenden Entscheidungen, sondern treten bei allem auf, was wir tun und was uns begegnet, z. B. auch, wenn wir nur ein Wort hören. Sie werden angelegt in der Kindheit, wenn wir in bestimmten Situationen bestimmte Empfindungen haben. Das Gehirn speichert unsere Gefühle und Empfindungen zu dieser Situation mit ab. Bsp: du hast dich als Kind im Mathematikunterricht gelangweilt, wurdest blamiert oder gehänselt. Dann wird dieses Gefühl mit „Mathematik“ verbunden.

Da das Unbewusste keine Zeit kennt, wird dieses „schlechte Gefühl“ auch dann erzeugt, wenn man bereits erwachsen ist, d. h. es eigentlich keinen Stress, Hänseleien oder Ähnliches mehr gibt. Als Erwachsener bemerkt man dann, dass man „Mathematik nicht mag“ und damit verbunden schlechte Gefühle, Magengrummeln, Versagensängste etc. empfindet.

Somatische Marker steuern unser Vermeidungs- und Annäherungsverhalten. Treten in einer bestimmten Situation positive Gefühle auf, etwa Freude, ist das ein Zeichen für Annäherung („go“). Treten negativ bewertete Gefühle auf, etwa Ekel, dann werden wir etwas nicht machen – uns abwenden („stop“).

Das Bewertungsschema unseres emotionalen Erfahrungsgedächtnisses ist recht schlicht. Es signalisiert uns „Stop“ oder „Go“. Dabei ist völlig egal, welches Gefühl auftritt – Gefühle haben einzig die Aufgabe „stop“ oder „go“ zu signalisieren. Natürlich können somatische Marker den Verstand nicht ersetzen, weil sie uns keine weiteren Informationen liefern, außer Annäherung oder Vermeidung. Wir brauchen den Kopf, um zu verstehen, warum uns eine Sitaution auf „Stop“ oder „Go“ einstimmt. Somatische Marker, also die Körperreaktion auf eine Situation, ein Wort oder ein Bild, treten in der Regel auf, bevor es zu verstandesmäßigen Aktivitäten kommt. Sie fällen somit wichtige Vorentscheidungen. Das ist vielen Menschen nicht bewusst.Viele Menschen müssen ihre Wahrnehmung  erst schulen, um auch feine somatische Marker mitzubekommen. Eine Super-Technik um die eigenen somatischen Marker kennenzulernen, ist jede Form der Achtsamkeitspraxis, besonders Yoga!

Wenn du deine somatischen Marker präzise wahrnehmen kannst, bist du klar im Vorteil. Du hast dann die Möglichkeit herauszufinden, welche Gründe für oder gegen eine Handlung sprechen und ob du dein Verhalten ändern willst oder nicht. Es lohnt sich sehr Körpersignale/ Somatischen Marker ernst zu nehmen und zu nutzen.

Das eigene Bauchgefühl, deinen Instinkt, deine somatischen Marker nicht ernst zu nehmen oder gar über Jahre hinweg zu ignorieren, ist ein Indiz für geringen Selbstwert. Ganz befreit von diesen Momenten geringen Selbstwertes ist wohl kein Mensch. Muss auch nicht. Solange wir wach und bewusst sind und diese Momente mitbekommen, können wir üben, uns selbst immer wieder aufzubauen und den „Selbstwert-Muskel“ zu trainieren (Stichwort Resilienz = Psychische Widerstandskraft).

Wenn du ein klares „Ja“ hast auf die Frage:

Willst du deinen Selbstwert-Muskel trainieren?

dann melde dich noch heute an zum Selbstwert-Charger Wochenende vom 06.-08.12.2019! +++ nur noch wenige freie Plätze +++

Eine Investition in DICH lohnt sich immer!

Alle Infos hier: https://www.yoco-limburg.de/event/selbstwert-charger/

 

 

 

 

 

 

 

Keep the flow

Keep the flow – im Fluss bleiben ist leichter gesagt als getan, wenns schmerzhaft wird, oder?

„Unterm Strich ist doch immer alles dabei“ – so eine weise Lehrerin und Freundin, von der ich viel lernen durfte. An Tagen wie dem heutigen, wo ich all die Erkenntnisse, Aha-Erlebnisse, gelösten Knoten und seelischen Quantensprünge, die ich im bisherigen Leben erfahren durfte, weder wirklich erinnern, noch irgendwie in mir spüren kann, kommt mir dieser Satz ins Gedächtnis.

„Alles auf null“

Du kennst das bestimmt. Manchmal ist „alles auf null“. Das Leben tut gerade weh, ist schwierig, scheint aussichtslos. Und all das Gelernte über Sinn und Zweck von Lebenslektionen, all die Erfolge und Etappensiege, alle Entwicklung hinein in mehr Reife und Gelassenheit machen sich mal eben unsichtbar, sind einfach nicht mehr abrufbar – weg. Dann fühlt sich einfach alles ungerecht an und doof und sowieso sinnlos. So geht`s mir gerade. Ich sitze inmitten bester Umstände, umgeben von aufmerksamen, zugewandten Menschen und doch – oder gerade wegen des malerischen settings? – ploppt sie hoch, die alte Wunde. BOOMMMM! Mit voller Wucht. Schmerz. Traurigkeit. Angst. Rasende Wut. Ein kreischendes inneres NEIN zu dem, was gerade vorgeht.

Glücklicherweise verfalle ich nicht sehr häufig in solche Zustände. Als langjährige Yogalehrerin höre ich dennoch hier und da das Kommentar, dass man als Yogi doch „da drüberstehen könne /müsse“. Irrtum! Glaubst du, dass irgendwer die natürlichen Tiefs im Leben dauerhaft umschiffen kann? Ich nicht. Manche tun so. Das sind mir die am wenigsten sympathischen Zeitgenossen – ehrlich gesagt.

Meditation hilft dir, im Fluss zu bleiben

Um mal beim Yoga zu bleiben: Meditation bedeutet eben nicht – wie häufig vermutet – die Abwesenheit von Gedanken. Meditation ist ein Zustand höchster entspannter Wachheit, die den kurzen Moment der Stille zwischen den Gedanken mühelos einfängt. Meditation beobachtet. Neutral und absichtslos. Die Lücke zwischen den Gedanken darf sich dehnen. Stille und Frieden breiten sich in dieser Lücke aus.

All dies fällt mir ein inmitten meiner emotionalen Misere, in der mein „Schmerzkörper“ ( mehr dazu bei Eckardt Tolle nachzulesen) Amok läuft. Und just in diesem Moment ändert sich was in mir. Ich fühle den Klumpen in der Magengrube, die zugeschnürte Kehle, die zurückgehaltenen Schreie, den verkrampften Nacken. Als mir bewusst wird, dass ich all das spüre, beginne ich, es zu beobachten. Eine Art Meditation beginnt. Zuerst noch im Widerstand, der gerade alles anders haben will. Dann immer absichtsloser, denn jetzt fällt mir auch wieder ein, dass Widerstand den Schmerz nur verstärkt. Ich gebe mich hin. Sage innerlich: „Nimm mich Schmerz! Ich lass jetzt los, so gut ich eben kann.“ Denn: unterm Strich ist immer alles dabei! Sonnenschein und Regenwetter, Hoch und Tief, Leichtigkeit und Schwere, etc. Also kann ich mich entscheiden, auch den dunklen Mist zu durchleben, weil ich mit Sicherheit weiß: es wird wieder hell. Das ist ein Naturgesetz.

Etwas in mir wird beweglicher, offener, würdevoller, als ich mir selbst erlaube, jetzt nicht alle Yoga-  und Coaching-Werkzeuge in Perfektion anzuwenden. Ich BIN einfach. Ich kann mir sogar vergeben, dass ich für den Moment nichts im Griff habe. Obwohl mein nicht Funktionieren manch einen in meiner Umgebung kolossal ankotzt. Und siehe da: am Ende hab ich wieder ein sanftes JA zu mir selbst. Darin ist selbst der Schmerz willkommen.

Praxis-Tipp – Meditation: „Offen bleiben, auch wenn es weh tut…“

  • mach dir ein längeres Musikstück an, das dich emotional berührt (am besten was langsames, ruhiges, gern nur instrumental)
  • stell dich aufrecht hin, entspanne Kiefer und Gesicht und breite die Arme aus, als wolltest du jemand willkommen heißen
  • schließe die Augen und gehe mindestens über die Länge der Musik oder länger mit ausgebreiteten Armen in eine Meditation im Stehen
  • heiße alles, was jetzt mental und emotional auftaucht, durch die Geste deiner Arme willkommen – egal ob es dir gefällt oder nicht
  • irgendwann beginnen die Arme, schwer zu werden oder sogar zu schmerzen. Bleibe in der Haltung!
  • Spüre im Körper die Bereitschaft, das Leben wirklich willkommen zu heißen ( das ist etwas anderes, als es sich nur mental vorzunehmen!)… bleibe offen auch wenn es weh tut

Weit mehr als einmal durfte ich bei mir und Anderen erfahren, dass es heilsam ist und unsere Würde stärkt, wenn wir etwas Schmerzhaftes durchleben, ohne anderen die Schuld an unserem Leiden zu geben. Unterm Strich ist immer alles dabei. Auch Leidvolles. Das geht uns allen so. Also: stay tuned, keep the flow and forget the drama.

Genieß den Herbst!

Herzlich



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