HARA – Bauch – Quelle des Lebens

Eine simple Tagesroutine bringt

Vertrauen, Fröhlichkeit und viiiiiiiieeeel Kraft

Kaum ein anderer Körperteil unterliegt in der westlichen Gesellschaft einem solch brutalen Schönheitsreglement wie der Bauch. Bei Männern UND Frauen. Durchtrainiert sollte er sein, flach, fest, straff und streifenfrei, am besten das ganze Leben lang – so wird uns überall suggeriert.

Die realen Bäuche der meisten Menschen sehen, v.a. mit zunehmendem Alter, anders aus. Die der Mütter unter uns sowieso. Sie sind oft weich (so hat es die Natur auch gemeint), mal mehr, mal weniger gerundet, manchmal mit bleibenden Streifen aus der Schwangerschaft geziert oder mit Kaiserschnittnarbe versehen.

Und wie fühlen wir uns damit? Nun – ein seeehr dicker Bauch schränkt die Bewegungsfreiheit ein, beschämt angesichts des herrschenden Schönheitsideals und ist wahrscheinlich auch nicht so gesund. Jedoch machen sich unzählige Menschen schon wegen unbedenklicher Pölsterchen jede Menge Stress. Diäten, verbissenes Sporttreiben, ständiges Einziehen des Bauches, um eine gute Figur zu machen sind v.a. unter Frauen erschreckend verbreitet.

Dabei ist der Bauch per se soooooo schön! Hey: er ist die Wiege des Lebens!!! Der heilige Ort, an dem einst deine Reise in dieses Leben begann. Ein intimer, verletzlicher Ort und doch allesentscheidend potent.

Die fernöstlichen Weisheitslehren beschreiben den Bauch, japanisch: HARA, seit Jahrtausenden als „Quelle des Lebens“, „Kraftzentrum“, „Tor der Lebensenergie Qi“. Das im Volksmund zitierte Bauchgefühl meint unsere Intuition, unser Verbunden Sein mit den universellen Gesetzen. Aus dem Hara, dem Bereich 7 – 8 cm unterhalb des Nabels im Inneren der Bauchhöhle, kommt unser Gefühl von Vertrauen und Sicherheit, außerdem unsere Kreativität. Dies sind keine leeren Worte, sondern anatomische Wirklichkeit. Inzwischen spricht auch die westliche Medizin vom Bauch als dem „zweiten Gehirn“. Ganze 90 % des Glücks-Botenstoffes Serotonin kommen im Bauch (im Darm) vor und werden dort gespeichert.

Wir sollten unsere Bäuche endlich lieben und ehren, anstatt sie zu bekämpfen!

Mein Tipp:

  • Entspann deinen Bauch! Atme in den Bauch.
  • Mach dir bewusst, dass hinter den vielleicht vorhandenen Speckröllchen oder Geburtsnarben ein machtvolles Energiereservoir namens Hara liegt.
  • Du kannst es dir vorstellen wie eine Sonne, eine strahlende Kugel aus Licht, eine Blüte, etc. etc.
  • Sei kühn und entschlossen, male dir (mit Körpermalfarbe) ein Herz auf deinen Bauch und trage es unter der Kleidung den ganzen Tag als Zeichen liebevoller Aufmerksamkeit für diesen zentralen Ort deiner Lebenskraft.
  • Lasse dein Hara so wissen: ich beachte dich, ich nähre dich, ich lasse mich (auch) von dir leiten!

Du wirst überrascht sein, was dieses kleine Ritual mit dir macht!

Ein starkes Hara erdet, macht ausgeglichen, zufrieden, stabil und froh und setzt enorme Kräfte frei. Du wirst Außergewöhnliches meistern können. Im Osten sind Buddha-Figuren mit dickem Bauch verbreitet, um der Bedeutung eines starken Hara Ausdruck zu verleihen.

Letztlich sehnen wir uns doch alle nach dem inneren Frieden und der Freiheit, die solche Buddha-Figuren verkörpern, oder?

Ich glaube nicht, dass wir uns wahrer Freiheit und buddha-gleichem innerem Frieden annähern, wenn wir mit unserer Mitte, der Region unseres Körpers, die das Hara beheimatet, auf Kriegsfuß stehen.

 

 

Also:

Hand aufs Herz

und

Herz aufs Hara ;o)

 

Ich freue mich über deine Erfahrungsbericht im Kommentarfeld…

Sonnige Grüße

Bildnachweis:

  • pixabay: bronze-statue-177022_1280_Josch13_CCO-Creative-Commons-e1533233299967.jp
  • pixabay: 29340033_2154442327903930_4172438249913319584_n-768×768-CCO-Creative-Commons

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “HARA – Bauch – Quelle des Lebens

  1. Das werde ich doch direkt mit lippenkonturenstift umsetzen! 🤗 Danke für diese tolle Inspiration Elisabeth! Sehr wahr und sehr schön geschrieben. Quasi aus dem Bauch heraus. 😉

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