Kein Bock auf Drama?!

„Ich hab‘ einfach keinen Bock mehr auf Drama!“

dies waren die herzerfrischenden Worte einer Teilnehmerin meines aktuellen Königinnen-Coachings (https://www.yoco-limburg.de/coaching-limburg/).

Ihre gesamte Mimik und Körpersprache transportierte dabei: Abenteuerlust – Neugier – Bereitschaft, sich WIRKLICH einzulassen – wilde Power – ursprüngliche Weiblichkeit – einzigartige Schönheit und eine Souveränität, die uns anderen Königinnen in der Runde einen nachhaltigen Flash bescherte.

Ein wahrhaft göttlicher Moment. Dafür LIEBE ich meine Arbeit!

Der Witz ist: diesem Augenblick des prallen Lebens, der unerschütterlichen Potenz und glasklarer Präsenz ging einer der zartesten, verletzlichsten, „Ich zeige mich so wie ich bin!“-Momente voraus, denen sich ein Mensch stellen kann.

Und Bomm! Da war es wieder: dieses Gefühl von Demut. Vor der Tiefe der weiblichen Natur. Dieses Staunen, dass die Wahrheit des Lebens sich v.a. im Paradox erfahren lässt.

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Paradox erscheint auch der Buchtitel der US-amerikanischen Professorin für Sozialforschung Brené Brown „Verletzlichkeit macht stark“. (Ein Interview dazu unter:  https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/verletzlichkeit-ist-der-schluessel-zu-allem-86367). Zufällig (?) lag dieses Buch auf dem Tisch als der denkwürdige Satz: „Ich hab‘ einfach keinen Bock mehr auf Drama!“ gesprochen wurde.

Und mir fiel es wie Schuppen von den Augen: Drama entsteht echt immer dann, wenn ich mich weigere, verletzlich zu sein.

 

 

 

Rückblickend auf meine 30er Jahre würde ich mich durchaus als „Drama-Queen“ bezeichnen. Ich wollte (zumindest in Teilen) sein wie ich nicht war. Ich verwandt einen Riesenhaufen Energie darauf, meine Mängel und Defizite auszumerzen, um nicht mehr angreifbar zu sein. Das war Drama-Dünger…

Drama ist ein Geschehen des Ego, das haben will (recht, Macht, Geld, Kontrolle,…).

Verletzlichkeit ist ein Geschehen des Selbst, das sein will (echt, in Liebe, in Fülle, im Fluss,…).

Nachdem ich in vielen kleinen Schritten, meinen Mut-Muskel in Sachen Verletzlichkeit zulassen trainiert habe, mögen mich zwar nicht mehr alle alle alle meiner Mitmenschen. Für diejenigen, die mich trotz (oder gar wegen?) meiner nicht mehr versteckten Verletzlichkeit mögen, inszeniere ich dafür weitaus weniger Drama. Da sind viel mehr Freundlichkeit und Humor mir selbst und anderen gegenüber. Ich bin belastbarer, weil ich meine Energie nicht mehr mit Verbiegerei vergeude. Ich kann mich besser abgrenzen. Auch wenn sich verletzlich Sein immer noch mitunter anfühlt wie nackt vor einer Menschenmenge Yoga machen oder Fallschirmsprung ohne Fallschirm, kann ich sagen: das Ja zu meiner Verletzlichkeit hat mich stärker gemacht.

Den gleichen paradoxen Effekt beobachte ich immer wieder in meinen Frauen-Coachings: zu Beginn kommen viele Frauen, weil sie wirklich gesehen werden wollen. Weil sie gehört werden wollen. Gleichzeitig haben sie Angst, sich zu zeigen. Ihre Stimme zu erheben. Ausgeliefert zu sein. Verletzlich zu werden. Und da haben wir’s wieder, das Paradox.

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An dieser Stelle hilft nur eins: Mut zur Verletzlichkeit! Springen ohne Fallschirm. Nackt-Yoga vor einer Menschenmenge – im festen Glauben an mich selbst und meinen Wert – egal was die anderen da draußen denken.

Die Schwester dieses Mutes ist Vertrauen. Vertrauen, dass das Leben meinen Mut am Ende belohnen und mich weich landen lassen wird. Schließlich braucht es noch Stille.

Damit du die im alltäglichen Funktionieren schall-gedämpften Schreie der mutigen Amazone in dir hören kannst, damit du das tief in Mutter Erde und Vater Himmel  geankerte Vertrauen in dieses Wunder Leben spüren kannst – werde still. Jeden Tag eine kleine Weile.

Und dann: Scheiß auf das Drama und geh deinen Weg!

Verletzlich, mutig, vertrauend – WACH.

AHO!

2 Gedanken zu “Kein Bock auf Drama?!

  1. Ich habe die Situation noch gut in Erinnerung.Sie hat mich in der letzten Woche begleitet und ich habe auch für mich beschlossen “ Ich habe absolut auch keinen Bock mehr auf Drama“!!! Jeden Tag wirklich LEBEN und das BESTE daraus machen. LG und ein schönes Wochenende.( freue mich auf Donnerstag). Anette

  2. Liebe Elisabeth, meine Reise mit Feminine Presence hat schon begonnen, als ich deine Anzeige für die Vorveranstaltung in der Zeitung gelesen hatte letztes Jahr und fühlte: Da muß ich hin! Alleine dieser Text hat schon bewirkt, daß ich in den folgenden Wochen viel mehr Schönes in anderen Frauen entdecken konnte. Nun, ich habe es dir schon -versucht- zu sagen, wie du bei unserer letzten bezeugten Meditation auf mich gewirkt hast. So ein tiefer Ernst, so wahrhaftig mit dir selbst. Für mich hättest du so auch an einem offenen Grab stehen können, und immer noch ganz bei dir seiend, dich mit allem zeigend, was gerade jetzt ist. Das sehen zu dürfen hat mich in einer sehr großen Tiefe angerührt und auch- erschüttert. Also dein Weg mit der Verletzlichkeit ist sichtbar geworden.

    Und nun habe ich heute eine lange Liste geschrieben von allem, wo ich mich in meinem Element fühle. Ich bin wohl ein vielseitiger Mensch, denn sie wurde sehr lang. Anschließend sollten die einzelnen Punkte bewertet werden danach, wie frei man sich dabei fühlt, wie sehr man wachsen kann und inwieweit man damit einen Beitrag leistet. Und was soll ich sagen? Diese Arbeit mit der weiblichen Präsenz landete in allen drei Kategorien ganz oben. Kurz gesagt: das isses! Da ist für mich mehr als in allem, was ich je gemacht habe- und das ist eine ganze Menge- der Flow drin, Synergieen, die dann einfach passieren.

    Nun noch das Statement, das du für deine Homepage haben wolltest:
    Immer, wenn ich nach unserem Feminine-presence- Treffen aus der Tür gehe, fühle ich mich, als hätte ich einen großen, bunten und vielfältigen Blumenstrauß im Arm. Und wenn ich in den folgenden Tagen an das mit den Frauen Erlebte denke, zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht.
    Aber du kannst ruhig alles vom geschriebenen verwerten, wie du willst. Bis bald, Claudia

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