GlĂĽcks-Seele

Aufräumen – ausmisten – auf WESENtliches beschränken – vergessene Schätze ans Tageslicht holen und sich daran freuen.
Ganz banal z.B. die lange nicht getragene Halskette, mein tolles Maori-Kartenset – aber auch die im Alltag oft übergangenen Gefühle wie:
Schmerz ĂĽber Vergangenes,
unfassbare Dankbarkeit ĂĽber viele GlĂĽcksmomente,
von wilder Sehnsucht nach Freiheit und Liebe beflügelte Visionen der Zukunft…

Das ist mein Kult in der Zeit zwischen den Jahren. Es fühlt sich an wie „seelen-puzzeln“.

Quelle: pixabay CCO Creative Commons

Auch in mir sortiert sich vieles, Ordnung wird spĂĽrbar, weil im Innen und AuĂźen alles die Zeit bekommt, den richtigen Platz einzunehmen. FĂĽr einen guten Start in ein neues Jahr LEBEN.
Langsam.
Achtsam.
Bewusst.
Wach!
Es ergibt sich ein klares, buntes, sorgfältig zusammengesetztes und v.a. vollständiges Bild, mit Licht und Schatten, das Sinn macht und stimmt für mich.
Es ist schön zuzusehen, wie alte, scheinbar unbedeutende Dinge und auch Zustände in neuem Glanz erstrahlen – einfach dadurch, dass ich mich um sie kĂĽmmere, sie wieder mal wirklich sehe, wĂĽrdige, ehre, beweine, bewĂĽte, reinige, an den jetzt stimmigen Platz setze.

Gutes Leben ist so einfach?! Ja.

Zumindest während der Raunächte, die den üblichen Gesetzen von Raum und Zeit nicht zu gehorchen scheinen.
Im Alltag, jenseits der Raunächte-Zeit, fällt es manchmal verdammt schwer, dass Seelen-Puzzle beisammen zu halten und einfach und gut zu leben, weil unsere Welt so maßlos komplex und rasend schnell geworden ist.

Da erhebt sich in mir mit großer Wucht, und dabei ganz zärtlich eine Stimme.
Sie ruft mir entschlossen, weise und unbeirrbar zu:

„Du musst nicht gehorchen!
• wenn der Facebook-Algorhythmus sich ändert und zu sofortiger Reaktion auffordert
• wenn dich die viel zitierten „guten Vorsätze“ mit erhobenem Zeigefinger einschüchtern
• wenn irgendeine andere Form von bescheuertem Über-Ich irgendwas von dir verlangt, was du nicht erst in Ruhe, achtsam, bewusst und wach für dich geprüft hast
• …
Sei wach. Hinterfrage. Kreiere dein Leben selbst! Bring DEINE Werte ins Spiel. Bring DICH ins Spiel. Und zwar mit allem was da ist, inkl. dem unpopulären Scheiß wie Scham, Vergänglichkeit, Ohnmacht etc.

Erst dann spĂĽrst du unterm ständig plappernden Geist (die Yoga-Welt nennt ihn „Monkey-Mind“, weil die Gedanken hin und her springen wie wild gewordene Affen) den klaren, wissenden Ruf deiner Seele. Kommst zum WESENtlichen. Erfährst GlĂĽck.“

Ich sage: Das Lied des Glücks schreibt die Seele. Das Instrument ist der Körper.

Mir scheint, ein Teil der Menschheit versucht, völlig ohne Lied, der vergänglichen Hülle namens Körper eine Sinfonie abzuringen. Das muss ja schief gehen!
Ein anderer, immer größer werdender Teil der Menschheit wacht mehr und mehr auf, rebelliert gegen den profitgesteuerten Größenwahn der Drahtzieher-Giganten im Weltgeschehen und besinnt sich aufs WESENtliche: den zeitlos wahren, schönen und guten Input der Seele. Der kostet nix.

Angesichts alamierender Zahlen bzgl. Artensterben, Klimawandel, zunehmender Verrohung der Gesellschaft und totaler Überforderung der menschlichen Psyche durch die Komplexität unserer Welt können wir uns als Menschheit nicht mehr leisten, anders als wesentlich – beseelt – zu leben.

Ich glaube felsenfest daran, dass in Jeder und Jedem von uns ein weiser, edler, unschuldiger, liebvoller Kern ruht, der dem Leben dienen will.
Wenn ich mit Geduld und Beharrlichkeit das Lied meiner Seele durch die Schichten meines Verstandes dringen lasse, spüre ich Mut, Power ohne Ende, Würde, Wahrheit und Schönheit. Eben genannten Kern.

Du bist Zeuge meines Gelöbnisses für das Jahr 2019:

Quelle: pixabay
CCO Creative commons

„Ich werde mich keinen Tag mit weniger als dem Wesentlichen zufriedengeben!“

Mögen viele gut sortierte Seelen aufstehen und den heiligen Kampf für das Wesentliche kämpfen – Aho!

Von Herzen ein beseeltes Jahr 2019 fĂĽr dich und deine Lieben!