… ganz im Gegenteil – Reset für Körper, Geist und Seele / Praxis-Tipp

Reset= ZurĂĽcksetzen in den definierten Anfangszustand

Viele Menschen nutzen das Fasten, gerade jetzt in der vorösterlichen Zeit, um körperlich und auch mental ein Reset zu erleben. Das hat seinen Grund. Der beginnende Frühling, das Aufbrechen des neuen Lebens in der Natur fordern förmlich dazu auf, die neue Jahreszeit gereinigt, aufgeräumt, erfrischt und klar willkommen zu heißen.

Normalerweise essen wir jeden Tag – beim Fasten tun wir das Gegenteil. Normalerweise haben wir unsere gewohnheitsmäßigen Routinen: im Tagesverlauf, auf der Arbeit, beim Einkauf, bei der Körperpflege, in der Kommunikation mit Freunden und Familie, beim Sex, im Reagieren auf Erfreuliches oder Ă„rgerliches…

Was, wenn du dir einfach mal achtsam das Gegenteil erlaubst?

Irgendwas wirst du opfern müssen aus der öden Wiederholungsschleife deines Alltags, um dich in den definierten Anfangszustand von Balance zurückzuversetzen, den die Natur für dich vorgesehen hat. Das mag Überwindung kosten und sich nach Opfer anfühlen, wird aber in der Regel belohnt.

Ich wette, es wird auf jeden Fall deine Sinne schärfen und dich dem Sog der „Frühjahrsmüdigkeit“ entreißen. Ob die „Frühjahrsmüdigkeit“ wohl als sanfter Arschtritt der Natur gemeint ist, uns daran zu erinnern, endlich mal wieder unsere Routinen zu unterbrechen? Ich halte das für wahrscheinlich.

Quelle: www.zeitblĂĽten.de

 

 

Alles in der Natur strebt nach Balance. Alles hat seinen Rhythmus. Wir rennen oft in die immer gleiche Richtung und erhöhen lieber nochmal das Tempo als uns einzugestehen, dass wir vielleicht mal einen anderen Weg einschlagen sollten. Folgen wir doch einfach dem Vorbild von Mutter Natur und gönnen uns jetzt zu Frühlingsanfang ein Reset all dessen, was zu viel zu lang in eine Richtung gelaufen ist:

Das Zuviel an Essen, Alkohol, Medien, sinnlosem Konsum, belanglosem Plappern hier, lähmendem Schweigen dort, Bequemlichkeit, Projektion, Hektik, langweiligen Beziehungen…

 

Im Yoga wirkt ĂĽbrigens das gleiche Prinzip: bewusster Wechsel zwischen Gegensätzen mit dem Ergenis der Balance: Anspannen und Entspannen, Einatmen und Ausatmen, Yin und Yang, Vorwärtsbeugen und RĂĽckbeugen, Streckung und Kompression…

 

Mein Reset-Praxis-Tipp: simpel und wirksam

  • Gewöhnlich arbeitest du viel? – verbringe untätige Stunden auf dem Sofa und in der Badewanne*
  • Gewöhnlich kochst du nicht selbst? – zaubere dir ein drei-Gänge-MenĂĽ und nimm dir viel Zeit, es zu verspeisen*
  • Bist du gewöhnlich ständig unter Leuten? – gönne dir Alleine-Zeit*
  • Sitzt du oft den ganzen Tag am PC? – geh wandern oder mach ´ne Radtour*
  • Hast du gewöhnlich den Part derjenigen/ desjenigen, die/der verfĂĽhrt wird? – VerfĂĽhre selbst*
  • Hältst du normalerweise bei Streit deine Klappe und schluckst? – Hau‘ auf den Tisch*
  • Hast du dich daran gewöhnt, streng und unbarmherzig mit dir selbst umzugehen? – Schenke dir Blumen, schreibe dir selbst einen Liebesbrief und feiere, was du bisher in deinem Leben geschafft hast*

Du kriegst den Punkt, oder?

*auch das Gegenteil ist heilsam ;o):  bist du ständig allein – geh unter Leute; hast du dich viel um dich selbst gekümmert – kümmere dich um andere; hast du Routine im „Auf den Tisch hauen“ – halt beim nächsten Streit die Klappe etc.

Du wirst wacher und ausbalancierter sein. Zu deinen natĂĽrlichen Gleichgewicht zurĂĽckfinden.

Übrigens: Wir alle mögen uns jeden Tag im Jahr ein kleines Reset gönnen, indem wir am Abend das Gegenteil dessen tun, was die meiste Zeit unseres Tages ausgefüllt hat.

 

Eine frohe, erfrischende Osterzeit wĂĽnsche ich dir!