Innehalten statt aushalten

Im Innen still werden statt im Lärm des Außen die eigene Stimme nicht mehr zu hören.

Halten, was sich im Innen zeigt, statt durch Ablenkung im Außen die Innere Lebendigkeit (=angenehme UND unangenehme Zustände) zu betäuben.

Die Ladung eines GefĂĽhls im Innen liebevoll halten

(nicht aushalten),

es voll spĂĽren,

weiteratmen,

erleben, wie die emotionale Welle wieder abebbt.

 

Wenn du inne hältst und dich nicht zu einer Re-Aktion im AuĂźen hinreiĂźen lässt, schaffst du klare Grenzen, schaffst einen sicheren Raum – Containment -, in dem wirklich JEDE menschliche Erfahrung  Platz hat, auch die, der du gewohnheitsmäßig lieber ausweichst, wie Wut, Trauer, Ohnmacht & Co.

Innehalten ist

  • Trainieren des Containment-Muskels
  • eine Ăśbung der Selbst-Wirksamkeit
  • eine Disziplin der Selbst-Ermächtigung
  • ein Akt der Selbst-Liebe!

Mangelndes Containment (meist aller Beteiligten) ist der Ursprung für so gut wie jeden Konflikt in zwischenmenschlichen Beziehungen!  Mangelndes Containment bedeutet unterm Strich:  du machst den Anderen / die Andere für deine Gefühle verantwortlich. Du gibst deine Macht ab!

Meine Erfahrung:

Wenn ich mir die Zeit zum Innehalten nicht gebe, lande ich automatisch im Aushalten.

Wenn ich meine innere Realität zu viel und zu oft äußeren Erwartungen unterordne, wird das Leben schwer und zäh.

Innehalten ist ein kostbares Ritual,

sich der eigenen, tieferen Bedürfnisse  bewusst zu werden.

Die innere Stimme wieder zu hören.

ZurĂĽck in die Eigenverantwortung zu kommen,

die immer auf innerer Klarheit beruht.

Bewusst Agieren (statt Re-Agieren) zu können.

Mein Osterwunsch fĂĽr uns alle:

Lasst uns innehalten.

Lasst uns die volle Verantwortung dafür übernehmen, was in uns lebt, tobt, liebt, sehnt, lacht, weint, kämpft, stirbt, aufersteht!

Lasst uns ALLES in uns aufrecht und in Würde halten – ohne Scham, ohne Schuld.

Lasst uns jede freie Minute nutzen, LANGSAMKEIT in dieser rasanten Zeit zu kultivieren und inne zu halten.

Frohe Ostern!